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Zeuthen leistet sich vier Dienstwagen

Kritik an hohen Kosten Zeuthen leistet sich vier Dienstwagen

In Zeuthen kann die Verwaltung auf vier Dienstwagen zurückgreifen. Ein SPD-Politiker findet das zuviel und beschwerte sich. Ein erster Versuch scheiterte. Jetzt stieß er mit seiner Kritik auf offene Ohren. Die Autos bleiben, aber die Kosten sollen gesenkt werden.

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Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger zieht das Dienstrad dem Dienstwagen vor.

Quelle: Privat

Zeuthen. Vier Dienstwagen für die 43 Mitarbeiter der Zeuthener Verwaltung hält SPD-Fraktions chef Wolfgang Laute für zu viel. Und tatsächlich: Nach MAZ-Recherchen sind weder in Eichwalde, noch in Schulzendorf oder Wildau so viele Dienst-Pkw für das Rathaus unterwegs. Noch vor zehn Monaten scheiterte Laute mit seinem Vorstoß drei der vier Dienstwagen abzuschaffen, jetzt unternahm er im Gemeindeparlament einen zweiten Versuch. Und das mit Erfolg. Die Autos bleiben zwar, aber die Kosten sollen reduziert werden.

Einst wurde sein Antrag als Eingriff in die Amtshoheit der Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) bewertet. Daher forderte der Fraktionschef jetzt, dass die Abgeordneten die Bürgermeisterin beauftragen, die Kosten für die Dienst-Pkw der Rathaus-Mitarbeiter in den nächsten beiden Jahren um insgesamt 25 Prozent zu senken. „Es kann nicht sein, dass uns im Ort die Gelder für den Ausbau der Infrastruktur fehlen, wir uns aber mehr Dienstwagen als nötig leisten“, betont Laute.

Zumal die Fahrzeuge monatlich jeweils nur etwa 300 Kilometer unterwegs seien. Der CDU-Abgeordnete Michael Wolter bewertete den Antrag „als löblich“ und regte an, auch nach umweltfreundlichen Alternativen wie Elektroautos zu suchen. Auch die Bürgermeisterin begrüßte den Antrag. Sie betonte, dass eine ihrer ersten Amtshandlungen im Jahr 2010 darin bestanden hätte, den bis dato alleinigen Dienstwagen des Bürgermeisters abzuschaffen. Sie bevorzuge ohnehin das Fahrrad. Zum Fuhrpark der Gemeinde gehören daher neben einem VW-Passat, zwei Polos, und einem Twingo auch zwei Dienst-Fahrräder.

In Schulzendorf unterhält die Gemeinde für ihre 35 Bediensteten lediglich ein Dienstfahrzeug – ein Renault Scenic und zwei Dienst-Fahrräder. Auf dem Tacho des Scenic erscheinen nach Angaben von Bereichsleiterin Irma Klausch jährlich nur etwa 12.500 Kilometer.

Auch in Eichwalde leistet sich die Gemeinde mit ihren knapp 40 Mitarbeitern nur einen kleinen Toyota Yaris, mit dem auch der Bürgermeister unterwegs ist. In Wildau hingegen stehen den Mitarbeitern ein Polo und ein VW-Caddy zur Verfügung. Außerdem unterhält die Stadt Hauptamtsleiter Hartmut Schliemann zufolge noch einen Toyota Avensis, der fast ausschließlich dem Bürgermeister vorbehalten ist. Einen Dienst-Golf für das Gemeindeoberhaupt leistet sich auch Bestensee. Außerdem können die dortigen 25 Mitarbeiter zwei Polos nutzen. Die Stadt Mittenwalde mit ihren sieben Ortsteilen unterhält insgesamt drei Dienstautos der Modelle Vectra, Combo sowie einen Golf.

Von Franziska Mohr

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Arbeitnehmer sollten ein pauschales Nutzungsentgelt für den Dienstwagen im Arbeitsvertrag vereinbaren.

Wer ein Dienstfahrzeug privat nutzt, muss geldwerten Vorteil versteuern. Die Höhe ist davon abhängig, ob der sich Mitarbeiter an den Kosten für das Fahrzeug pauschal beteiligt oder einzelne Kosten, wie die Verischerung, übernimmt.

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