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Dahme-Spreewald Zeesener Hundesportverein wird 50.
Lokales Dahme-Spreewald Zeesener Hundesportverein wird 50.
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11:40 02.06.2016
Peter Neumann mit seinem Riesenschnauzer Arko auf dem Übungsgelände des Hundesportvereins Zeesen. Quelle: Andrea Müller
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Zeesen

Der Sportverein Schutz- und Gebrauchshunde Zeesen besteht nunmehr 50 Jahre. Drei von der „alten Garde“ sind bis heute dabei: Das sind der Vereinsvorsitzende Manfred Neuhaus – er ist seit 40 Jahren der Chef – sowie Peter Neumann und Karl Wenk.

Angefangen hatte alles im Mai 1966 mit sechs Leuten, die nicht nur Spaß mit ihren Hunden haben wollten, sondern auch eine Ausbildung der Tiere sowie Geselligkeit. Da war zuerst der Bahnwagen, der den Hundesportfreunden zunächst als Quartier diente. „Hier fanden auch unsere Versammlungen statt“, berichtet Neuhaus. In jener Zeit habe man die Hunde draußen im Wald anbinden müssen.

Bau des Vereinshauses dank „Vitamin B“

Über „Vitamin B“ – das stand in DDR-Zeiten für Beziehungen, die man brauchte, um zum Beispiel an Baumaterial zu kommen – wurden später über die Grenzpolizei Steine besorgt. Der Bau des Vereinshauses begann. „Fast jeden Stein haben wir buchstäblich mit dem Fahrrad auf dem Gepäckträger heran bugsiert“, beschreibt der langjährige Vereinsvorsitzende den schweren Anfang. Wenn sie Glück hatten, hätten sie ab und zu einen Pferdewagen nutzen können. Ähnlich lief es mit den Hundezwingern. Über den volkseigenen Betrieb „Heinrich Rau“ in Wildau wurde das Material besorgt und Gitter für Gitter geschweißt. Mit Augenzwinkern kommentiert dies Neuhaus mit dem Satz: „Schon Honecker hat gesagt, aus den Betrieben ist viel mehr heraus zu holen.“ Tja, fügt er hinzu, so sei das eben im Arbeiter- und Bauernstaat gelaufen.

Der Hundesportverein Zeesen feiert im Mai seinen 50. Geburtstag. Quelle: Andrea Müller

Improvisieren musste der Verein auch beim Strom, den es auf dem Gelände gleich hinter der Bahnschranke nicht gab. Aber es war ein Trafo auf der anderen Seite der Straße vorhanden. Über das Kraftwerk Hennigsdorf habe man dann einen Niederspannungs-Trafo organisiert und von der Station ein Kabel zur eigenen kleinen Stromstation gelegt. Ähnlich lief es mit dem Wasseranschluss. Der Wald, der das Gelände umsäumt, ist ebenfalls das Werk der Vereinsleute. 4000 Kiefern haben sie gepflanzt.

Nachwuchsmangel im Zeesener Verein

Doch die Zeiten haben sich geändert. Zwar gibt es jetzt ein komfortables Vereinshaus, Toiletten, eine Terrasse und reichlich Gelände für die Hunde zum Trainieren. Doch die Zwinger stehen leer. In seinen besten Jahren hatte der Verein über 40 Mitglieder. Heute sind es 25; Tendenz fallend. „Uns fehlt der Nachwuchs“, klagt Neumann, der aber seine Enkelin für den Sport begeistern konnte. Dabei, so meinen die beiden Männer, würde es manchem Hundehalter und dessen Vierbeiner gut tun, sein Tier hier ausbilden zu lassen. „Wenn der Hund nicht hört, liegt das Problem am anderen Ende der Leine“, sagt Neuhaus.

Wer beim Hundesportverein mitmachen möchte, kann einfach kommen. Trainiert wird dienstags und samstags von 14 bis 18 Uhr. Vor­aussetzung ist, dass der Hund geimpft und versichert ist. Ambitionierte können mit ihren Vierbeinern verschiedene Prüfungen absolvieren. Auch der Hundehalter selbst sollte eine Prüfung bestehen, um das Allgemeinwissen rund um seinen Vierbeiner unter Beweis zu stellen.

Von Andrea Müller

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