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Dahme-Spreewald „Wir müssen die Probleme offen besprechen“
Lokales Dahme-Spreewald „Wir müssen die Probleme offen besprechen“
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13:18 25.02.2016
Ralf Kunkel in der Gemeindevertretung Schönefeld Quelle: Schmidt
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Schönefeld

Ralf Kunkel, früher Flughafensprecher, ist seit kurzem für die Kommunikation des BER mit den Umlandkommunen zuständig. Seine neue Aufgabe erläutert er im MAZ-Interview.


MAZ:
Herr Kunkel, warum ist es vier Jahre nach Nichteröffnung des BER nötig, die Umlandkommunikation neu zu profilieren?

Ralf Kunkel: Für die Flughafengesellschaft wird 2016 ein wichtiges Jahr. Das Ziel bleibt, den Flughafen nun baulich fertigzustellen, um den BER wie geplant eröffnen zu können. In diesem Zusammenhang geben wir der Umlandarbeit mehr Gewicht. Sie ist jetzt als Stabsstelle direkt bei Flughafenchef Karsten Mühlenfeld angesiedelt. Ich werde die Kontakte ins Umland weiter intensivieren, das Unternehmen im Dialogforum vertreten und insbesondere das Schallschutzteam bei seiner Arbeit unterstützen.

Ist diese Neuausrichtung ein Zeichen dafür, dass es in der Vergangenheit in Sachen Umlandkommunikation nicht so optimal gelaufen ist?

Kunkel: Tatsächlich ist die Umsetzung des Schallschutzprogramms bis 2013 nicht rund gelaufen und hätte bürgerfreundlicher sein müssen. Die Neuausrichtung zeigt, dass wir die Umlandarbeit nun aufwerten. Es ist abzusehen, dass die Beziehungen der Flughafengesellschaft zum Umland immer wichtiger werden, vor allem, wenn durch die Eröffnung des BER der Strukturwandel so richtig an Fahrt aufnimmt. Schon heute sehen wir anhand des Zuzugs, wie attraktiv die Flughafenregion ist. Die Infrastruktur rund um den Flughafen muss ausgebaut werden. Das fängt bei Straßen und Radwegen an, gilt aber auch für Kindergärten, Schulen, Supermärkte und alles, was zum Leben dazugehört. Das geht am besten im offenen Dialog miteinander. Wir müssen die Chancen beherzt ergreifen und die Probleme offen miteinander besprechen. Ich bin jetzt zentraler Ansprechpartner des Unternehmens für alle Entscheidungsträger aus der Region, für Gemeinden, Landkreise und Bezirke.

Wollen Sie auch bei der Kommunikation des Schallschutzprogramms neue Wege gehen?

Kunkel: Ja. Meine Hauptaufgabe ist es zunächst, die Kommunikation rund um das Schallschutzprogramm in enger Abstimmung mit dem Schallschutzteam von Ralf Wagner zu intensivieren. Die Flughafengesellschaft hat das Schallschutzprogramm nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom April 2013 neu aufgesetzt. Vielfach wird uns vorgeworfen, wir seien zu bürokratisch. Meine Beobachtung ist aber, dass wir das Schallschutzprogramm mittlerweile auf eine verlässliche Basis gestellt haben. Seit 2015 erweitern wir zudem die Möglichkeit sogenannter Individualvereinbarungen. Wer zum Beispiel keine Doppelkastenfenster einbauen möchte, kann auf die besten einfachen Schallschutzfenster zurückgreifen. Die Spielräume sind größer geworden, etwa auch bei den Küchen. Das Schallschutzprogramm ist mittlerweile besser als sein Ruf. Aber wir wissen auch, dass wir noch einige Schritte vor uns haben, um im Umland als guter Nachbar wahrgenommen zu werden.

Wie ist der Stand der Abarbeitung?

Kunkel: Wir haben 90 Prozent der Anträge bearbeitet, also entweder Anspruchsermittlungen verschickt, oder wir benötigen noch Unterlagen oder Terminvereinbarungen. Wir wollen, dass es nun mit der Umsetzung losgeht. Die Bauherren können guten Gewissens die Beratungsangebote zum Schallschutz nutzen, die es mittlerweile gibt. Im Dialogforum bieten die Landkreise eine engagierte und sehr lösungsorientierte Beratung an. Auch das Schallschutzteam der Flughafengesellschaft ist für die Anliegen der Anwohner gut erreichbar und steht den Anwohnern gern mit Rat und Tat zur Seite. Das gilt sowohl für Eigentümer, die eine Entschädigung erhalten als auch für diejenigen, die von uns die Anspruchsermittlung mit den Baumaßnahmen bekommen.

Welche Aufgaben stehen konkret vor Ihnen?

Kunkel: Als Ansprechpartner für alle Umlandthemen zur Verfügung zu stehen. Wir weiten jetzt zunächst die Schallschutzkommunikation aus. Wir wollen die vielen Möglichkeiten und Beratungsangebote, die die Anwohner mittlerweile haben, bekannter machen und die Umsetzung unterstützen. Bereits im vergangenen Jahr gab es 20 Informationsveranstaltungen in den Umlandgemeinden zum Thema Schallschutz. Diese Zahl wollen wir 2016 noch einmal erhöhen. Ansonsten stelle ich mich jetzt in den Umlandgemeinden und -bezirken vor wie in Schönefeld. Mehr als 30 Antrittstermine stehen in meinem Kalender.

Von Uta Schmidt

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