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Dahme-Spreewald Zeuthen eröffnet Kita in Eichwalde
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen eröffnet Kita in Eichwalde
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00:33 12.10.2015
Flur wie Räume sind bereits frisch gemalert und fertig. Quelle: Andrea Müller
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Zeuthen

Die Gemeindevertretung von Zeuthen entschied am Mittwochabend, in Eichwalde Räume für die Betreuung von Kindern im Vorschulalter anzumieten. 75 Mädchen und Jungen könnten spätestens ab 1. Januar 2016 in der Tschaikowskistraße 10 in die Kita gehen.

Die Räume gehören der Arbeiterwohlfahrt (Awo). Wie Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) vor der Beschlussabstimmung ausführte, bereite die Awo gegenwärtig die Räume für diese Aufgabe vor. Dort waren vor Jahren schon einmal Kinder betreut worden. Dann lag das Objekt lange brach. Um es wieder herrichten zu lassen, hat die Gemeinde Zeuthen bereits im Juli einen Vorvertrag mit der Awo abgeschlossen und im Rahmen dieses Vertrages 21 500 Euro bezahlt. Der Vorvertrag endet zum Ende des laufenden Monats. Deswegen war es jetzt höchste Eisenbahn, dass sich die Gemeindevertreter entschieden, ob sie die Räume in Eichwalde nun für zwei Jahre – mit der Option auf zwölf Monate Verlängerung – anmieten wollen oder nicht.

Um den Abgeordneten die Entscheidung zu erleichtern, hatte die Verwaltung eine Zahlentabelle vorbereitet, die erst unmittelbar zum Tagesordnungspunkt verteilt wurde. Sie sorgte allerdings eher für Verwirrung, so dass sowohl Burgschweiger als auch Regina Wilke, Amtsleiterin für Kinder, Schule und Soziales, mit Fragen und Rechenaufgaben förmlich „bombardiert“ wurden.

Unschlüssig war für Nadine Selch (CDU), ob tatsächlich zum jetzigen Zeitpunkt 47 Plätze unbedingt gebraucht werden. Sie erkundigte sich auch, warum die Gemeinde nach Beendigung des Mietvertrages mit der Awo Rückbaukosten zahlen soll, obwohl doch bekannt sei, dass das Gebäude anschließend abgerissen wird. Karin Sachwitz (Bürger für Zeuthen) war nicht verständlich, warum Zeuthen die Herrichtung der Räume bezahlt. „Bei einer Begehung war klar gesagt worden, dass Fenster und Heizkörper von der Awo repariert werden“, meinte sie. „Die Zahlenwerte sind nicht schlüssig“, sagte Holger Hemke (CDU). Jonas Reif (Grüne) war der Meinung, dass die Angelegenheit wieder einmal nicht ganz optimal gelaufen sei. Da zu Beginn der Anmietung abzusehen sei, dass nicht gleich alle 75 Plätze von Zeuthener Kindern in Anspruch genommen werden, wollte er auch wissen, ob die Möglichkeit besteht, dass Eichwalder Kinder die Einrichtung in der Tschaikowskistraße besuchen. „Selbstverständlich“, entgegnete Burgschweiger. Beate Tetzlaff (SPD) sah keine Alternative, als die Räume der Awo anzumieten. Michael Wolter (CDU) hätte vor der Abstimmung gern den Mietvertrag eingesehen. „Wir reden doch hier über viel Geld“, lautete seine Meinung.

Unterm Strich wird die Gemeinde Zeuthen dafür – inklusive des Vorvertrages – etwas mehr als eine halbe Million Euro bezahlen müssen. Die Nettomietkosten belaufen sich pro Monat auf 6000 Euro. Dazu kommen noch einmal 1100 Euro für Betriebskosten. Die jährliche Miete beträgt also 72 000 Euro plus Betriebskosten von noch einmal 13 200 Euro. Seitens der Verwaltung wurde darauf hingewiesen, dass die Inbetriebnahme der Kita von der Baugenehmigung des Landkreises Dahme-Spreewald und der Erteilung der Betriebserlaubnis durch das Land Brandenburg abhängig ist. Beide Verfahren laufen gegenwärtig.

Bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen wurde schließlich mit großer Mehrheit die Anmietung der Räume beschlossen.

Von Andrea Müller

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