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Dahme-Spreewald Zeuthen wartet gespannt auf Flüchtlinge
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen wartet gespannt auf Flüchtlinge
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11:06 11.06.2015
Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) sprach zu den Gästen der ersten Asyl-Informationsveranstaltung in Zeuthen. Quelle: Andrea Müller
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Zeuthen

Hunderte Zeuthener Bürger waren am Montagabend der Einladung von Gemeinde und Landkreis ins Desy-Institut gefolgt, wo die erste Informationsveranstaltung zum Thema Flüchtlinge und Asylsuchende in ihrem Ort stattfand. Die Veranstaltung begann mit einem Paukenschlag, denn Christian Stegmann, Chef von Desy (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Zeuthen ergriff das Wort. „In unserem Institut arbeiten Gastwissenschaftler aus der ganzen Welt. Wir haben die moralische Verpflichtung, dass Zeuthen auch weiter gastfreundlich und weltoffen bleibt“, sagte er und erhielt genauso wie sein Kollege Thomas Naumann, Sohn Friedrich Wolfs, Applaus.

Anders als in vergleichbaren Veranstaltungen im Landkreis Dahme-Spreewald machten die Bürger schnell klar: Wir wollen Flüchtlinge aufnehmen und wir wollen helfen, sie in unsere Gemeinschaft zu integrieren.

Marcel Drillisch vom Landkreis machte dennoch erst einmal die Gesamtlage klar. „In unserem Landkreis müssen in diesem Jahr 964 Personen untergebracht werden“, sagte er. Die Tendenzen ließen ahnen, dass der Bund die Zahlen weiter nachjustieren werde. Momentan verfüge der Kreis noch über ausreichend Unterbringungsmöglichkeiten. Erst ab dem vierten Quartal könne es eng werden. Drillisch betonte auch, dass Zeuthen noch nicht konkret in die Planungen zur Flüchtlingsaufnahme im Kreis einbezogen sei.

Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) erklärte, dass Zeuthens Gemeindevertreter bereits beschlossen hätten, kommunale Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. „Jede vierte frei werdende Wohnung wird geprüft, ob sie für Asylsuchende geeignet ist“, sagte sie. Gleichzeitig rief sie die Bewohner auf, sich mit Ideen und Engagement daran zu beteiligen, dass die Menschen in Not nicht nur ein Dach über dem Kopf erhalten, sondern eine neue Heimat.

Felix Kerschgens aus Miersdorf sieht kein Problem für Zeuthen, Flüchtlinge willkommen zu heißen. Quelle: Andrea Müller

Das brauchte die Gemeinde-Chefin nicht zweimal zu sagen. Felix Kerschgens aus Miersdorf fragte, worin eigentlich das Problem bestehe, wenn 10 000 Zeuthener Einwohner 34 Flüchtlinge aufnehmen. Er wollte ganz konkret wissen, wo Hilfe gebraucht wird und wo man sich melden kann. Antje Margraf erkundigte sich, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, wenn man privaten Wohnraum an Flüchtlinge vermieten möchte. Horst Wenzler schlug eine Art Kontaktbörse vor, um Zeuthener und Flüchtlinge schnell und unkompliziert zusammen zu bringen. Ursula Wolk sprach davon, selbst als Kind Ausgebombter aufgenommen worden zu sein. Sie würde eine Begegnungsstätte gut finden. Ursula Engel regte einen Patenklub an.

Landrat Stephan Loge (SPD) zeigte sich überrascht von der positiven Stimmung in Zeuthen, wohin er wegen einer anderen Veranstaltung in Potsdam später gekommen war. „Woanders konnte man schon Angst um Leib und Seele haben“, sagte er. Im Anschluss trugen sich viele Bewohner in Listen ein. Damit signalisierten sie ihre Bereitschaft zur Mithilfe.

Von Andrea Müller

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