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Zehn Pensionen für Vierbeiner in der Region

Zum Tag des Hundes Zehn Pensionen für Vierbeiner in der Region

Rund 26 000 Hunde leben in der Region Dahmeland-Fläming, das sind im Schnitt zehn Hunde auf 100 Einwohner. Ein Teil von ihnen wird zumindest gelegentlich in Hundepensionen untergebracht. Etwa zehn davon gibt es in der Region. Die Standards sind unterschiedlich, der Grundgedanke immer gleich.

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Christian und Antje Preiss mit ihren Vierbeinern in der Hundepension.

Quelle: Melanie Höhn

Heidesee. Der vierjährige Foxterrier Adi räkelt sich auf dem Hocker im Wohnzimmer von Antje Preiss in Blossin, man könnte denken, er wohnt hier schon seit Jahren. Doch Adi ist in Berlin zu Hause und seine Besitzer verbringen ihren Urlaub in der Dominikanischen Republik. Sie haben ihren Hund für diese Zeit abgegeben – in einer Hundepension.

Solche Hundepensionen sind seit Jahren ein offenbar einträgliches Geschäft, was angesichts der Beliebtheit von Hunden kein Wunder ist. Rund 26 000 Hunde leben in der Region Dahmeland-Fläming, im Schnitt kommen damit zehn Hunde auf 100 Einwohner. Und nicht jeder Besitzer versagt sich weite Urlaubsreisen, nur weil er seinen haarigen Liebling nicht mit ins Hotel nehmen darf. Die Tiere werden stattdessen für zehn bis 20 Euro pro Tag bei vertrauenswürdigen Menschen abgegeben: in Hundehotels oder Hundepensionen. Etwa zehn davon gibt es in der Region. Die Standards sind unterschiedlich, der Grundgedanke immer gleich.

Tiere bewegen sich tagüber frei

Antje Preis wird sich in ihrer Hundepension am Wolziger See zweieinhalb Wochen um Adi kümmern. Sie geht mit ihm spazieren oder lässt ihn im Garten herumtollen. In manchen Hundepensionen sind die Tiere in Zwingern untergebracht, bei ihr nicht. Tagsüber bewegen sich die Tiere frei im Haus und auf dem Auslaufgelände, nachts schlafen sie in Körbchen. Neben Adi befinden sich derzeit noch fünf weitere Hunde in Obhut der Pension, darunter der Labradudel Barney und der Fundhund Oscar, die unzertrennlich scheinen. „Bei den beiden wusste ich auf Anhieb, dass sie gut miteinander können,“ sagt Antje Preiss.

Pensionen profitieren von Berlin-Nähe

Die Pensionen aus der Region profitieren von ihrer Berlinnähe. Auch Antje Preiss zählt viele Stadt- und Wohnungshunde aus dem Berliner Raum zu ihren Gästen. Die Leute bringen ihre Tiere vorbei, wenn sie zur Kur fahren, erzählt sie, oder wenn sie sich krankheitsbedingt nicht um den Hund kümmern können. Manche der Vierbeiner kommen auch mehrmals in der Woche. Ein Feuerwehrmann bringe seinen Hund immer, wenn ein 24-Stunden-Dienst ansteht. „Und ein Außendienstmitarbeiter gibt seinen Vierbeiner jeden Morgen bei mir ab“, sagt sie. Das Futter bringen die Herrchen mit, so müssen sich die Hunde nicht umstellen.

Die Gründungsgeschichten der Hundepensionen sind denkbar unterschiedlich. Manche sind an Hundeschulen oder Tiergeschäfte angegliedert, Josef’s Tierpension in Ludwigsfelde etwa wurde aus einem Zuchtbetrieb für Schäferhunde heraus gegründet, wieder andere sind aus privaten Tierheimen hervorgegangen. Antje Preiss ist gelernte Tierpflegerin, sie hat ein Studium in Tierpflege, -haltung, -zucht und -fütterung abgeschlossen, aber zwischenzeitlich hatte sie lange nichts mit Hunden zu tun. Sie habe als kaufmännische Angestellte im Tourismus gearbeitet. Aber vor drei Jahren wollte sie eine Veränderung. Sie sehnte sich nach der Arbeit mit Tieren, zog aufs Land und gründete die Hundepension. Seither hat sie sich einen Stamm von 300 Kunden aufgebaut – und deren Vierbeinern.

Nicht alle Tiere sind für die Betreuung in der Pension geeignet

Immer dabei ist ihr eigener Hund, ein Bearded-Collie-Mix namens Chopper: „Er ist der Boss, auch wenn immer wieder andere Hunde im Haus sind. Man merkt, dass die anderen Tiere Respekt vor ihm haben“, sagt sie, und streichelt ihm über den Kopf. Die Arbeit mit Tieren mache ihr viel Spaß. „Ein Hund ist immer gut gelaunt, ehrlich und unkompliziert.“

Doch nicht jeder Vierbeiner ist für eine Betreuung in der Hundepension geeignet: Wenn ein neues Tier kommt, testet Antje Preiss aus, ob der Hund in der Gruppe funktioniert und wie aggressiv er ist. Wenn er die Tests bestanden hat und einmal betreut wurde, darf er aber immer wiederkommen – und die meisten werden tatsächlich zu Stammgästen. „Unsere Kunden wollen eine persönliche Betreuung, und das ist in so einer Tierpension möglich“, sagt die Chefin.

Auf Facebook können die Besitzer ihre Lieblinge beobachten

Natürlich vermissen die Kunden ihre Tiere trotzdem. Antje Preiss hat sich deshalb einen Service ausgedacht: Sie postet regelmäßig Fotos auf Facebook. „So wissen die Halter, dass es ihren Hunden gut geht.“ Aus Dankbarkeit bringen viele der Kunden von ihren Reisen Geschenke mit für Antje Preiss. Das sei „eine nette Wertschätzung“, sagt sie.

Eine Wertschätzung ist auch die Nachfrage. Die Hundepension am Wolziger See ist für den Rest des Jahres nahezu komplett ausgebucht. Vor allem in den Ferien oder über Weihnachten und Silvester ist die Nachfrage sehr hoch. Auf Hunde aufzupassen ist ein Vollzeitjob für Antje Preiss.

Von Melanie Höhn

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