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Dahme-Spreewald Zu wenig Feuerwehr-Ausbildungsplätze
Lokales Dahme-Spreewald Zu wenig Feuerwehr-Ausbildungsplätze
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06:35 13.02.2017
Viele Kameraden sind zur Jahreshauptversammlung gekommen. Quelle: Uta Schmidt
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Mittenwalde

Werden Feuerwehrleute zum Einsatz gerufen, stehen sie meist vor der Aufgabe, technische Hilfeleistungen zu übernehmen. Etwa beim Beseitigen von Ölspuren oder nach schweren Unfällen auf Landestraßen und Autobahnen. So auch die 225 aktiven Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Mittenwalde und den Ortsteilen Brusendorf, Ragow, Telz, Töpchin, Krummensee, Motzen und Gallun. Ihre Einsatzstatistik weist für das vergangene Jahr insgesamt 208 Einsätze aus: 53-mal mussten sie zur Brandbekämpfung und 155-mal zu technischer Hilfeleistung ausrücken.

Am Freitagabend schilderte Stadtbrandmeister Christian Thieke auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mittenwalde vor Feuerwehrleuten und Gästen aus Politik, Stadtverwaltung und Landkreis anschaulich die stetig steigenden Anforderungen. Dazu zählen etwa das Befreien von in Fahrzeugen eingeklemmten Personen, das Retten von Tieren oder Bekämpfen von Waldbränden. „90 Prozent der Unfälle, zu denen wir gerufen wurden, waren auf der Bundesautobahn“, sagt Thieke.

Feuerwehr steht vor Problemen

Auch wenn die Stadt Mittenwalde als Träger des Brandschutzes im vergangenen Jahr mehr als 410 000 Euro für die Arbeit der Stadt- und Ortsteilwehren ausgab, steht die engagierte Wehrleitung bei der Aufrechterhaltung des Brandschutzes zunehmend vor Problemen. Wollen die Kameraden den wachsenden Anforderungen bei der Rettung von Leben und Gütern gerecht werden, müssen sie sich regelmäßig weiterbilden. „Wir haben zu wenig Atemschutzgeräteträger, die Zahl sank im Vergleich zum Vorjahr von 89 auf 81“ so Thieke.

Weil dabei etliche Prüfungen und Gesundheitschecks Voraussetzung sind, seien vor allem junge Wehrleute gefragt, Verantwortung zu übernehmen. Interessenten könnten aber die erforderliche Ausbildung nicht absolvieren, weil Kapazitäten an der Landesfeuerwehrschule fehlen. Der Kreisfeuerwehrverbands-Vorsitzender Peter Rublack sieht die Landespolitik in der Pflicht, bei Konzepten Schulungskapazität und -personal nachzubessern. „Das Land erfüllt seine Aufgaben bei der Ausbildung nicht“, so seine Kritik. Am 18. Februar beginnen in Brandenburg Regionalkonferenzen, auf denen die Ausrichtung der freiwilligen Feuerwehren für die Zukunft diskutiert werden soll. Rublack forderte die Mittenwalder Kameraden dazu auf, sich mit Vorschlägen in die Debatte einzubringen.

Großes Engagement der Mittenwalder Kameraden

Trotz der Kapazitätsdefizite in Sachen Ausbildung ist die Bereitschaft der Mittenwalder Männer und Frauen zur Fortbildung hoch. „2016 nahmen 90 Kameraden an Lehrgängen teil und bildeten sich in ihrer Freizeit weiter“, berichtete Vizestadtbrandmeister Björn Dahlke, der selbst zum Kreisausbilder für Atemschutzträger von Kreisbrandmeister Judis berufen wurde. „Wir sind technisch hervorragend ausgestattet“, so Stadtwehrführer Thieke.

In diesem Jahr werden zwei weitere Fahrzeuge erwartet. Bis auf das Gerätehaus in Krummensee erfüllen alle Wehrgebäude die Anforderungen. Jedoch sank die Zahl der aktiven Wehrleute im Vergleich zum Vorjahr um 16 Kameraden. Die Einsatzbereitschaft soll vor allem am Tage gesichert werden. 114 Alarmierungen erfolgten im vergangenen Jahr in der Arbeitszeit, 94 in der Freizeit. Die Wehrleute sind ebenso bei anspruchsvollen Übungen wie bei der Großübung am BER gefordert. Zu einer großen Waldbrandübung in Töpchin kamen 128 Teilnehmer und 31 Fahrzeuge aus dem gesamten Stadtgebiet.

Unterstützung der Jugendwehren gefordert

Die Wehrleitung will in diesem Jahr ebenso die Werbung unter Kindern und Jugendlichen für eine Mitarbeit in der Jugendwehr verstärken. Ein neuer Wind wird zudem mit der neuen Jugendwehrführung um Axel Jilek und Steven Buckmann einziehen, die die erfolgreiche Nachwuchsausbildung der 100 Kinder und Jugendlichen fortsetzen wollen. Weitere Helfer wie Eltern sollen für die Betreuung in den Kinderwehren und die Absicherung des abwechslungsreichen Freizeitangebots gewonnen werden.

„Es wäre gut, wenn noch mehr Kameraden die Jugendwehren unterstützen würden. Denn das ist unser Nachwuchs, den wir dringend brauchen“, forderte Björn Dahlke auf der Jahreshauptversammlung.

Von Uta Schmidt

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