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Dahme-Spreewald Wohnzimmer-Charme auf dem Funkerberg
Lokales Dahme-Spreewald Wohnzimmer-Charme auf dem Funkerberg
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16:52 23.08.2015
Alexander Stammer (r.) und Rene Rook von der Band „fläxibel“ machten es sich auf einem Sofa gemütlich. Quelle: Uta Schmidt
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Königs Wusterhausen

Im Licht der untergehenden Abendsonne, unter alten Eichen und bunten Lichterketten verfolgten am Freitagabend hunderte Besucher den Auftakt zum 8. Bergfunk-Open-Air auf dem Funkerberg. „Wir haben in diesem Jahr nicht nur viel Wert auf die Auswahl der Bands gelegt, sondern auch den Details großes Augenmerk geschenkt. Mit Holzdeko, Licht in den Bäumen und ausgefallenen Dingen haben wir eine besonders gemütliche Atmosphäre geschaffen“, sagte Thea Spinola vom Verein „Stubenrausch“. Diese Veränderung zur Vorjahres-Auflage kam beim Publikum gut an. Einen komfortablen Platz auf einem Sofa hatten sich Alexander Stammer und Rene Rook von der Band „fläxibel“ gesichert. „Vor zwei Jahren haben wir mit unserer Band selbst hier gespielt und haben die Atmosphäre genossen. Diesmal sind wir Gäste“, sagte Stammer.

Bergfunk-Fan der ersten Stunde ist Jan Schardin aus Königs Wusterhausen. Er stand auch in diesem Jahr kurz nach dem Einlass um 17 Uhr auf dem Festgelände. „Ich habe seit acht Jahren kein Open-Air verpasst. Nicht nur wegen der tollen Musik, auch weil ich hier immer wieder Freunde treffen kann“, sagte er.

Stammgast Jan Schardin (M.) mit Thea Spinola und Alban Gallus vom Stubenrausch-Verein. Quelle: Uta Schmidt

So war auch in diesem Jahr wieder für jeden Musikgeschmack etwas dabei – von Hip-Hop über Swing bis Rock. „Wir haben für die zwei Festivaltage zwölf Bands aus dem In- und Ausland eingeladen“, sagte der Stubenrausch-Vorsitzende Alban Gallus. Seit 2012 setze der Verein nicht mehr auf große, zugkräftige Namen der Musikszene, sondern auf Bands mit Überraschungseffekt – auch aus der Region. Vielen im Verein ist noch das finanzielle Desaster in Erinnerung, als nach der Veranstaltung 2012 ein Loch von 30 000 Euro in der Vereinskasse klaffte und es großer Anstrengungen und dem Einsatz von Sponsoren bedurfte, die Lücke zu füllen. Seit drei Jahren werden nun kleinere Brötchen gebacken – mit größerem Erfolg.

Bereits zu Veranstaltungsbeginn waren am Freitag 300 Karten verkauft. Dass man beim Bergfunk vor der eindrucksvollen Kulisse des Senderhauses 2 feiern und Bands mit unterschiedlichen Musikstilen hören kann, hat sich inzwischen weit über die Grenzen des Dahmelandes herumgesprochen. 40 Helfer und ein Dutzend Vereinsmitglieder waren am Wochenende im Einsatz, um das Bergfunk-Open-Air zu einer runden Sache werden zu lassen. „Das finanzielle Risiko aber bleibt für uns“, so Gallus. Der Verein hatte diesmal ein Budget von 30 000 Euro, 10 000 Euro steuerte die Stadt als Veranstalter bei.

Von Uta Schmidt

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