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Zu Gast in historischen Gemäuern

Dahmeland-Fläming Zu Gast in historischen Gemäuern

Am Tag des offenen Denkmals können zahlreiche herausragende Bauwerke in der Region besichtigt werden. In beiden Landkreisen sind mehr als 60 Denkmale zugänglich. Es gibt Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Musik.

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Der 1724 errichtete Kornspeicher in Dahme kann zum Denkmaltag besichtigt werden und es gibt einen Antik- und Trödelmarkt.

Quelle: Karen Grunow

Dahmeland-Fläming. Durch die Zeiten zu reisen kann so einfach sein: Am Sonntag können in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming insgesamt wieder mehr als 60 besondere Denkmale besichtigt werden. Zum dann bundesweit zelebrierten Tag des offenen Denkmals sind auch sonst verschlossene Gebäude zugänglich.

Öffnungszeiten und Aktionen am Denkmaltag

Altes Lager: ehemaligs Offizierskasino (Das Haus) ab 10 Uhr, Ausstellung, Film, Trödelmarkt, Tanz und Theater, Lesung

Baruth: St.-Sebastian-Stadtkirche von 11.30 bis 17 Uhr

Blankenfelde: alte Dorfschmiede 11 bis 18 Uhr, Vorführungen; Dorfkirche 12 bis 16 Uhr; Orgelmusik

Blankensee: Schloss-Führungen 14 und 15 Uhr; Herrmann-Sudermann-Lesung um 16 Uhr in der Dorfkirche

Dahme: Kornspeicher 10 bis 16 Uhr, Antik- und Trödelmarkt; Lokschuppen 12 bis 16 Uhr, historische Lehmbaufilme; St.-Marien-Kirche 14 bis 18 Uhr

Gölsdorf: Bockwindmühle 11 bis 17 Uhr

Halbe: Dankeskirche 11 bis 17 Uhr, Führung um 11.15 Uhr, Gottesdienst 14 Uhr, danach Kirchencafé; Rundgang Kriegsgräberstätte Waldfriedhof ab 12.30 Uhr; Führung im Kaiserbahnhof um 15 Uhr

Heinsdorf: Kirchenruine 12 bis 16 Uhr

J ühnsdorf: Kirche 11 bis 18 Uhr, Führungen und Orgelmusik

Jüterbog: Bahnhof 10 bis 18 Uhr, Führungen um 10, 12, 14 und 16 Uhr; Stadtrundgang zur Städtebauförderung ab 14 Uhr ab Kulturquartier; Hof Henkel (Nikolaikirchestraße 34) und Vise (Nikolaikirchstraße 25) 11 bis 21 Uhr

Kloster Zinna: Alte Grafschaft 11 bis 17 Uhr, ab 11 Uhr Auftritt von Sax Two

Lichterfelde: Dorfkirche 11 bis 17 Uhr, um 14.30 Uhr Benefizkonzert

Luckenwalde: Marktturm 14 bis 17 Uhr, Führungen 14, 15 und 16 Uhr; St.-Jacobi-Kirche ab 11 Uhr, Führungen und Turmbesteigungen, Kaffee und Kuchen; St. Johannis-Kirche 10 bis 18 Uhr, Bildvorträge 11.30, 14 und 15.30 Uhr; Heinrichstift 10 bis 18 Uhr, 11 Uhr Liedermacherin Erika Stadler, Kuchennachmittag

Markendorf: Gutsanlage 11 bis 17 Uhr

Märkisch Wilmersdorf: um 10 Uhr Führung im Gutspark.

Mehlsdorf: Dorfkirche 14 bis 17 Uhr

Miersdorf: Dorfkirche 9.15 bis 18 Uhr

Mittenwalde: Museum am Salzmarkt 5, 11 bis 17 Uhr, um 13 Uhr Führung; St.-Moritz-Kirche 11.30 bis 16.30 Uhr, Turmaufstieg, 17.00 Uhr Trompete-Orgel-Konzert

Paplitz: Gutsarbeiterhäuser Kemlitzer Straße 2 und 11 von 10 bis 17 Uhr

Prieros: Heimathaus 13 bis 17 Uhr

Rangsdorf: Kapelle des Waldfriedhofs 11 bis 17 Uhr, ab 17 Uhr Konzert

Saalow: Scheunenwindmühle 14 bis 17 Uhr.

