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Wohnungsbau in Mittenwalde

Wirtschaft in Mittenwalde Wohnungsbau in Mittenwalde

In Mittenwaldes Mitte entsteht ein neues Quartier am Yorckbrunnen. Insgesamt werden 17 neue Wohnungen geschaffen. Es werden Eigentumswohnungen sein. Auch Profifußballer haben Wohnungen als Kapitalanlage gekauft und werden sie später vermieten. Gegenüber baut der Investor aus Berlin ebenfalls Wohnungen. Insgesamt werden rund vier Millionen Euro investiert.

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So wird das Yorckbrunnen-Quartier einmal aussehen. Bis Anfang des kommenden Jahres soll der Neubau fertig sein.

Quelle: Yorckbrunnen-Quartier

Mittenwalde. In der Yorckstraße 38 und 38a in Mittenwalde entsteht ein neues Wohnhaus mit insgesamt 17 Wohnungen. Erbaut werden sie im „Quartier am Yorckbrunnen“ von Volker Diergardt, einem Wuppertaler, der heute in Berlin zu Hause ist.

Für jede Etage ein Monat Bauzeit

Den Bauverlauf überwacht vor Ort aber Andreas Frentz. „Zweimal am Tag bin ich in der Regel auf der Baustelle“, sagt er. Zwar laufe alles bestens, doch sei auf einer Baustelle halt immer etwas anders als geplant, tauchten Fragen und Probleme auf. Dafür will Frentz da sein, denn schon im September soll möglichst mit dem Innenausbau begonnen werden. Gegenwärtig ist man auf der Baustelle dabei, den Keller einzubringen. Dann müsse man für jede Etage etwa einen Monat Bauzeit einplanen, so Architekt Matthias Wegner. Drei Geschosse plus das Dachgeschoss werden entstehen. In dem Teil mit den 13 Wohnungen soll auch ein Fahrstuhl eingebaut werden. In dem anderen Teil – der Yorckstraße 38a – wird es hingegen keinen Lift geben. Die Bewohner der vier Wohnungen hier werden zu Fuß zu ihren Wohnungen gelangen müssen.

Architekt Matthias Wegner und Projektleiter Andras Frentz auf der Baustelle mitten in Mittenwalde

Architekt Matthias Wegner und Projektleiter Andras Frentz auf der Baustelle mitten in Mittenwalde. Der Keller ist fast fertig. Anfang 2018 soll der Neubau stehen.

Quelle: Andrea Müller

„Es werden zum großen Teil Eigentumswohnungen sein“, erklärt Frentz. Ein Teil der Wohnungen sei zudem bereits als Kapitalanlage verkauft worden und würde dann entsprechend vermietet. Unter anderem hätten Profifußballer aus Berlin hier in Mittenwalde Wohnungen erworben.

Bei manchen Kunden sei man auf deren Extrawünsche eingegangen. So werde ein neuer Eigentümer seinen Parkplatz direkt vor der Wohnung im Erdgeschoss haben, während die anderen ein paar Meter bis zum Parkplatz an der alten Mauer – sie gehört schon zum Nachbargrundstück und steht unter Denkmalschutz – laufen werden müssen.

Schwierige Gründung des Gebäudes

Weil in Mittenwalde so vieles unter Denkmalschutz steht und bei Erdarbeiten auch immer wieder mit archäologisch wertvollen Funden gerechnet werden muss, wurde auch dieser Abschnitt des Baus entsprechend von Fachleuten begleitet. „Hier wurde aber baubegleitend nichts entdeckt“, so Frentz. Besonders diffizil sei die Gründung des Gebäudes gewesen. Allein die Beweissicherung habe viel Zeit und Kraft gekostet. Denn es habe sicher gestellt werden müssen, dass den umliegenden Gebäuden beim Einbringen der über acht Meter langen Stahlträger nichts geschieht. Zum anderen habe es gegolten, bereits vorhandene Schäden wie Risse an diesen Häusern dokumentarisch festzuhalten. Erst dann habe man richtig loslegen können. Allerdings hätte dann der Winter vor der Tür gestanden, in dem es witterungsbedingt über zweieinhalb Monate nicht weiter gehen konnte auf der Baustelle.

Tiefe Einblicke

Tiefe Einblicke: Nach der Gründung und der Schaffung der Baugrube ging es an den Bau des Kellers. Weiter hinten ist der Turm der St. Moritz-Kirche zu sehen.

Quelle: Andrea Müller

Mit der warmen Jahreszeit geht es nun zügig voran an der Ecke in Mittenwaldes Mitte. Viele Jahre lag das Grundstück zuvor brach, auch nachdem es von einem Arzt erworben worden war, der sich aber schließlich doch nicht entschieden hatte, den Flecken Erde für die Stadt zu entwickeln. Mit dem neuen Eigentümer ist dieses Kapitel zu Ende. Schon Anfang 2018 sollen die neuen Bewohner einziehen können. „Alle Wohnungen werden mit hohem Komfort ausgestattet“, erläutert Frentz. Dazu gehörten etwa eine Fußbodenheizung und die Dreifach-Verglasung der Fenster.

So wird neue Ecke einmal aussehen

So wird neue Ecke einmal aussehen. Damit wird in Mittenwalde eine langjährige Lücke in der Bebauung endlich geschlossen.

Quelle: Yorckbrunnen-Quartier

Schon im Jahr 2015 hatten die Stadtverordneten von Mittenwalde dem Projekt zugestimmt. Die Baugenehmigung erfolgte ebenfalls bald darauf. Frentz und Wegner hatten mit computererstellten Zeichnungen verdeutlicht, wie die Ecke an der Yorckstraße einmal aussehen wird. Die Zukunftsmusik von damals wird nun bald Realität sein.

Der Investor wird auch das Haus Yorckstraße 32 weiter entwickeln. Es befindet sich gegenüber des Neubaus. Dort ist die Geschäftsstelle des Yorckbrunnen-Quartiers untergebracht. Doch auch darüber sollen weitere Wohnungen entstehen. Damit mehr Platz zur Verfügung steht, wird das Gebäude um das Dachgeschoss angehoben. Knapp vier Millionen Euro werden investiert.

Von Andrea Müller

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