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Wirtschaftsnacht in der Boom-Region

Wildau Wirtschaftsnacht in der Boom-Region

Unternehmen gewähren nur selten einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit. Bei der „Langen Nacht der Wirtschaft“ in Dahme-Spreewald war das anders. Zahlreiche Besucher nutzten diese rare Gelegenheit.

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WFG-Chef Gerhard Janßen, Mittenwaldes Bürgermeisterin Maja Buße (CDU), Thomas König, Geschäftsführer der Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitung, Bundestagskandidatin Sylvia Lehmann und Landrat Stephan Loge (beide SPD, v. l.) im Motzener Unternehmen.

Quelle: Christian Dederke

Wildau. Zu später Stunde hinter die Werktore von Unternehmen schauen und mit Firmenchefs und Mitarbeitern direkt ins Gespräch kommen – das war am Freitag bei der „Langen Nacht der Wirtschaft“ im Landkreis Dahme-Spreewald möglich. 15 Unternehmen öffneten ihre Werktore und präsentierten sich mit ihrem Profil, ihren Technologien, Arbeitsprozessen, Produkten und Dienstleistungen. Diese Möglichkeit zum Blick hinter die Kulissen nutzten an diesem Abend zahlreiche Besucher.

Landrat und Schirmherr Stephan Loge (SPD) sowie Gerhard Janßen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG), eröffneten symbolisch die Lange Nacht. „Nutzen Sie die Möglichkeit für einen spannenden Blick hinter die Kulissen, der Ihnen sonst verborgen bleibt“, sagte der Landrat.

Mit spannenden Experimenten wurde die Gäste des Frauenhofer IAP-Pyco in Wildau begrüßt

Mit spannenden Experimenten wurde die Gäste des Frauenhofer IAP-Pyco in Wildau begrüßt.

Quelle: Christian Dederke

Startpunkt einer Tour mit Loge und Janßen war der Info-Point am Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau. Dort hatten Besucher die Gelegenheit, Informationen über die teilnehmenden Unternehmen zu erhalten und sich bei einem kleinen Imbiss zu stärken.

Den ersten Stopp legten Landrat und WFG-Chef bei Frauenhofer IAP-Pyco in Wildau ein. Dort konnte man eine hochmoderne Imprägnieranlage besichtigen, auf der mit Carbonfasern verstärkte Kunststoffe hergestellt werden, die zum Beispiel im Automobilbau, in der Luftfahrt oder im Motorsport eingesetzt werden. Anschaulich wurden für große und kleine Gäste interessante Chemie- und Physikexperimente durchgeführt – mit beeindruckenden Effekten.

Flughafengesellschaft präsentiert Zahlen

Beim nächsten Unternehmen, der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg, ging es zunächst vor allem um Zahlen: 2016 wurden an den Standorten in Berlin-Brandenburg 33 Millionen Passagiere befördert. 84 Airlines verbinden die deutsche Hauptstadtregion mit 178 Zielen in 57 Ländern . Bereits heute sind die Flughäfen in Schönefeld und Tegel mit die größten Arbeitgeber. Um auch den künftigen Anforderungen im Reiseverkehr gerecht zu werden, entsteht der Flughafen Berlin Brandenburg „Willy Brandt“ in Schönefeld. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, begrüßte die Delegation um Loge und Janßen. Jedoch konnte auch er an diesem Abend nicht das Rätsel um den Öffnungstermin des BER lösen. Dabei konnte man bei einem Rundgang durch das Terminal das Potenzial des BER erahnen.

Zum Abschluss wurde ein Motzener Unternehmen für Kunststoff- und Gummiverarbeitung angesteuert. Thomas König, Geschäftsführer der Motzener Kunststoff- und Gummiverarbeitung, sieht die Wirtschaftsnacht auch als Möglichkeit zur Aufklärung: „Wir möchten den Bürgern an diesem Tag den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien zeigen.“ Das Highlight für die Gäste war der Becher aus Kunststoff mit „Formgedächtniseffekt“ – wird dieser Becher deformiert, zum Beispiel zusammengepresst, nimmt er bei Erwärmung auf eine bestimmte Temperatur seine ursprüngliche Ausgangsform wieder ein. Die Mittenwalder Bürgermeisterin Maja Buße (CDU) ist voller Stolz auf die Stadt und ihre Ortsteile und sieht viele Chancen in der Veranstaltung: „Die Lange Nacht der Wirtschaft schafft Verständnis in der Bevölkerung für Unternehmen, sie dient dazu, Netzwerke zu schaffen und ich hoffe, weitere Unternehmen aus unserer Stadt werden dem Vorbild folgen“. Sie hofft, dass sich nach drei Mittenwalder Unternehmen in diesem Jahr künftig noch weitere beteiligen. Die Stadt Mittenwalde will weitere Unternehmensansiedlungen fördern.

Vom neuen Terminal aus hatten die Besucher freie Sicht auf das BER-Gelände

Vom neuen Terminal aus hatten die Besucher freie Sicht auf das BER-Gelände.

Quelle: Christian Dederke

Zur Delegation von Landrat Stephan Loge und WFG-Geschäftsführer Gerhard Janßen gehörte auch eine Besuchergruppe aus der Lübbener Partnerstadt Wolsztyn. Die Männer und Frauen sind extra zur Wirtschaftsnacht angereist und nahmen viele Eindrücke mit: „Wir sind begeistert von dieser Transparenz und Offenheit von Unternehmen und werden versuchen, unsere Unternehmen, vorwiegend Familienbetriebe, zu einer solchen Veranstaltung zu motivieren.“

Zum Abschluss fand Landrat Stephan Loge nur lobende Worte: „Ich bin beeindruckt vom Wissensdurst der Menschen und auch von ihrer Identifikation mit Unternehmen.“ Die Wirtschaftsnacht diente sowohl der Nachwuchsförderung als auch dazu, Unternehmen kennenzulernen. Die Veranstaltung gab einen Einblick in eine Boom-Region.

Von Christian Dederke

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