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Zerreißprobe bei „Wir für KW“

Königs Wusterhausen Zerreißprobe bei „Wir für KW“

Im Verein Wir für KW tobt offenbar ein so heftiger Streit, das Vorsitzender Michael Reimann mit dem Austritt droht. Er und Gründungsmitglied Frithjof von Rottkay schrieben eine Brandbrief an die Mitglieder. Auslöser ist die Frage, ob der Verein zur Wahl im kommenden Jahr einen Bürgermeister-Kandidaten aufstellen soll.

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Vereinsvorsitzender Michael Reimann.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Der Vorsitzende des Vereins „Wir für KW“, Michael Reimann, und Gründungsmitglied Frihtjof von Rottkay haben ihren Austritt angekündigt. In einem internen Schreiben an die Mitglieder stellen sie ein Ultimatum. „Wenn nicht in den nächsten Tagen eine Veränderung des Vereinslebens stattfindet und Personen den Verein verlassen, werden wir unsere Konsequenzen ziehen“, heißt es darin.

Gründungsmitglied Frithjof von Rottlkay will den Verein ebenfalls verlassen – wenn  andere Mitglieder nicht gehen

Gründungsmitglied Frithjof von Rottlkay will den Verein ebenfalls verlassen – wenn andere Mitglieder nicht gehen.

Quelle: Franziska Mohr

Reimann und von Rottkay gehen mit Wir für KW hart ins Gericht. Seit mehr als einem halben Jahr beschäftige sich der Verein „mit allem Anderen als dem politischen Geschehen“ in Königs Wusterhausen. „Ein persönlicher Kreuzzug verhindert eine sachorientierte, inhaltliche Arbeit.“ Namen werden nicht genannt, allerdings lähmen nach Ansicht der Autoren die Querelen die Arbeit des Vereins so sehr, dass er praktisch nicht mehr handlungsfähig sei. „Wir sind zur Zeit nicht in der Lage, unsere Wahlversprechen zu erfüllen.“

Egoistischer Stil im Verein

Reimann und von Rottkay beschreiben ein Klima, in dem Unterstellungen, Diffamierungen „und leider immer wieder das Verbiegen der Wahrheit“ auf der Tagesordnung stünden. Die Arbeit des Vereins und des Vorstands würden „von einigen Mitgliedern“ in Frage gestellt, persönliche Interessen über die Vereinsinteressen gestellt. „Wir sind nicht bereit, diesen egoistischen Stil weiter zu tragen“, schreiben Reimann und von Rottkay. Sie plädieren zugleich dafür, zur sachlichen Arbeit zurückzukehren, die Wir für KW wieder erfolgreich zu machen.

Ambitionen eines Mitglieds

Frithjof von Rottkay wollte sich gestern auf MAZ-Anfrage nicht zu dem Schreiben äußern. Michael Reimann nannte als Grund für die internen Streit die „Ambitionen eines Mitglieds“, bei der Wahl im kommenden Jahr als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Die Mitglieder des Vereins hätten sich aber mehrheitlich dagegen ausgesprochen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen.

Plattform für Informationsaustausch

Der Verein Wir für KW wurde im März 2015 gegründet, er hat drei Sitze in der Stadtverordnetenversammlung, ein Mandat im Kreistag. Wir für KW versteht sich als „Plattform zum Informationsaustausch“ in der Stadt und in den Ortsteilen, der Verein will sich „unabhängig und transparent“ in der Kommunalpolitik engagieren, wie es auf seiner Internetseite heißt.

Von Frank Pawlowski

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