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Dahme-Spreewald Wohlfeile Ware
Lokales Dahme-Spreewald Wohlfeile Ware
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00:39 02.05.2018
Anette von Rohden mit ihrem Stand auf dem 12. Keramikmarkt zwischen den Kavalierhäusern mit Blick auf das Jagdschloss. Quelle: Andrea Müller
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Königs Wusterhausen

Solch ein Trubel, solch Gedränge – der 12. Keramikmarkt zwischen den Kavalierhäusern und mit Blick auf das Schloss in Königs Wusterhausen war ein voller Erfolg.

Marcus Motz aus Zernsdorf organisiert schon seit vielen Jahren den Keramikmarkt zwischen den Kavalierhäusern. Er ist darin schon ein alter Hase. Quelle: Andrea Müller

60 Töpfer und andere Handwerker – darunter auch ein Schmied – boten ihre Ware feil. Einige nahmen die Gelegenheit wahr und zeigten, wie sie arbeiten. Eine von ihnen war Jaqueline Nass aus Borna in Sachsen, die gleich neben dem Cafè an ihrem Stand eine Töpferscheibe aufgebaut hatte und Töpfe aller Art vor den Augen des Publikums zauberte. Sie bezauberte zudem mit einem perfekten Sächsisch.

Butterdosen mit Kühlwasser – so sehen sie aus und sparen den Kühlschrank. Darin bleibt die Butter schön streichfähig. Quelle: Andrea Müller

Am anderen Ende des Keramikmarktes hatte Andreas Leonhardt seine Zelte aufgeschlagen. Der Plauener ist Spezialist des Raku-Brandes. Auch er zeigte den Schaulustigen, wie dieser besondere Brand vonstatten geht. Das wird nämlich in einer Tonne mit heißen Sägespänen gemacht. Dabei raucht und qualmt es nach allen Regeln der Kunst. Anschließend kommt das Tongut in kaltes Wasser. Durch die unterschiedlichen Temperaturen entstehen Risse in der Glasur. „Mit viel Erfahrung kann man sogar steuern, wie viele Risse entstehen sollen“, sagte er den Neugierigen. Adelheid Rieger aus Berlin gehörte zu ihnen. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie von Berlin gezielt zu dem Markt nach Königs Wusterhausen gekommen. „Es heißt, es sei der schönste und kunstvollste Markt in der Region“, so die Hauptstädterin, die in ihrer Freizeit gern töpfert und sogar einer Keramikgruppe angehört. Sie hat sich vorgenommen, mit den Leuten dort bei Leonhardt einen Raku-Kurs zu besuchen.

Daniela Kock aus Crinitz im Spreewald, Töpferei Tunsch, bot traditionelle Gebrauchskeramik an und erfrischte die Besucher mit kurz eingelegten Spreewälder Gurken. Quelle: Andrea Müller

Fast ein bisschen in der Ecke versteckt war Daniela Kock aus Crinitz im Spreewald mit ihrer für diese Region typischen Gebrauchskeramik zu finden. Dass sie nicht so viel Wind wie nebenan machte, holte sie mit leckeren, auf die Schnelle eingelegten Spreewälder Gurken wieder heraus. Der Töpfereibetrieb Tunsch, in dem sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner und anderen Kollegen arbeitet, existiert schon 185 Jahre und kann auf eine beeindruckende Töpfererfahrung zurück blicken. Hier, so erzählen Kock und ihr Partner, habe einst Marcus Motz seine Lehre absolviert.

Keramikmarkt gibt es schon länger

Der ist heute ein Meister der Keramik mit eigener Werkstatt in Zernsdorf. Auf seinem „Mist“ ist auch dieser Keramikmarkt gewachsen, der eigentlich schon eine viel längere Tradition hat, als der Name auf den verteilten Flyern aussagt. Genau genommen organisiert Motz seit 25 Jahren diesen Markt. In den Blütezeiten kamen an die 80 Töpfer mit ihrer qualitativ hochwertigen Ware. „Jetzt hat sich die Zahl auf 60 eingepegelt“, so Motz. Er zeigte sich mit der Resonanz sehr zufrieden, denn es kamen mehrere tausend Besucher, um sich das Spektakel um Ton und Scherben – auch davon gab es einige – nicht entgehen zu lassen.

Raku-Keramik mit eindrucksvollen Mustern, die durch den speziellen Brand entstehen. Wie der gemacht wird, zeigte Andreas Leonhardt aus Plauen. Quelle: Andrea Müller

Bei der Wärme interessierte sich mancher Gast für die Butterdosen mit Wasserfüllung von Anette von Rohden aus Berlin. Durch das Nass werde die Butter gut gekühlt, aber gleichzeitig streichfähig gehalten. „Eine gute Alternative zum Kühlschrank“, so die Berlinerin. Sie hielt die Dosen in drei Farben vor – Braun, Grün und Blau.

Von Andrea Müller

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