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Willkommen in der grünen Oase

Zeuthener Kleingärtner laden zum Tag der offenen Tür Willkommen in der grünen Oase

Anlässlich des 33-jährigen Bestehens ihres Vereins luden die Gartenfreunde Zeuthen zu den traditionellen Gartentagen ein. Zahlreiche Kleingärtner luden die Besucher in ihre grünen Oasen ein. Neben dem Blütenmeer aus Gartenblumen gab es dort für die Gäste viele Tipps.

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Vereinsvorsitzender Gerd Lüdtke (l.) öffnete seinen üppigen Kleingarten für Besucher und erklärte die Pflanzen.

Quelle: Uta Schmidt

Zeuthen. Inmitten von einem Blütenmeer aus Rosen und Gartenblumen kredenzten am Sonnabend rührige Kleingärtnerinnen ihren Besuchern Kaffee und Kuchen in einem kleinen Garten-Café unter freiem Himmel. „Besonders gefragt ist heute unsere Erdbeerbowle“, erklärte Edith Weikert den Gästen. Sie war eine Akteurin der mehr als 200 Vereinsmitglieder der „Zeuthener Gartenfreunde“, die die traditionellen „Gartentage“ wieder zu einem Erlebnis machten. Auf Wunsch erklärte die Seniorin nicht nur die Rezeptur des süffigen Sommergetränks, sie führte Gäste ebenso gastfreundlich durch ihr grünes Reich am Mittelweg. Dabei zeigte sie, wie ein „altersgerechter Garten“ angelegt und bis ins hohe Alter gepflegt werden kann.

Dieses und andere Angebote rund um das Thema „Garten“ nutzte am Wochenende auch Familie Roggenland aus Wildau zum Erkenntnisgewinn. Sie wollte sich bei den Laubenpiepern des Nachbarortes umsehen und hoffte auf Inspirationen für die eigene Scholle am „Tonplatz“. „Wir freuen uns immer über gute Tipps, aber auch über die netten Gartenfreunde“, sagte Heinz Roggenland. Elke und Erhard Herer aus Zeuthen indes führte ihr entspannter Samstagsnachmittagsspaziergang in die Anlage. „Wenn es die Zeit zulässt, bummeln wir hier nahezu täglich“, so Herer. Schließlich wären die Gartenwege öffentlich zugänglich und die Anlage so etwas wie ein Park mitten in der Gemeinde. Anregungen zur Gartenpflege am Eigenheim erhielt sie bei diesen Besuchen gratis.

Das Garten-Café unter freiem Himmel  war bei den Besuchern besonders beliebt

Das Garten-Café unter freiem Himmel war bei den Besuchern besonders beliebt.

Quelle: Uta Schmidt

Doch nicht nur die Flora und Fauna in den insgesamt 197 Kleingärten, die sich auf vier Kilometer und auf 60 000 Quadratmeter Grünland erstrecken, interessierte die Besucher der „Gartentage“, mit denen die Zeuthener Gartenfreunde am Wochenende ihr 33-jähriges Vereinsjubiläum feierten. Gäste zog es ebenso zu Kuchen, Kaffee, Kunst, Grillwurst und Gartentrödel auf einem kleinen Basar am Vereinshaus an der Nordschranke in der Heinrich-Heine-Straße. Dort beantworteten Fachleute wie Imker Alwin Bork viele Fragen. Bork hält seit zwei Jahren drei Bienenvölker zur Bestäubung der Obstbäume und sorgt damit für einen höheren Ertrag in den Gärten. „Aus der Blütentracht ernten wir eine schöne Frühjahrstracht“, so Bork, der seinen Honig anbot und über die Gesundheit der Bienenvölker sprach. Rat zur Blumenpracht gab es vom Gartenfachmann Thomas Nasdal aus der „Gärtnerei am Höllengrund“, der mit einer Vielzahl von Pflanzen den Trubel bereicherte. „Kleingärtner sind Profis, da muss man schon ein paar Raritäten mitbringen“, sagte Nasdal und präsentierte Kugeldistel, Schwarzen Holunder und eine blaue Rebsorte mit einem attraktiven Fruchtansatz.

„Wir freuen uns, dass heute unsere offenen Gärten so gut besucht werden. Jede Zehnte Parzelle ist für jedermann zugänglich. Dort kann man sich zu bestimmten Themen wie über die Anlage eines Kräutergartens informieren“, zog der Vorsitzende des Gartenvereins, Gerd Lüdtke, Bilanz. Auch er hatte die Gartentore zu seinem grünen Reich weit geöffnet.

Edith Weikert erläuterte die Bepflanzung in einem altersgerechten Garten

Edith Weikert erläuterte die Bepflanzung in einem altersgerechten Garten.

Quelle: Uta Schmidt

Ein Magnet war ebenso der Tanzabend, zu dem wieder mindestens 120 Gäste erwartet wurden. Die „Gartentage“ wurden am Sonntag mit einem Frühschoppen beendet.

Die nächsten sind in zwei Jahren geplant – zum 35-jährigen Bestehen des Vereins. „Dann hoffen wir, dass noch mehr unserer 300 Vereinsmitglieder ihre Gärten für Besucher öffnen werden“, so Lüdtke. Doch bis dahin lassen sich die Gartenfreunde weiterhin gern über den sprichwörtlichen Gartenzaun blicken. Besucher können die 1982 angelegte Gartenanlage entlang des Plumpengrabens und des Selchower Flutgrabens täglich besuchen und dort entspannen.

Von Uta Schmidt

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