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Zeuthen Trödelmarkt zum Stöbern und Schwatzen
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05:18 10.09.2018
Auf dem Grundstück von Rolf Schnakenberg kamen Verkäufer und Besucher schnell ins Gespräch. Quelle: Heidrun Voigt
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Zeuthen

Kleine Kostbarkeiten, angestaubte Wohnaccessoires, netter Nippes und bunter Schnickschnack. Wer glaubt, Trödelmärkte seien nur ein Ort des Krimskrams und Krempels, der irrt. Solche Märkte sind Schatzkammern. Hier findet man alles, was man braucht – oder nicht braucht und dennoch mitnimmt. In der Schillerstraße in Zeuthen konnten sich davon am Samstag viele Besucher überzeugen. Nostalgiefans, Sammler und Schnäppchenjäger wurden nicht enttäuscht – und Anwohner lernten sich kennen.

„Der Hof- und Straßentrödel ist eigentlich ein Zufallsprodukt. Ein Nachbar sprach mich mal an und so ist das entstanden. Seit fünf Jahren laden wir im Frühling und im Herbst ein“, sagte Rolf Schnakenberg. Er betonte, dass es eine rein private Initiative sei – „just for fun“. Rolf Schnakenberg erzählte, dass sich im Mai zehn Anwohner beteiligt hätten. Am Samstag waren es deutlich weniger, aber es herrschte dennoch ein aufgeschlossenes, fröhliches Feilschen.

Altes Telefon sucht neuen Besitzer

Philipp Martens, der aus der Uckermark zugezogen ist und seit Februar in der Schillerstraße wohnt, hat schon im Mai beim Flohmarkt mitgemacht. „Ich finde es total toll, so etwas Schönes nachbarschaftlich auf die Beine zu stellen“, schwärmte der junge Mann. Seine Schwiegermutter, Angela Schilling, war extra aus Prenzlau angereist, um mitzumachen. Afrikanische Holzfiguren, ein altes Telefon, Garderobenhaken, einen Teppich und Geschirr hatte sie mitgebracht. „Ich bin gerade umgezogen und habe viele Sachen aussortiert. Ich freue mich, wenn noch jemand Freude daran hat und es nicht weggeworfen wird“, sagte Angela Schilling.

Bei Hartwin Förster, der mit Rolf Schnakenberg befreundet ist und aus Berlin gekommen war, lagen Spielsachen, Kinderkleidung, Skier und ein Judoanzug auf dem Tisch. Ein Trabbi für drei Euro und ein Plastikschwert für einen Euro beispielsweise sorgten für glänzende Kinderaugen. „Wir haben unseren Keller aufgeräumt und es wäre schade, wenn die Sachen in die Mülltonne kommen“, so der Berliner. Er betonte, dass er die Idee mit dem Straßentrödel gut finde und vor allem, dass der Verkauf nicht im Vordergrund stehe, sondern dass man einfach ins Gespräch komme.

50er-Jahre-Musik untermalt das Trödeln

Am Bücherstand von Klaus Balder konnten Leseratten unter anderem Werke von Sven Regner, José Saramago und Emile Zola erwerben. Aber der Eichwalder hatte neben der Literatur noch mehr Schnäppchen im Gepäck: Schüsseln mit Goldrand, eine alte Nähmaschine, Rollos und Tabletts. Ein Laux-Tonbild-Automat erregte die Aufmerksamkeit eines Besuchers. Er wusste, dass Laux mit diesem Gerät vor mehr als 60 Jahren von der Schallplatte auf Magnettonverfahren umgestellt hatte. „Ich bin von Anfang an beim Flohmarkt dabei. Man macht keine Geschäfte, aber man lernt sich mal kennen und kann Kontakte knüpfen“, meinte Klaus Balder.

Musikalisch untermalt wurde der Trödelmarkt übrigens von einem Plattenspieler in einem Musikschrank aus den 50er Jahren. „Ich habe ihn aufgemotzt mit Bose-Boxen. Wenn sich ein Liebhaber findet, würde ich ihn auch verkaufen“, räumte Rolf Schnakenberg ein.

Nach dem Aufräumen setzten sich alle Hobbytrödler am Abend noch gemütlich zusammen und waren sich einig – im Mai wird es wieder einen neuen Flohmarkt in Zeuthen geben.

Von Heidrun Voigt

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