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Wohnungsbau kommt in Schwung

Königs Wusterhausen Wohnungsbau kommt in Schwung

Der Bauantrag ist eingereicht, sodass voraussichtlich noch in diesem Jahr die Erschließung von zwei der vier neuen Baufelder am Potsdamer Ring in Königs Wusterhausen beginnen kann. Insgesamt will die Wobauge dort und im Schulweg 130 modernen Wohnungen bauen.

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Der Baubeginn für diese beiden Stadthäuser im Königs Wusterhausener Schulweg ist im Frühjahr 2017 geplant.

Quelle: iwb Ingenieure

Königs Wusterhausen. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres konnten in der Stadt Königs Wusterhausen 271 neue Einwohner begrüßt werden. Asylbewerber sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Und der Zuzug wäre sicher noch weitaus größer, wenn ausreichend bezahlbare Wohnungen vorhanden wären. Die Leerstandsquote in den meisten kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen in der Region schwankt um ein Prozent. Wohnungen sind längst wieder Mangelware. Das weiß niemand besser als Rolf Faust, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen (Wobauge). „Aber wir stellen uns dieser Verantwortung und sind dazu jetzt glücklicherweiseweise auch wirtschaftlich in der Lage“, sagt er (siehe Infobox).

Rolf Faust, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen

Rolf Faust, Geschäftsführer der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen.

Quelle: Franziska Mohr

Die Wobauge reichte daher bei der Unteren Bauaufsicht Ende Juni den Bauantrag für das neue Wohngebiet Potsdamer Ring ein. Dort sollen gegenüber dem Funkerberg an der alten B179 zwischen Friedhof und Wohngebiet Am Windmühlenberg in den nächsten Jahren in vier Bauabschnitten 120 neue Wohnungen entstehen. Das kommunale Unternehmen will vor allem die starke Nachfrage nach kleineren Wohnungen befriedigen. Die Planungen sehen daher den Bau von 48 Drei-Raum-Wohnungen, deren Größe zwischen 75 und 80 Quadratmetern schwankt, sowie 72 Zwei-Raum-Wohnungen mit 50 bis 55 Quadratmetern vor. Für die Mitarbeiter des Architekturbüros Zimmermann & Partner in Cottbus ist die Konzeption von Balkonen und Terrassen selbstverständlich. Die Wohnungen im Erdgeschoss werden mit ebenerdigen Duschen ausgestattet. Die künftigen Mieter können zwischen einer offenen und einer geschlossenen Küche wählen. Jede Wohnung verfügt über einen kleinen Abstellraum. 92 Stellplätze sowie ein Spielplatz komplettieren das Wohnensemble.

Hanglage erschwert die Bauarbeiten

Die Erschließungen der ersten beiden Baufelder sowie die notwendigen Freimachungen für das insgesamt 20 000 Quadratmeter umfassende Areal beginnen noch in diesem Jahr. „Das Bauen in diesem Bereich ist allerdings nicht ohne“, sagt der Geschäftsführer und verweist auf die Hanglage und die damit verbundene anspruchsvolle Entwässerung. Gepaart ist dies mit der Waldumwandlung und den notwendigen Ausgleichsmaßnahmen. Faust hofft, dass die ersten Lose für das Projekt noch im Juli europaweit ausgeschrieben werden können. Allein für den ersten Bauabschnitt sind Investitionen von etwa vier Millionen Euro vorgesehen, die im Verhältnis 60:40 über Darlehen und Eigenmittel finanziert werden.

Hintergrund

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen war im Jahr 2003 noch ein Sanierungsfall, so dass 2004 eine entsprechende Konzeption mit neun Gläubigerbanken abgeschlossen werden musste. Der Jahresabschluss 2015 weist für das Unternehmen hingegen einen Überschuss von 1,8 Millionen Euro aus.

Die Eigenkapitalquote stieg von 3,3 Prozent im Jahr 2004 auf aktuell 23,6 Prozent. Der Verschuldungsgrad liegt jetzt bei knapp 3,2 Prozent (2004: 29 Prozent), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen 83 Millionen Euro (2004: 101 Millionen Euro).

Der Leerstand liegt bei einem Prozent (2004: 8,7 Prozent). Zum Bestand des Unternehmens gehören jetzt nach Fusionen 4239 Wohnungen (2004: 3772 Wohnungen).

Die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter beträgt derzeit 5,05 Euro (2004: 4,60 Euro).

Faust ist optimistisch, dass die ersten 30 Mieter ihre Möbelwagen in dem neuen Quartier Potsdamer Ring noch vor Weihnachten 2017 vorfahren lassen können. Dieser Einzugstermin ist auch für die beiden geplanten Stadthäuser im Schulweg/Ecke Gartenweg vorgesehen, in denen 13 attraktive Wohnungen mit gehobenem Komfort gebaut werden. Der Bauantrag wird noch im Sommer gestellt. Auch in diesem Quartier handelt es sich ausschließlich um Zwei- und Drei-Raum-Wohnungen, darunter auch eine sogenannte Maisonettewohnung. Die begrünten Dächer sind der Clou. Nach Angaben des Geschäftsführers werden die Mieten hier mit 9 Euro bis 9,80 Euro Netto-Kaltmiete deutlich über dem sonstigen Mietzins im Unternehmen liegen. „Wir wollen aber auch Familien und Singles mit gehobenen Ansprüchen in der Stadt ein Mietangebot unterbreiten“, sagt Rolf Faust. Es sei nicht der Lebenstraum eines jeden, ein Eigenheim zu bauen und manchmal ginge dies beruflich auch gar nicht.

Von Franziska Mohr

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