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Wohnungsbaugesellschaft geplant

Schulzendorf Wohnungsbaugesellschaft geplant

Gemeindevertreter aus vier Fraktionen wollen die Voraussetzungen zur Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft in Schulzendorf durch Bürgermeister Markus Mücke prüfen lassen. Darauf haben sich die Fraktionen in der jüngsten Sitzung einmütig verständigt. Bis Januar soll nun die Prüfung erfolgen.

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Joachim Kolberg, Guido Thieke (beide CDU) und Hans-Georg Bäumer (Linke, V. l.)) verfolgen das Vorhaben seit mehreren Monaten.

Quelle: Uta Schmidt

Schulzendorf. 2030 werden mehr als 8200 Einwohner in Schulzendorf leben. Bis dahin wird der Anteil der über 64-Jährigen um 35 Prozent ansteigen. Vor allem für Senioren und Singles ist die Suche nach kleinen, bezahlbaren Mietwohnungen aber schon jetzt nahezu aussichtslos. Das soll anders werden. Am Mittwoch schafften die Gemeindevertreter fraktionsübergreifend und ungewöhnlich einmütig die Voraussetzung für die mögliche Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Der Bürgermeister wurde per Beschluss beauftragt, bis Mitte Januar 2017 die finanziellen und rechtlichen Rahmenbedingungen für ein gemeindeeigenes Wohnungsunternehmen prüfen zu lassen sowie gleichzeitig ein sozialverträgliches Wohnraumkonzept auf den Weg zu bringen. Mit Hilfe einer Studie sollen sowohl der Bestand der Mietwohnungen in der unmittelbaren Region als auch der aktuelle und künftige Bedarf ermittelt sowie Fördertöpfe von Land und Landkreis sowie Kooperationsmöglichkeiten mit Partnern beleuchtet werden.

Andreas Körner, Vorsitzender der Fraktion SPD-Pur-Grüne, nannte die umfangreiche Beschlussvorlage, die nach mehrmonatiger Diskussion in den Fachausschüssen den Gemeinderat mit nur einer Gegenstimme passierte, „einen Kulturwandel“ im Umgang der Fraktionen miteinander. „Die Früchte werden wir aber erst in zehn bis 15 Jahren ernten.“ Der Vorschlag von CDU, Linke und Bürgerbündnis/Freie Wähler wurde in den vergangenen Wochen durch die Forderung nach einem sozialverträglichen Wohnraumkonzept von der Fraktionsgemeinschaft SPD-pur-Grüne ergänzt.

Herausforderungen an die Gemeinde nehmen zu

Aufgabe der neuen Wohnungsbaugesellschaft soll die Planung, Errichtung, Betreibung und Unterhaltung von neu zu errichtenden, zu erwerbenden oder sich bereits im Besitz der Gemeinde befindlichen Wohngebäuden sein, die zur Miete angeboten werden. Bezahlbares Wohnen und ein bedarfsgerechtes Angebot an Mietwohnungen sei, so Bäumer, eine der zentralen Zukunftsfragen für die wachsende Gemeinde. Auch wenn das Interesse privater Investoren an Wohnungsbauvorhaben aktuell groß sei, die Herausforderungen an die Gemeinde für eine sozialverträgliche Wohnungs-, Bau- und damit auch Gemeindeentwicklungspolitik nehme zu.

Die Gemeindevertreter wollen bis ins nächste Jahr alle nötigen Fakten zusammentragen lassen und anschließend ergebnisoffen diskutieren, ob und wie eine kommunale Wohnungsgesellschaft gegründet werden kann. Ein Schlüsselobjekt wird dabei das 4500 Quadratmeter große, gemeindeeigene Grundstück des ehemaligen Rathauses in der Otto-Krien-Straße 26, auf dem neue Wohnungen oder Wohngebäude entstehen könnten. Der Verkaufsbeschluss für das Areal wurde im Zuge der Debatte zur Unterbringung von Flüchtlingen wieder aufgehoben. Dem Wunsch nach Anmietung durch einen Interessenten, der das Gebäude als Studentenwohnheim anbieten möchte, erteilten die Gemeindevertreter jetzt ebenso eine Abfuhr. Auch andere gemeindeeigenen Grundstücke sollen nicht mehr verkauft werden und als Wertanlage in die neue Gesellschaft einfließen.

Von Uta Schmidt

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