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Zeuthen Bauarbeiten am S-Bahnhof Zeuthen ruhen
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Bauarbeiten am S-Bahnhof Zeuthen ruhen
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00:20 30.06.2018
Dicke Balken stützen das denkmalgeschützte Gebäude am S-Bahnhof Zeuthen, das beim Bau beschädigt wurde. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Die Bauarbeiten für den neuen Personentunnel am S-Bahnhof Zeuthen ruhen noch immer. Bereits vor sechs Wochen musste die Deutsche Bahn die Arbeiten einstellen. Als Grund nannte Bahn-Sprecher Gisbert Gahler unerwartete Schäden an einem denkmalgeschützten Bestandsbauwerk.

Seit dem Frühjahr ist der alte Tunnel gesperrt. Pendler müssen seither weite Umwege in Kauf nehmen. Quelle: Josefine Sack

Offenbar war im Zuge der Bauarbeiten der Boden rund um das ehemalige Bahnwärterhäuschen abgesackt. „Um weitere Schäden zu vermeiden und den Fortgang der Arbeiten oder eventuell notwendige Schutzmaßnahmen der Bausubstanz beurteilen zu können, müssen einige Untersuchungen der Bausubstanz vorgenommen werden“, erklärte Gahler. Wann die Arbeiten weitergehen, konnte er nicht sagen. Es seien noch Abstimmungen mit der Denkmalschutzbehörde notwendig.

Die Bahn hält am aktuellen Zeitplan fest

„Abhängig vom Ergebnis werden die Arbeiten dann fortgeführt“, so Gahler weiter. Trotz der erheblichen Verzögerung hält die Bahn an ihrem bisherigen Zeitplan fest. Die Sanierung der Unterführung soll im Oktober 2019 abgeschlossen sein.

Die provisorische Fußgängerbrücke: Kein Durchkommen, weil die offizielle Abnahme noch nicht erfolgt ist. Quelle: Josefine Sack

Zur barrierefreien Nutzung des Personentunnels werden an den Zugängen zwei Fahrstühle errichtet. Ein dritter Aufzug zum Bahnsteig entsteht in der Mitte des neuen Tunnels. Die Eingänge zum Tunnel werden verbreitert, um Platz für den Bau von zwei schrägen Rampen für Kinderwagen und Fahrräder zu schaffen – je eine auf jeder Seite.

Längere Wartezeiten am Bahnübergang

Insgesamt kostet die Modernisierung des Fußgängertunnels rund 7,2 Millionen Euro. Mit einer Kostenexplosion in Folge des Schadens rechnet die Bahn laut Gahler nicht.

In Zeuthen sorgt der Baustopp insbesondere bei Pendlern für Unmut. Sie müssen längere Wartezeiten an der Schranke in Kauf nehmen, weil die provisorische Fußgängerbrücke noch immer nicht passierbar ist. Ursprünglich sollte der Übergang schon vor drei Wochen für den Betrieb geöffnet werden. „Für die Freigabe der Fußgängerbrücke ist noch eine Abnahme erforderlich, die im Juli erfolgen soll“, sagte Gahler auf MAZ-Nachfrage.

Gewerbetreibende sehen den Baustopp mit Sorge

Die Gewerbetreibenden rund um den Bahnhof sehen die Verzögerungen beim Bau mit Sorge. Hans Cas-per betreibt seit 17 Jahren den bei Zeuthenern als „Lordshop“ bekannten Kiosk am Ende der Goethestraße. „Dass sich hier seit Wochen kein Rad dreht, ist niederschmetternd“, sagt der Unternehmer. Er glaubt nicht mehr an die rechtzeitige Fertigstellung des Tunnels. „Wären da nicht meine Stammkunden, die trotz des riesigen Umwegs weiter zu mir kommen, wären die Einbußen noch viel gravierender“, sagt Casper. Er wünscht sich vor allem „Informationen, die Hand und Fuß haben“. „Die Bahn soll sagen, wo die Planungen stehen und der Bürgermeister soll sich einschalten“, forderte der Unternehmer.

Auch Remzi Bunjaku ist besorgt: „Die Fußgängerbrücke kommt viel zu spät“, sagt er. Dass der Tunnel seit dem Frühjahr gesperrt und die Treppe noch nicht offen ist, ärgert den Inhaber des Pizza-Europa Express am Bahnhof besonders. „Ich habe viel weniger Kunden“, betont er.

Von Josefine Sack

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