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Dahme-Spreewald Woidke spricht über Heimat
Lokales Dahme-Spreewald Woidke spricht über Heimat
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02:20 26.03.2018
Ministerpräsident Dietmar Woidke (r.) eröffnete das Seniorenseminar der TH Wildau im Gespräch mit László Ungvári. Quelle: Karen Grunow
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Wildau

Christa Arlt strahlt, denn das Audimax der Technischen Hochschule Wildau ist gut gefüllt. Noch bevor Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) von seinem Termin in Mittenwalde eintrudelt, strömen immer wieder Menschen Richtung Hörsaal, jede in den Bahnhof einrollende S-Bahn entlässt neue Zuhörer für das von Christa Arlt ehrenamtlich koordinierte Seniorenseminar der TH. Dessen neues Semester wird diesmal anders als gewohnt eröffnet, statt mit einem populärwissenschaftlichen Vortrag kommt Wo­­idke zu einem Gespräch.

Das freundschaftliche „Du“

Die neue TH-Präsidentin Ulrike Tippe wartet vor dem Hörsaalgebäude gemeinsam mit ihrem Vorgänger László Ungvári auf den besonderen Gast. Als dann der schwarze Wagen des Ministerpräsidenten vorrollt, begrüßt sie ihn herzlich als erste. Ungvári und er umarmen sich, sie kennen und schätzen sich seit langem. Deren freundschaftliches „Du“ wird den Nachmittag prägen, denn Ungvári moderiert das Gespräch. „Meine neue Karriere“, sagt der launig als Auftakt. Ganz zum Schluss dann wird er die Zuhörer fragen, was die meinen, ob er sich als Moderator gut eigne? Kräftiger Applaus. Den gibt es natürlich auch immer wieder für Woidke, der nach kurzer Ansprache von Ulrike Tippe denn auch gleich selbst mal kurz ans Rednerpult geht.

Seminar-Termine

Am 6. April spricht Johannes Christian Prittwitz über die historischen Bahnhöfe Berlins.

Am 13. April referiert Dieter B. Herrmann über „Harmonie im Universum – Von Plato bis Einstein“.

Am 20. April stellt Franz-Xaver Wil-denauer Algen als Rohstoff der Zukunft vor.

Am 27. April ist William Hogarth’ „Der Weg des Liderlichen“ Thema.

Info: Die Vorträge beginnen stets um 15 Uhr im Audimax der TH.

„Moderne Heimat Brandenburg – Wie gestalten wir Zukunft in unserem Land?“ ist das Thema des Gespräches, durch das Ungvári souverän führt. Als er 1994 Professor in Wildau wurde, sei Woidke gerade in den Landtag gewählt worden, beginnt er, um bei Woidke nachzubohren, warum er nicht in die Bundespolitik gegangen sei. „Ich fühle mich sauwohl als Ministerpräsident in Brandenburg“, sagt der darauf. Er habe eben lieber enger mit den Menschen zu tun, als das auf Bundesebene möglich sei. „Deshalb ist Brandenburg mein Platz und so wird es auch bleiben.“

Von Seehofer bis Cottbus

Die Stichworte Heimatministerium und Seehofer, aber auch Cottbus keimen auf. Man dürfe den Begriff Heimat nicht den Rechtsextremisten überlassen, sagt Woidke energisch. „Preußen ist ein erfolgreicher Staat geworden durch Zuwanderung“, blickt er in die Historie. Er weiß aber als Lausitzer und früherer Innenminister gut, „dass Cottbus leider immer einen Bodensatz gehabt hat an Rechtsradikalen“. Zur Zeit biete sich dort ein Bild von Brandenburg, „das hier nicht Raum greifen darf“. Und was das Heimatministerium angeht, nun, er habe immer er ein gutes Verhältnis zu Seehofer gehabt.

Der Hörsaal war bei der Auftaktveranstaltung gut besucht. Quelle: Karen Grunow

Nebenbei sickert im Gespräch die Info durch, dass das Land zehn Millionen Euro für ein Studentenwohnheim in Wildau bereitstellen wird. 800 000 Euro, so Woidke, werden für den Planungsprozess schon in diesem Jahr durch den Nachtragshaushalt des Landes gesichert. Von den Studierenden geht es bald zu den Kleinsten, Bildungsgerechtigkeit sei wichtig. Er spricht über den Strukturwandel in der Lausitz, die demografische Entwicklung und sein Bestreben, in den Städten für mehr Barrierefreiheit zu sorgen.

Die Zukunft der ILA

Auch die vielen Besucher des Seniorenseminars haben Fragen. Zum Beispiel zur Zukunft der Luft- und Raumfahrtmesse ILA. „Die ILA bleibt in Brandenburg“, will Woidke etwaige Abwanderungssorgen zerstreuen. Er sehe sie nicht nur als wichtigste Industriemesse, sondern auch als wichtigste Technologie- und Fachkräftemesse. Es geht den Zuhörern auch um die Kontakte zu Russland. Da führt Woidke die TH Wildau an und Ungvári erwähnt, dass er gerade mit der TH-Präsidentin in Sankt Petersburg war, um die Verträge mit der dortigen Partnerhochschule zu erneuern. Inklusion, Mobilität für Radfahrer, Infrastruktur rund um den künftigen BER-Flughafen, Straßenausbaubeiträge – das Gespräch mit Woidke ist von der Themenvielfalt her ein Rundumschlag. Es gibt Applaus und viele zufriedene Gesichter.

Von Karen Grunow

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