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„Wir für KW“ fordert Mandat zurück

Königs Wusterhausen „Wir für KW“ fordert Mandat zurück

Die Stadtverordnete Priska Wollein sieht sich nach dem Austritt aus dem Verein „Wir für KW“ mit der Forderung konfrontiert, ihr Mandat niederzulegen. Der Verein beansprucht es für sich, eine Nachrückerin steht bereit. Doch Priska Wollein denkt nicht an Mandatsverzicht. Ihr Wählerauftrag gelte weiter.

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Priska Wollein

Quelle: Josefine Sack

Königs Wusterhausen. Nach dem Austritt von Priska Wollein aus dem Verein „Wir für KW“ fordert dessen Vorsitzender Michael Reimann die einstige Mitstreiterin auf, ihr Stadtverordneten-Mandat niederzulegen. „Aus moralischen Gründen müsste sie das tun, sonst ist das Betrug an den Wählern“, sagte er der MAZ.

Priska Wollein, ein Gründungsmitglied des Vereins, hatte vorige Woche die Freien Wähler KW mit aus der Taufe gehoben (MAZ berichtete). Das Stadtverordnetenmandat hat sie von Hannelore Gabriel übernommen, die für Wir für KW in den Kreistag wechselte.

Nach Ansicht von Reimann müsse Wollein das Mandat nun zurückgeben und den Weg frei machen für einen Nachrücker aus den Reihen des Vereins. Karin Schwitalla, die stellvertretende Ortsvorsteherin von Zernsdorf, würde es übernehmen. Wir für KW hat drei Sitze im Stadtrat und bildet mit der Unabhängigen Frauenliste eine gemeinsame Fraktion. „Die Bürger haben etwas anderes gewählt, als sie jetzt bekommen“, sagte Reimann.

Den Austritt von Wollein bedauerte er zugleich. „Das ist traurig, aber nachvollziehbar.“ Mit ihr und weiteren Mitgliedern hätte eine Minderheit den Verein verlassen, die zuletzt die Arbeit blockiert hätte. Nun seien die Fronten geklärt, der Verein könne zur Sacharbeit zurückkehren. Wie berichtet hatte Reimann wegen der internen Auseinadersetzungen zwischenzeitlich selbst erwogen, dem Verein den Rücken zu kehren.

„Wir für KW“-Chef Michael Reimann wirft  Priska Wollein Wählerbetrug vor

„Wir für KW“-Chef Michael Reimann wirft Priska Wollein Wählerbetrug vor.

Quelle: Franziska Mohr

Priska Wollein reagierte entsetzt auf den Betrugsvorwurf und betonte, dass sie Stadtverordnete bleiben wolle. „Ich bin nicht bereit, das Mandat zurückzugeben. Es ist Personen bezogen, ich habe einen Wählerauftrag“, sagte sie der MAZ. Die ursprünglichen Ziele von Wir für KW verfolge sie weiter, im Verein sei das nicht mehr möglich gewesen. Das wolle sie nun mit den Freien Wählern tun.

Wollein sagte, sie werde zunächst als einzelne Stadtverordnete weiterarbeiten. Eine Mitarbeit bei den Fraktionen CDU, SPD oder Linken komme für sie nicht in Frage. Sie schloss auch kategorisch aus, dass sie sich den beiden AfD-Stadtverordneten oder dem NPD-Vertreter anschließen werde. „Vielleicht ist es ja auch so, dass sich andere Stadtverordnete mit mir zusammen tun wollen.“

Die Freien Wähler KW wollen nach eigenen Angaben eine „bürgernahe, konstruktiv-kritische“ Stadtpolitik machen. Wir für KW sieht sich als „unabhängig, modern und zielorientiert.“

Von MAZonline

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