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„Wir sind stolz, dass wir ausgewählt wurden“

Bestensees Bürgermeister zur MAZ-Osterwanderung „Wir sind stolz, dass wir ausgewählt wurden“

Am Ostermontag findet die 23. MAZ-Osterwanderung statt. Zum ersten Mal findet das Spektakel im Landkreis Dahme-Spreewald statt. Die Gemeinde Bestensee ist Gastgeber und will sich von ihrer besten Seite präsentieren, wie Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) im MAZ-Gespräch verrät.

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Klaus-Dieter Quasdorf ist Bürgermeister in Bestensee.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Bestensee. Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos), Bürgermeister in Bestensee, freut sich auf viele Besucher in seiner Gemeinde, die gemeinsam auf die 7,5 Kilometer lange Osterwanderung gehen.

Die 23. MAZ-Osterwanderung findet in Bestensee statt. Was halten Sie davon?

Klaus-Dieter Quasdorf: Wir sind stolz darauf, dass wir für so ein Highlight ausgesucht wurden und ich denke wir haben bei uns die Voraussetzungen dazu, es zu gestalten.

Mussten Sie lange überlegen, als die Anfrage kam?

Quasdorf: Immer wenn es darum geht, für Bestensee einen Höhepunkt zu schaffen, muss man erst einmal ja sagen und dann mit vereinten Kräften daran arbeiten, es umzusetzen. Macht man es umgekehrt, wird man immer der Verlierer sein. Zudem können wir an die Erfahrungen des 9. Wandertages der Volkssolidarität-Landesverbände Berlin Brandenburg, der im vergangenen Jahr in Bestensee stattfand, anknüpfen.

Hintergrund

Die 23. MAZ-Osterwanderung führt am Ostermontag, dem 28. März, über einen 7,5 Kilometer langen Rundkurs durch Bestensee. Start und Ziel ist jeweils die Landkostarena in der Goethestraße.

Offiziell eröffnet wird die Wanderung um 10 Uhr durch Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD), den Geschäftsführer des MAZ-Regionalverlages Dahmeland-Fläming, Lothar Mahrla, und den Bestenseer Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf.

Bereits um 9.50 Uhr begrüßt der Männergesangsverein die Wanderer.

Das Ende der Veranstaltung ist gegen 15 Uhr geplant.

Worauf sollten die Wanderer in Ihrer Gemeinde achten?

Quasdorf: Sie sollten sich die Naturereignisse ansehen, besonders dann, wenn die Strecke durch das Sutschketal führt. Aber sie sollten ihre Aufmerksamkeit auch auf das neue Schrittmaß der Gemeinde lenken.

Was meinen Sie damit?

Quasdorf: Zu sehen, dass man im Ort nicht im stillen Kämmerlein sitzt, sondern mit der Zeit geht. Bestensee ist ein Ort, der sich nach wie vor entwickeln wird. Dabei müssen Gemeindevertretung und Verwaltung eng zusammenarbeiten, dass es eine zielgerichtete Entwicklung wird. Der Ort soll den dörflichen Charakter weiter prägen, um durch das neu Entstandene das Gefühl der Zusammengehörigkeit nicht zu stören, obwohl die Einwohnerzahl wächst.

Wie hoch ist die Einwohnerzahl derzeit?

Quasdorf: Wir gehen jetzt auf die 7500 zu. Das ist schon ein erheblicher Sprung, wenn man bedenkt, dass es um die Wendezeit rund 5000 Einwohner waren. Im Durchschnitt entstehen pro Jahr 40 neue Eigenheime.

Wie sieht es infrastrukturell in der Gemeinde aus?

Quasdorf: In diesem Jahr werden wir unser laufendes Straßenbauprogramm zu Ende bringen – in fünf Jahren 30 Kilometer. Damit wurden seit der Wende rund 50 Kilometer Straße ausgebaut. Die Bestenseer haben sich 1991 gesagt, wir entwickeln unseren Ort auf drei Standbeinen: Gewerbe, Tourismus und Einwohnerzahl. Wir haben schon eine Menge geschafft, aber es gibt auch noch viel zu tun.

Welche Projekte stehen als nächste an?

Quasdorf: Kita, Schule und Hort sollen erweitert werden. Bei der freien Oberschule läuft gerade ein Antrag auf Gesamtschulzulassung. Somit wäre es dann erstmals möglich, in Bestensee einen gymnasialen Abschluss zu machen. Zielstrebig muss an der Ortsgestaltung gearbeitet werden. So sollen zum Beispiel die Dorfauen Erholungszentren werden, neue Wanderwege erschlossen werden. Das alles immer mit dem Blick auf eine gesunde Mischung von Wohnen, Gewerbe und Erholung. Wer in den Ort kommt, soll bewusst wahrnehmen, dass er gestaltet ist.

Was ist Ihr Wunsch für die Osterwanderer?

Quasdorf: Dass die Teilnehmer die Möglichkeit haben, den Ort kennenzulernen und rein zu schnuppern, dass sie sagen, ich komme wieder oder sogar Bestenseer werden. Und in erster Linie natürlich viel Spaß.


Von Gerlinde Irmscher

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