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Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

Königs Wusterhausen Wohnungsbau nimmt Fahrt auf

In der Stadt Königs Wusterhausen nimmt nach dem Boom bei Eigenheimen nun auch der mehrgeschossige Wohnungsbau Fahrt auf. Dabei engagieren sich kommunale und genossenschaftliche Unternehmen ebenso wie private Investoren. Dabei läuft auch ein Bauantrag für ein CO2-neutrales Modellquartier mit etwa 180 Wohnungen im Königspark.

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Die Mitarbeiter von Umzugsunternehmen sind derzeit Dauergäste in den „Heinrich-Heine-Höfen“.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Der schon seit Monaten anhaltende Zuzug in die Stadt Königs Wusterhausen ist ungebrochen. Für Mietinteressenten hat dies allerdings eine Kehrseite. Während der Eigenheimbau seit Jahren boomt, werden Mietwohnungen in der Region mehr und mehr zur Mangelware. Umso erfreulicher ist, dass Ralf Kneller vom Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen am gestrigen Mittwoch das letzte der neuen Stadthäuser in den „Heinrich-Heine-Höfen“ mit den insgesamt 51 Wohnungen an die Mieter übergeben konnte. Vor den anderen Stadthäusern fahren in diesen Tagen bereits die Möbelwagen vor, werden Umzugskartons und Schränke in den Liften transportiert. Komplettiert wird die Wohnanlage durch einen 70 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum, der von allen 1700 Mitgliedern der Genossenschaft für Treffs und Freizeitaktivitäten aller Art vom Malen über Schwangerengymnastik bis zum Kennenlern-Frühstück oder gar zur Trauerbewältigung genutzt werden kann. „Wir wollen auf diese Weise die Gemeinschaft unserer Mitglieder stärken“, sagt Kneller.

Die Genossenschaft investierte in diesen Wohnkomplex, der auch über 44 Stellplätze in einer Tiefgarage verfügt, insgesamt 9,7 Millionen Euro. Wer eine der zwischen 62 und 108 Quadratmetern großen Wohnungen erhaschen will, kommt allerdings zu spät. Das Ensemble mit seinen Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen ist bei Kaltmieten von 8,75 Euro schon komplett vermietet.

120 Wohnungen entstehen in Potsdamer Straße

Interessenten können sich aber bereits jetzt für eine der geplanten 120 Wohnungen in der Potsdamer Straße/Potsdamer Ring beim Bauherren, der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft Königs Wusterhausen, vormerken lassen. Die Baufreimachung des über 20000 Quadratmeter großen Areals südlich der Berliner Straße und westlich des Friedhofs beginnt noch im Herbst dieses Jahres. Das neue Quartier wird mit einer Anliegerstraße an die Berliner Straße erschlossen. Dort befinden sich auch die künftigen Parkplätze. Wobauge-Geschäftsführer Rolf Faust geht davon aus, dass die ersten Mieter in diesem Areal im Frühjahr 2018 einziehen können. Vorgesehen ist die Errichtung von acht Mehrfamilienhäusern mit jeweils drei Geschossen, in denen insgesamt 72 Zwei-Raum- und 48 Drei-Raum-Wohnungen vorgesehen sind. Jedes zweite Gebäude erhält zusätzlich ein Staffelgeschoss mit nur einer Wohnung unterm Dach. Den künftigen Mietern eröffnet sich von der Dachterrasse ein wundervoller Blick über die Stadt. Für das Gesamtvorhaben wird aktuell mit Baukosten von etwa 15 Millionen Euro kalkuliert.

Außerdem beginnt die Wobauge im Frühjahr nächsten Jahres im Schulweg mit dem Bau von zwei Stadthäusern mit insgesamt 13 Wohnungen, die einen gehobenen Komfort bieten werden. Auch hier handelt es sich ausschließlich um Zwei- und Dreiraumwohnungen, darunter eine Maisonettewohnung. Als besonderer Clou werden die Dächer begrünt.

Wohnungsgenossenschaft mit neuer Wohnform

Ein halbes Jahr später, im Oktober 2017, startet die Wohnungsgenossenschaft Königs Wusterhausen mit einer von ihr in der Stadt bisher noch nicht angebotenen Wohnform. Sie erwarb jetzt ein 1561 Quadratmeter großes Grundstück direkt neben der Kita „Knirp-senstadt“ in der „Straße am Hockeyplatz“, auf dem sie sechs Reihenhäuser mit Wohnflächen zwischen 90 und 130 Quadratmetern errichten lässt. Letztere können dann vor allem von Familien angemietet werden. Mit der Fertigstellung rechnet Geschäftsführer Kneller im Oktober 2018.

Zahlen und Fakten

Nach dem Bauboom bei Eigenheimen tritt in der Stadt Königs Wusterhausen derzeit der mehrgeschossige Wohnungsbau zunehmend stärker in den Vordergrund.

Insgesamt 280 Bauanträge lagen für die Stadt und ihre Ortsteile bis zum 31. August 2016 im Rathaus vor.

Davon erstreckten sich 107 auf den Bau von Eigenheimen, wobei allein 43 auf Zernsdorf und 26 auf Zeesen entfielen.

Im Vergleichszeitraum 2015 wurden von Januar bis Ende September 333 Bauanträge registriert, 171 betrafen Eigenheime.

Investoren beantragten bis Ende August 2016 den Bau von insgesamt 633 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, während es im Vergleichszeitraum 2015 nur 95 Wohnungen waren.

In der Pipeline steckt derzeit auch ein großes Wohnprojekt im Königspark. Dort will das Berliner Unternehmen Solwo mit seiner Projektgesellschaft Solwo Königspark einen neuen Stadtteil mit Modellcharakter entstehen lassen. Der Bauantrag für sieben mehrgeschossige Häuser mit etwa 182 Wohnungen südlich vom Netto-Markt ist bereits gestellt. Vorgesehen sind auf diesem Areal vor allem drei- bis viergeschossige Gebäude sowie vereinzelt auch Stadtvillen und Townhouses. Das Besondere daran ist, dass unter dem Aspekt des Klimaschutzes alle Gebäude als CO 2-neutrale Green Buildings und sogenannte Energie-Plus-Häuser erbaut werden sollen.

Bebauungsplan für Zernsdorf wird diskutiert

In der Diskussion befindet sich derzeit auch ein Bebauungsplan in Zernsdorf, der unweit der „Wohnanlage am See“ direkt an der Karl-Marx-Straße den Bau von etwa 50 Wohnungen in zweigeschossigen Gebäuden plus Staffelgeschoss vorsieht.

Die erst vor wenigen Wochen von Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) für die Schaffung von preiswertem Wohnraum öffentlich ins Spiel gebrachten Verhandlungen mit der Deutschen Bahn über den Ankauf von Flächen entlang der Bahnlinie haben sich allerdings schon wieder zerschlagen. „Die Deutsche Bahn benötigt die Flächen selbst“, sagte Stadtsprecherin Ursula Schlecht auf MAZ-Anfrage.

Von Franziska Mohr

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