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Windpark im Wald am Netz

Königs Wusterhausen Windpark im Wald am Netz

In Uckley-Nord bei Königs Wusterhausen ist ein Windpark mit zehn Anlagen ans Netz gegangen. Das Vorhaben war umstritten, weil die Windräder mitten im Wald stehen. Investor und Kritiker einigten sich schließlich aber auf einen Kompromiss. Der neue Eigentümer sitzt in Aachen.

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Windräder im Wald bei Uckley.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Wernsdorf. Der Windpark Uckley-Nord ist gerade mit zehn Anlagen ans Netz gegangen. Zuvor hatten sich der Projektierer Abo Wind und die Kritiker des Vorhabens auf einen Kompromiss geeinigt. Demnach werden nun statt der geplanten 13 Anlagen nur 12 errichtet. Das Genehmigungsverfahren für zwei weitere Windräder läuft. Wann sie gebaut werden, ist noch offen.

Größter Onshore-Park im Bestand

Neuer Eigentümer ist die Beteiligungsgesellschaft Trianel Erneuerbare Energien, TEE, aus Aachen, die den Windark vor wenigen Tagen erworben hat (MAZ berichtete). Uckley sei der größte Onshore-Windpark im Bestand der Gesellschaft, sagte Sprecher Maik Hünefeld. „Über ein eigens errichtetes Umspannwerk wird der produzierte Strom in das Netz eingespeist und versorgt jährlich rund 30 000 Haushalte.“ Die zehn Windräder produzieren laut TEE rund 87 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Gütliche Einigung vor Gericht

Kritiker des Windparks hatten sich vor dem Verwaltungsgericht Cottbus zuvor gütlich mit dem Landesumweltamt und der Abo Wind geeinigt, wie Joachim Schulz von der Bürgerinitiative der MAZ sagte. Neben der Verringerung der Zahl der Windräder seien außerdem nächtliche Abschaltzeiten der Anlagen zum Schutz von Fledermäusen erreicht worden. „Trotzdem ist das unbefriedigend“, sagte Schulz.Er kündigte an, dass die Naturschützer die Auswirkungen der Windräder auf die Umwelt weiter beobachten werden.

Für eine Fortsetzung des Prozesses hätten die finanziellen Mittel der Bürgerinitiative nicht mehr gereicht. Schulz berichtet von zahlreichen Anfragen anderer Naturschützer in Brandenburg, die sich gegen die Errichtung von Windparks im Wald zur Wehr setzen. „Wir teilen ihnen unsere Erfahrungen mit und beraten sie gerne.“ Der Zernsdorfer Ortsvorsteher Uwe Borck kündigte an, mit dem Eigentümer des Windparks darüber zu reden, wie die angrenzenden Gemeinden unterstützt werden können. „Wir wollen etwas von den Vorteilen haben.“

Musterbeispiel Uckley-Nord

Die Abo Wind nennt den Windpark Uckley Nord ein „Musterbeispiel" für eine ausgeklügelte Planung. Es seien weniger Bäume gerodet, Feuchtgebiete seien geschont worden. Projektleiter Zacharias Hahn betonte außerdem, dass auf den Bau der 13. Anlage aus Umweltschutzgründen verzichtet werde. Einen Termin für den Bau der beiden weiteren Windräder konnte er nicht nennen, das hänge vom Verlauf der Genehmigung ab. Hahn sagte, das fast die zweifache Menge des in Uckley gerodeten Waldes anderswo aufgeforstet werde. „Die Kompensationsmaßnahmen sind viel umfangreicher als der Eingriff in die Natur.“

Von MAZonline

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