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Zeuthen Italien ganz nah: Start-up aus Zeuthen vermittelt nachhaltige Reisen
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08:43 30.10.2018
Nach erfolgreicher Testphase wollen die Mitgründer, die Geschwister Marie-Janet und Dominik Calzone (2.v.l.) jetzt so richtig durchstarten. Dafür benötigen sie ein ordentliches Startkapital. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Rom, Mailand, Venedig: Italien zählt nach wie vor zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen. 2017 besuchten rund zwölf Millionen Deutsche das Land. Doch „la dolce vita“, das echte Italien, das liegt anderswo als in den Metropolen und den bekannten Reiseregionen. Zumindest sagen das die Mitgründer der Reiseplattform „Amavido“, Dominik (32) und Marie-Janet Calzone (27).

Die Geschwister, die in Baden-Württemberg aufgewachsen sind, müssen es wissen. Ihr Vater stammt aus Kalabrien, dem südlichsten Zipfel Italiens. Bis heute kehren Dominik und Marie-Janet Calzone regelmäßig zurück nach Longobardi, ins Dorf ihrer Familie.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Das Start-up amavido vermittelt individuelle Reisen nach Italien und hat seinen Firmensitz in dieser Villa im Forstweg in Zeuthen. Quelle: Josefine Sack

Das Start-up hat seinen Firmensitz in Zeuthen

Die unentdeckten Dörfer Italiens und das Leben auf dem Land haben es ihnen angetan – so sehr, dass sie andere daran teilhaben lassen wollen. Ende 2015 gründeten sie „Amavido“. Der Firmenname ist ein Wortspiel, angelehnt an die italienischen Begriffe für „amare“, lieben, und „vida“, das Leben, erläutert Dominik Calzone. Ihren Firmensitz haben die Jungunternehmer in Zeuthen.

Von kleinen Villa aus dem Jahre 1929 im Forstweg aus – das Haus gehörte einst der Oma des Vertriebsleiters Denny Neidhardt – vermittelt das Amavido-Team Individualreisen in die weniger bekannten Ecken Italiens. Mit IT-Spezialisten konzipierten die Geschwister Dominik und Marie-Janet Calzone eine Internetseite, die die Funktionen einer herkömmlichen Online-Buchungsplattform mit einer persönlichen Beratung, wie man sie aus dem Reisebüro kennt, vereint. Urlaubswillige können ihre Interessen angeben und sich ein auf sie zugeschnittenes Angebot mit Unterkünften, Aktivitäten und Tipps für den Reiseort zusammenstellen lassen.

Die Geschwister Marie-Janet und Dominik Calzone (r.) und Denny Neidhardt, Head of Sales bei Amavido, haben große Pläne für die Zukunft: Sie wollen strukturschwache Regionen in Italien durch nachhaltiges Reisen unterstützen. Quelle: Josefine Sack

Crowdfunding-Kampagne soll Markteintritt finanzieren

Dafür arbeitet Amavido mit rund 500 Gastgebern in ganz Italien zusammen. „Viele unserer Gastgeber kennen wir persönlich“, sagt Marie-Janet Calzone. Auf der Suche nach Geheimtipps machen sich die Gründer immer wieder selbst auf den Weg nach Italien. Kontakt zu den Anbietern vor Ort hält zudem die italienische Mitgründerin Lucia Tomassini. Große Städte sowie Hotels mit mehr als 20 Zimmern stehen nicht im Programm, zugunsten eines nachhaltigen Tourismus in strukturschwachen Regionen. „Das Miteinander mit den Gastgebern ist uns wichtig“, sagt Dominik Calzone.

Mehr als 100 Buchungen verzeichnet das Unternehmen bislang. Für die Geschwister Calzone ist das erst der Anfang. Jetzt wollen sie das Angebot ausweiten – und mehr Kunden erreichen. Dafür haben die Macher eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. Gesucht werden Kapitalgeber, die die Amavido-Vision mitfinanzieren. 175.000 Euro sind bisher zusammengekommen. Das Ziel sind 500.000 Euro. Geht es nach Dominik Calzone, soll Amavido einmal weltweit Individualreisen vermitteln. Bis dahin dürfte es noch ein langer Weg sein.

Von Josefine Sack

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