Schöbendorf: Horstmühle ab 13 Uhr

Schulzendorf: Patronatskirche 10 bis 18 Uhr

Trebbin: zwischen 10 und 17 Uhr Führungen über das Burggelände

Waltersdorf: Kirche 13 bis 17 Uhr, Kaffee und Kuchen, 15 Uhr Duo Sax Two

Zossen: Fachwerkhaus am Kirchplatz 7 von 14 bis 18 Uhr, Haus-Führung 14 Uhr, Schulmuseums-Führung 15 Uhr, 16 Uhr Künstlergespräch in der Galerie; Museum Alter Krug ab 10.30 Uhr, Eröffnung „Kinderträume – Spielzeug in der DDR“ um 14.30 Uhr.

 

Es sei eine gesetzliche Forderung, dass Denkmalbesitzer ihre Bauten der Öffentlichkeit auch zugänglich machen sollten, erläutert Rita Mohr de Pérez, die Leiterin der Unteren Denkmalschutzbehörde Teltow-Fläming. „Allerdings ist damit nicht gemeint, dass man sein privates Wohnhaus jederzeit für Besichtigungen freigeben muss“, betont sie. Auch dafür wurde der Tag des offenen Denkmals initiiert. „Die Idee, einen Tag im Jahr den Denkmalen zu widmen und den Eigentümerinnen und Eigentümern die Gelegenheit zu geben – auf freiwilliger Basis wohlbemerkt – ihr Denkmal zu zeigen, entstand in Frankreich 1984. Seit 1993 macht auch Deutschland mit“, erzählt sie. Bundesweit sind in diesem Jahr rund 8000 Bauwerke, Parks oder archäologische Stätten dabei. Etwa vier Millionen Besucher nutzten in Deutschland im vergangenen Jahr die Gelegenheit, Denkmale erkunden zu können.

Geheimnisvolle Bauten

Wie viele in der Region unterwegs waren, lässt sich schwer ermitteln. Doch großes Interesse erwecken oft jene Bauten, die sonst nicht zugänglich sind wie etwa die Gutsanlage Markendorf oder das Heinrichstift in Luckenwalde. Doch selbst dort, wo Besucher häufiger erwünscht sind, passiert vieles: Kirchengemeinden organisieren spezielle Führungen oder Ausstellungen wie in der nunmehr 150 Jahre alten Patronatskirche in Schulzendorf. An der Kirchenruine in Heinsdorf wird mit Ausstellungen, Führungen und einem Gemeindefest am Vortag aus dem Tag des offenen Denkmals gleich ein ganzes Festwochenende. In der St.-Johannis-Kirche in Luckenwalde wird Axel Busch, der kürzlich ein Buch über diesen außergewöhnlichen zweischiffigen gotischen Bau publiziert hat, referieren. In Halbe wurde gemeinsam mit dem Naturpark Dahme-Heideseen ein richtiges Ausflugspaket geschnürt. Am Vormittag erzählen Matthias Reckers, der für die Sanierungsarbeiten zuständige Architekt, und Eckart Köthe, der Vorsitzende des Fördervereins Dankeskirche, die Geschichte des Gotteshauses. Danach wird ein Rundgang über die Kriegsgräberstätte Waldfriedhof angeboten, am Nachmittag berichtet Landschaftsarchitektin Christa Ringkamp gemeinsam mit Willi Schwabe über die Restaurierung des Kaiserbahnhofs und der Freiflächen. In Jüterbog ist um 14 Uhr unter anderem ein Stadtrundgang geplant, um die Ergebnisse von 25 Jahren intensiver Städtebauförderung vorzustellen.

Stets leben die Denkmale vom Engagement der Menschen, der Eigentümer wie der Vereine. „Im Landkreis Teltow-Fläming gibt es über 30 Fördervereine, die sich die Erhaltung eines Denkmals zum Ziel gesetzt haben“, so Rita Mohr de Pérez. „Gemeinsam Denkmale erhalten“ ist auch das große Motto des diesjährigen Aktionstages.

Von Karen Grunow

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