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Würdevolles Gedenken

Halbe Würdevolles Gedenken

Eine würdevolle Einbettung von 71 deutschen Kriegstoten fand am Dienstag auf dem Waldfriedhof in Halbe statt. Bundes-, Landespolitiker, Militärs und zahlreiche Besucher kamen zu der Feierstunde. Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Verteidigung, sprach Worte des Gedenkens.

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Ministerin Ursula von der Leyen am Grab von 37 sowjetischen Zwangsarbeitern, die 1954 aus Teupitz umgebettet wurden.

Halbe. Die Glocke schlug elf mal, am Dienstagvormittag auf dem Waldfriedhof in Halbe. Die Bläsergruppe Friedrich Schönfeld aus Löpten blies das Stück „Ich bete an die Liebe“ von Dimitri Stepanowitsch Bortnjanski. Feierlich war die Stimmung auf der Kriegsgräberstätte. Zahlreiche Gäste waren zur Umbettung von 71 gefallenen deutschen Soldaten durch den Volksbund gekommen. Zum ersten Mal auch Ursula von der Leyen (CDU), die Bundesministerin für Verteidigung. „Ihre Teilnahme ist ein starkes Zeichen für die Verbundenheit von Bundeswehr und Volksbund“, sagte die Volksbund-Generalsekretärin Daniela Schily. Ohne die Unterstützung von Soldaten und Reservisten seien, so Schily, die zahllosen Arbeitseinsätze des Volksbundes nicht möglich. Seit 2007 gibt es gemeinsame Einsätze von Soldaten der Bundeswehr und aus Russland, zu deren Aufgabe die Einbettung zählt.

„Halbe ist eine Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit, eine Brücke der Versöhnung. Halbe ermahnt uns, gemeinsam den Frieden in Europa zu erhalten und in der Welt zu ermöglichen“, sagte Ursula von der Leyen.

Die Superintendentin des Kirchenkreises Zossen-Fläming, Katharina Furian, hielt die Andacht. Sie erinnerte daran, dass in Halbe ein besonderes Werk des Friedens und der Versöhnung getan wird. Urenkel der Toten der ehemals verfeindeten Seiten arbeiten Hand in Hand an den Gräbern ihrer Vorfahren. Besonders in der heutigen Zeit sei Halbe ein Ort der Versöhnung. „Dieser Ort verpflichtet uns, weiter zu beten und zu arbeiten für diesen Frieden, so gut wir können. Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“, sagte Katharina Furian.

Aus Berlin waren Annemarie und Manfred Schulz gekommen. Der Bruder von Manfred Schulz war im September 1941 in Russland gefallen. Über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erhielt er die Auskunft, dass sein Bruder auf die Kriegsgräberstätte Charkow in der Ukraine umgebettet wurde. Da er nie dorthin fahren konnte, war er nun nach Halbe gefahren, um eine Einbettungsfeier zu erleben. „Es war sehr berührend, wie man hier der Toten gedenkt, sowohl mit Worten und auch Musik und sie würdevoll einbettet“, sagte Manfred Schulz.

Von Gerlinde Irmscher

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