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Wobauge blickt auf ihr erfolgreichstes Jahr

Königs Wusterhausen Wobauge blickt auf ihr erfolgreichstes Jahr

Der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft (Wobauge) Königs Wusterhausen, Rolf Faust, zieht eine positive Jahresbilanz. 2017 ist das erfolgreichste Jahr seit der Gründung der Wobauge. In diesem Sommer wurde Richtfest beim größten Neubauvorhaben seit der Wende gefeiert.

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Die attraktive Wohnung mit der Dachterrasse ist im ersten der insgesamt geplanten acht Baukörper auf der Baustelle Am Mühlenfeld bereits deutlich erkennbar.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. „Noch ist das Jahr nicht vorüber. Die nüchternen Zahlen belegen aber schon jetzt, dass 2017 das bisher erfolgreichste Jahr seit der Gründung der Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (Wobauge) ist“, zieht Geschäftsführer Rolf Faust eine erste Bilanz. Die Eigenkapitalquote des kommunalen Unternehmens liegt bei 27 Prozent, der Leerstand schwankt um ein Prozent und der Jahresabschluss 2017 weist einen Gewinn aus. Vor knapp 15 Jahren stand das Unternehmen mit seinen über 4000 Wohnungen kurz vor der Pleite. In diesem Sommer aber konnte es im Schulweg sowie im Potsdamer Ring/„Am Mühlenfeld“ gleich zu zwei Richtfesten eingeladen. Bei Letzterem wagte sich die Wobauge an ihr bisher größtes Neubauprojekt seit der Wende.

Zahlen und Fakten

Zum Bestand der Wobauge gehören aktuell 4261 Wohnungen.

Die durchschnittliche Nettokaltmiete im Unternehmen liegt bei 5,16 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die höchste Nettokaltmiete erreicht 8,50 Euro.

Der Leerstand bei dem Unternehmen schwankt um ein Prozent.

Die Mietausfälle bei der Wobauge betragen aktuell ungefähr ein Prozent, wobei das Königs Wusterhausener Unternehmen 140 Ratenvereinbarungen mit Mietern getroffen hat, die sich derzeit in finanziellen Engpässen befinden.

Insgesamt entstehen in vier Bauabschnitten auf diesem 20 000 Quadratmeter großen Areal nah der alten B179 etwa 120 Wohnungen, in denen mehr als 250 Bürger ein neues Zuhause finden werden. Zwei der geplanten acht Baukörper – ein Doppelhaus mit 19 und ein Einzelhaus mit zehn Wohnungen – sind aufgrund der Hanglage bereits weithin sichtbar. Fenster und Fußbodenheizungen sind eingebaut, teilweise gilt dies auch schon für die Sanitärkeramik. Im Frühjahr können die ersten Möbelwagen vorfahren, wobei es für weit mehr als zwei Drittel der Wohnungen schon verbindliche Zusagen gibt.

Ungewöhnliche Hanglage

Die Wobauge geriet hier allerdings ebenso wie bei den 13 im Bau befindlichen Wohnungen im Schulweg etwas in Verzug. Grund: Auf beiden Baustellen wurde kontaminierter Boden entdeckt, der erst begutachtet, gelagert, abtransportiert und ausgetauscht werden musste. „Das kostete Zeit, die uns jetzt kurz vor dem Einbruch des Winters fehlt“, sagt Faust. Zudem zeige sich immer deutlicher, dass zuverlässige Bauarbeiter in der Region Goldstaub sind. Es fehlten vor allem Putzer und Trockenbauer. Die für die Region ungewöhnliche Hanglage mit den aufwendigen Stützwänden sei auch nicht ohne. Selbst Tiefbauchef Wolfram Niendorf vom Planungsbüro Brechtefeld & Nafe bezeichnet die am Mühlenfeld notwendigen Bodenbewegungen mit etwa 8000 Kubikmetern allein für die Erschließung des ersten und zweiten Bauabschnittes mit Strom, Wasser und Telekommunikation „als extrem“.

Die Kaltmieten für die Neubauten werden sich um elf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bewegen und damit deutlich über dem bisherigen Höchstniveau des Unternehmens von 8,50 Euro liegen. Neubauten, wie vielfach in der Stadt gefordert, mit Kaltmieten um 6,50 Euro verweist der Geschäftsführer ins Reich der Träume. Allein die Preise für Baumaterialien seien in den letzten drei Jahren um 30 bis 40 Prozent gestiegen. Offiziell wies selbst das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im Oktober aus, dass sich binnen eines Jahres Gerüstarbeiten um über 14 Prozent und Erdarbeiten um knapp acht Prozent verteuerten. Die neuen Energieverordnungen, verbesserter Brandschutz, gestiegene Grundstückspreise und Multimediaverkabelung führen gleichfalls zum Anstieg der Baukosten.

Pflege und Modernisierung des Bestandes

„Als kommunales Unternehmen werden wir aber auch künftig unserer sozialen Verantwortung für die Bürger dieser Stadt gerecht“, sagt Faust. Es gäbe keine andere Kommune in der Region, die mit mehr als 2000 Wohnungen für nur fünf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter so viel preiswerten Wohnraum anbietet wie die Stadt Königs Wusterhausen. Daher dürfe die Wobauge wegen aktueller Nachfrage mit der Forderung nach weitaus mehr Neubauten als dem für 2018 geplanten zweiten Bauabschnitt mit weiteren 29 Wohnungen im Baufeld „Am Mühlenfeld“ nicht überfordert werden. Zumal das Unternehmen 2017 auch in die Pflege und Modernisierung seines Bestandes fast drei Millionen Euro investierte. Davon flossen mehr als 1,6 Millionen Euro allein in die Sanierung eines Gebäudekomplexes im Schenkendorfer Flur/ Ecke Heinrich-von-Kleist-Straße, der sich nun mit modernen Balkonbrüstungen, gedämmten Giebeln und einem frischen Fassadenanstrich präsentiert. Eine ähnliche Bestandspflege ist 2018 für 140 Wohnungen im Potsdamer Ring und in der Bettina-von-Armin-Straße/Ecke Märkische Zeile geplant.

Von Franziska Mohr

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