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Zeuthen Heinrich-Heine-Straße: Ampel statt Zebrastreifen
Lokales Dahme-Spreewald Zeuthen Heinrich-Heine-Straße: Ampel statt Zebrastreifen
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14:47 29.11.2018
Gegen einen Zebrastreifen in der Heinrich-Heine-Straße in Zeuthen hat Straßenverkehrsbehörde des Kreises Einwände. Quelle: Josefine Sack
Zeuthen

Anfang November wurde die Heinrich-Heine-Straße nach langer Bauzeit für den Verkehr freigegeben. Jetzt diskutiert die Gemeinde über die Errichtung eines Zebrastreifens in Höhe der Kita „Kleine Waldgeister“ und des Seniorenheims. Es gibt dort bereits eine zeitlich eingegrenzte Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 30 (6 bis 18 Uhr). Vielen geht das nicht weit genug.

Die Heinrich-Heine-Straße ist ein gut frequentierter Durchstich von der Seestraße in Richtung Bahn. Die Bewohner des Seniorenheims müssen die Straße überqueren, um zum Einkaufen in den Netto-Markt an der Schillerstraße zu gelangen. „Wir haben uns als Gemeindevertreter schon mit Planungsbeginn (gemeint ist der Ausbau der Straße, Anm. d. Red.) für eine sichere Kreuzungsmöglichkeit für Fußgänger eingesetzt“, erläutert Jonas Reif, Fraktionschef von Grüne und FDP.

Zebrastreifen in Tempo-30-Zone nicht vorgesehen

Gegen einen Zebrastreifen hat das Straßenverkehrsamt Dahme-Spreewald Einwände: Laut Straßenverkehrsordnung sind Fußgängerüberwege in Tempo-30-Zonen nicht vorgesehen. „Darüber hinaus kommt die Anlage von Fußgängerüberwegen nur in Frage, wenn auf beiden Straßenseiten Gehwege vorhanden sind“, erläutert der Pressesprecher des Kreises, Bernhard Schulz. Dies sei an der Stelle in der Heinrich-Heine-Straße nicht der Fall.

Erschwerend kommt hinzu, dass ein neuer Zebrastreifen nur bei einem erhöhten Verkehrsaufkommen in Betracht kommt. Minimum sind 50 bis 100 Fußgängerquerungen und 200 bis 300 Fahrzeugen pro Stunde. Zählungen des Straßenverkehrsamtes haben ergeben, dass der tägliche Fahrzeugverkehr in der Heinrich-Heine-Straße im Durchschnitt bei 1195 Fahrzeugen liegt. Fußgänger wurden bei der jüngsten Zählung in diesem Monat nicht erfasst.

Bedarfsampel könnte die Lösung sein

Problematisch ist laut der unteren Straßenverkehrsbehörde auch die Akzeptanz eines Fußgängerüberwegs, speziell bei Kindern und älteren Verkehrsteilnehmern. „Hier kann die Geschwindigkeit der heranfahrenden Fahrzeuge oft nicht richtig eingeschätzt werden. Daraus ergibt sich oft ein Zögern bei der Überquerung, was eine Gefahrenquelle darstellt“, erläutert der Sprecher.

Im Gespräch sind nun eine Bedarfsampel oder aber ein dauerhaftes Limit auf Tempo 30 vor der Kita und dem Seniorenheim. „Die rechtlichen Prüfungen hierzu müssen noch durchgeführt werden“, so Schulz. Spätestens Ende Januar soll ein Ergebnis vorliegen.

Von Josefine Sack

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