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Dahme-Spreewald ZES-Gemeinden planen Mobilitätskonzept
Lokales Dahme-Spreewald ZES-Gemeinden planen Mobilitätskonzept
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00:35 01.06.2018
Wer elektrischfahren will, braucht auch die Infrastruktur dafür: die E-Tankstelle am Bahnhof Königs Wusterhausen.  Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

In Sachen Elektromobilität tut sich etwas in der Region. Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf (ZES) wollen diesbezüglich künftig enger zusammenarbeiten und ein gemeinsames ökologisches Infrastrukturkonzept auf den Weg bringen. Erste Überlegungen dazu hat Heiko Witte von der SPD-Fraktion in Zeuthen kürzlich im Regionalausschuss vorgestellt.

Bereits im März hatten sich Vertreter aller drei Gemeinden zu einem zweitägigen Workshop getroffen. Moderiert wurde das Arbeitstreffen vom Berliner Büro „inno2grid“, einem Gemeinschaftsunternehmen von Schneider Electric und DB Energie, das in Schöneberg das Europäische Energieforum (Euref) mitbetreibt. Der sogenannte Euref-Campus versteht sich als Symbol der Energiewende in Deutschland und ist Standort für Unternehmen aus den Bereichen Energie, Nachhaltigkeit und Mobilität.

Ungenutzte Leasing-Wagen in Zeuthen

Zum Hintergrund: Das Thema Mobilität und Umweltverträglichkeit wurde zuletzt vor allem in der Gemeindevertretung von Zeuthen diskutiert, als es dort um den kommunalen Fuhrpark ging. Die Verwaltung hält für ihre Mitarbeiter Leasing-Wagen vor. „Aber am Wochenende stehen die Pkw häufig ungenutzt rum“, erläuterte Heiko Witte. In diesem Zusammenhang sei die Idee aufgekommen, die Flotte auf Elektrofahrzeuge umzustellen und dabei auch den Bauhof samt Multicars einzubeziehen.

Die E-Tankstelle vorm Rewe-Markt in Zeuthen. Quelle: Nadine Pensold

Im ZES-Gebiet fehlt dafür bislang allerdings die Infrastruktur. Lediglich am Rewe-Markt in der Goethestraße steht eine Stromzapfsäule. In Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf schaut man daher auch auf die weiter südlich gelegenen Nachbarn. Unter anderen am Bahnhof in Königs Wusterhausen findet sich eine Stromtankstelle der Edis, die mithilfe der inno2grid-Berater aus Berlin realisiert wurde. Weitere Zapfsäulen für E-Fahrzeuge gibt es am A10-Center Wildau und in Bestensee.

Insgesamt drei Themenschwerpunkte haben die Teilnehmer des Workshops herausgearbeitet: Zur Diskussion stehen die Errichtung eines kommunalen Fuhrparks und Bürger-Carsharing. „Darunter verstehen wir das Teilen von E-Autos zwischen kommunaler Verwaltung, örtlich ansässigen Betrieben und der Öffentlichkeit“, sagte Marina Scholz von den Linken aus Zeuthen, die beim Workshop im März mit am Tisch saß. Ein weiterer Komplex befasst sich mit dem Aufbau einer Fahrradinfrastruktur und einem Pedelec-System im ZES-Gebiet.

Weniger Emissionen

Um Emissionen künftig niedrig zu halten, soll die Region fahrradfreundlicher werden. Angedacht sind etwa Verleihangebote von E-Bikes und „Pedal Electric Cycles“, kurz Pedelecs. Zudem sollen sichere Abstellmöglichkeiten geschaffen werden. Lokale Fahrradhändler könnten die Wartung und technische Unterstützung für die Leihräder übernehmen, so die Idee. Auch über einen elektrisch betriebenen Rundbus, der als Ergänzung zum vorhandenen öffentlichen Personennahverkehr alle drei Gemeinden anfährt, wird nachgedacht.

„Wir halten das Infrastrukturkonzept für eine wichtige Zukunftsaufgabe, die langfristige Auswirkungen für unsere Kommunen haben wird und wollen uns daher nach Kräften an der Ausarbeitung und Realisierung beteiligen“, kündigte Marina Scholz an. Heiko Witte bat die Vertreter aus Eichwalde und Schulzendorf, die Überlegungen zu diskutieren und mit Blick auf die Haushaltsplanungen im Herbst entsprechende Anträge für Fördermittel an die jeweiligen Verwaltungen zu stellen. Eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe will solange weiter an einem Mobilitätskonzept für ZES arbeiten.

Von Josefine Sack

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