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Workshop zur Gestaltung des Bahnhofsareals

Bahnhofsumfeld Königs Wusterhausen Workshop zur Gestaltung des Bahnhofsareals

Die 2014 abgeschlossene Umgestaltung des Bahnhofs Königs Wusterhausen mit dem Personentunnel, der großzügigen Treppe und dem Durchstich ist gelungen. Wie aber wird künftig die Ostseite zur Bahnhofstraße gestaltet? Darüber diskutierten am Mittwochabend Architekten und Stadtplaner erste Studien in einem öffentlichen Werkstattgespräch mit den Bürgern.

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Vom Kreisverkehr betrachtet – Studie zur Gestaltung des Bahnhofsumfeldes mit BASA- und Fahrradhaus neben der Treppe.

Quelle: Agentur Bahnstadt

Königs Wusterhausen. Bei Einwohnern und Gästen findet das bis Ende 2014 umgebaute Ensemble rund um den Bahnhof Königs Wusterhausen mit Personentunnel, Freitreppe, „Durchstich“ zur Ostseite sowie dem neuen Busbahnhof nach wie vor viel Zuspruch. Eine ähnlich gute Resonanz wünscht sich der Geschäftsführer der „Agentur Bahnstadt“, Roland Neumann, auch für die östliche Seite zur Bahnhofstraße. Erste Studien dazu stellte er am Mittwochabend in einem öffentlichen Werkstattgespräch im Rathaus vor, zu dem sich etwa 50 Gäste eingefunden hatten.

„Es sind auch unkonventionelle Ideen gefragt. Wir müssen uns in der Stadt von der Ein-Mann-Pkw-Besetzung verabschieden“, forderte der Königs Wusterhausener Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) gleich zu Beginn die Meinungen der Bürger heraus. 60 Prozent der CO 2-Emissionen in der Stadt werden durch Verkehr, davon die Hälfte durch den Individualverkehr, erzeugt. Ein klimafreundliches Leitbild bestimmt Neumanns Studie. „Ohne eine Erneuerung der Unterführung ist das Bahnhofsumfeld nicht rund“, sagte er und dämpfte damit die Erwartungen all jener, die auf einen baldigen Baubeginn hofften. Vor 2020 aber nimmt die Bahn AG den Tunnel nach Angaben des städtischen Tiefbauchefs Peter Wachholz nicht in Angriff.

Bahnhofsareal soll bis in die Bahnhofstraße gezogen werden

Neumanns Grundidee geht von einer Ausweitung des Bahnhofsvorplatzes aus, der künftig auch das jetzt von der Stadt erworbene BASA-Gebäude der Bahn einbezieht. Das Gesamtareal soll in die Bahnhofstraße hinein bis zur Friedrich-Engels-Straße ein einheitliches Pflaster erhalten. Direkt hinter dem BASA-Gebäude könnte ähnlich wie jetzt in Bernau ein Fahrradhaus mit etwa 600 Stellplätzen plus Zweirad-Service und Café entstehen. Bei den Bushaltestellen wahrt der Architekt den Status quo. Für den Hol- und Bringeservice sind auch künftig Kurzzeitparkplätze direkt vor dem Bahnhofsgebäude vorgesehen. Die Agentur schlägt vor, dass zwei Taxen unweit vom Blumenpavillon direkt an der Maxim-Gorki-Straße Fahrgäste aufnehmen können, während sich die anderen wie jetzt in der Bahnhofstraße aufstellen oder sich andernorts in der Innenstadt in Rufbereitschaft befinden. Die nötige Verkehrssicherheit soll mit einer Bedarfsampel unweit der großen Treppe am Personentunnel gewährleistet werden.

Das Für und Wider der Bürger ließ nicht lange auf sich warten. Allgemein begrüßt wurde, dass das Areal ein Mischgebiet bleibt, in dem die Interessen aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden. In der Gestaltung des Platzes sollten sich die typischen Brandenburger Klinker des Bahnhofsgebäudes wiederfinden. Mehrere Gewerbetreibende forderten, dass die wenigen Parkplätze in der Bahnhofstraße ihren Kunden und nicht den Taxen vorbehalten sein sollten. „Für die Taxen sollte auch die Ostseite betrachtet werden“, meinte Händlerin Barbara Kirschbaum. „Von Visionen entdecke ich nichts. Wie wäre es, wenn der Bahnhofsvorplatz eine unterirdische zweite Etage erhalten würde?“, fragte ein Bürger. Stadtplanerin Kerstin Koffke sagte, dass man dies schon erwogen hat, indem Parkplätze unter dem Radhaus entstehen sollten. Angesichts der kleinen Fläche sei eine so große Lösung aber zu teuer. „Die Stadt benötigt drei Schulen. Da ist es Verschwendung, wenn schon wieder neues Pflaster gekauft wird“, meinte ein Mann. Besucher Siegfried Vorpahl schlug vor, die Bürgerbeteiligung digital in einem von der Stadt eingerichteten Forum fortzusetzen. Auf diese Weise erhielte die Stadt unzählige Anregungen. Koffke bewertete das als „glänzende Idee“ und versprach, es zu prüfen.

Von Franziska Mohr

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