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Dahme-Spreewald Zeuthen kämpft gegen illegale Entsorgung
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen kämpft gegen illegale Entsorgung
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04:25 26.07.2016
Dreimal in der Woche räumt Bauhofmitarbeiterin Gundula Zwahr in der Gemeinde auf. Quelle: Josefine Sack
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Zeuthen

Am schlimmsten ist es nach dem Wochenende. An manchen Montagmorgen sieht es auf dem Siegertplatz in Zeuthen aus wie auf einem Schlachtfeld. Der Müll quillt aus den Eimern, im besten Fall stehen die Glasflaschen daneben. Meistens liegen sie quer verteilt über die ganze Wiese, zwischen Chipstüten, Pizzakartons und anderem Unrat – Partymüll. Denn der Siegertplatz ist einer der wenigen öffentlichen Plätze der Gemeinde, der direkt am Wasser liegt, und ein beliebter Treffpunkt, nicht nur bei Jugendlichen.

Am Siegertplatz ist die Situation oft am schlimmsten. Quelle: Gemeinde Zeuthen

Nach der Sause heißt es aufräumen. Allerdings nicht für diejenigen, die hier bei Bier und Chips den Sonnenuntergang genossen haben, die lassen ihren Abfall oft einfach liegen. Für Ordnung am nächsten Morgen sorgen die Mitarbeiter des Bauhofs der Gemeinde. Dreimal in der Woche kontrolliert Gundula Zwahr alle öffentlichen Plätze, leert die Mülleimer und säubert den Rasen. Bis zu einer Dreiviertelstunde benötigt sie dafür allein am Siegertplatz. Und es gibt noch mehr Dreckecken in Zeuthen.

Gundula Zwahr ist die einzgie Frau im Bauhof-Team

Ihre Tour beginnt die 62-Jährige in einem Waldstück unweit der Gleise. Unbekannte haben hier, mitten in der Natur, illegal Säcke mit Laub abgeladen. Zwahr lädt sie auf die Ladefläche ihres Multicars und bringt sie zur nächstgelegenen Sammelstation des Bauhofs in der Alten Poststraße. Zwahr kam 1998 im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Arbeitsagentur zum kommunalen Bauhof. 2001 wurde sie übernommen. Heute ist sie die einzige Frau im zehnköpfigen Team um Bauhofleiter Reiner Schachtschneider. Die gemeindliche Fläche, die die Mitarbeiter pflegen, umfasst an die 15 Hektar. Außer Müll sammeln, mähen sie Rasen, schneiden Bäume, übernehmen kleinere Reparaturen an Gehwegen und Straßen, im Winter schippen sie Schnee.

Auch wenn Zwahr während ihrer Müllrunden hin und wieder darüber staunt, wie sorglos manche Zeuthener doch in Sachen Naturschutz sind, die Arbeit macht ihr Spaß: „Der Job ist abwechslungsreich und man ist immer an der frischen Luft.“ 30 bis 35 Kilometer legt sie pro Fahrt zurück, einmal quer durch Zeuthen. 70 Papierkörbe leert sie auf ihrer Tour. Insgesamt sammelt sie 7,5 Kubikmeter Abfall im Monat ein.

Sommerzeit ist Müll-Zeit

Besonders viel kommt im Sommer zusammen, wenn die Leute viel Zeit im Freien verbringen. „Drei Wochen lang haben wir zusätzlich Müllsäcke an den Papierkörben angebracht, aber die Hälfte lag trotzdem daneben“, sagt Zwahr. Vor allem aber ärgert sie, dass die Leute immer wieder ihren Hausmüll entsorgen. Von madigem Fleisch über Beton, der auf mehrere Körbe in der ganzen Gemeinde verteilt worden war, bis hin zu vollen Erwachsenenwindeln. Hinzu kommen am Straßenrand abgeladene Waschbecken, Möbel oder Verpackungen. Es gibt fast nichts, das Zwahr nicht schon aus dem Müll fischte. „Die Leute sind unvernünftig, dabei hat jeder eine Mülltonne zu Hause“, sagt sie.

Doch nicht alle Zeuthener gehen so sorglos mit ihrer Umwelt um: Zum Umwelttag der Gemeinde packten im Frühjahr 140 Einwohner mit an und räumten auf, was in den Wäldern abgeladen wurde. Insgesamt kamen an dem Tag 20 Kubikmeter Müll zusammen.

Von Josefine Sack

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