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Dahme-Spreewald Zünftig bayerisch für den Wettbewerb
Lokales Dahme-Spreewald Zünftig bayerisch für den Wettbewerb
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11:05 22.10.2013
Vereinschef der Inselblick-Gartenkolonie Holger Neujahr (m.) und die anderen Gartenfreunde zogen sich beim Oktoberfest zünftig bayerisch an. Quelle: Heidrun Voigt
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Niederlehme

Erntedank, Kürbismeisterschaft und dann noch ein Oktoberfest – das passt alles bestens zusammen, finden die Schrebergärtner vom „Inselblick“ in Niederlehme. Sie feierten am Sonnabend dreifach in ihrer Gartenkolonie. „Es ist unser siebentes Herbstfest, aber zum ersten Mal steht es in bayerischer Tradition“, meinte Vereinsvorsitzender Holger Neujahr. Er trug eine urige Lederhose, ein rot kariertes Hemd und einen Filzhut. Selbst Strümpfe und Schuhe waren echt bayerisch. „Grüß Gott Holger, schick siehst du aus“, begrüßte ihn staunend einer der Gartenfreunde. Auch andere Herren waren in der „Krachernen“ gekommen und ihre Damen trugen fesche Dirndl. Sie alle hofften auf den Sieg beim Dirndl- und Lederhosen-Casting am Abend.

Zu Mittag stärkten sich erstmal die Gärtner und ihre Gäste mit riesigen Haxen und knusprigen Hendl. Das hatten sie sich verdient, nachdem sie Kürbisse schwerer als ein Schlachteschwein herangeschleppt hatten. Der Pokal für den dicksten „Kolloss“ mit knapp 133 Kilogramm ging übrigens an Familie Töpfer. Aber nicht nur der schwerste Kürbis, auch der ausgefallenste sowie die gewichtigste Zucchini wurden gesucht. In der Kategorie kreatives Gestalten mit diesen Herbstfrüchten räumten Leonie und Joshua den ersten Platz ab. Sie hatten ein zünftiges Kürbismännchen in Lederhose mit Zucchiniärmchen und -beinchen gebastelt, das zwischen Maiskolben, Weinlaub, Kartoffeln und Astern aus einer Schubkarre strahlte. „Das haben wir gestern gemacht, Oma hat nur ein bisschen geholfen“, erklärte das elfjährige Mädchen stolz. „Und alles ist aus ihrem Garten, auch der Mais“, fügte ihr ein Jahr jüngerer Bruder hinzu. Brigitte Schachanowski erzählte, dass ihre Enkelkinder in jedem Jahr an dem Wettbewerb teilnehmen. Sie freuen sich immer auf das tolle Kinderprogramm. Es reichte vom Puppentheater, über eine Bastelstrecke bis zur Schatzsuche. Und um 18 Uhr gab es einen Lampionumzug.

Die Vereinsmitglieder sorgten auch für ein bayerisches Abendbrot. „Brezn“, Leberkäse und Bratwürste gab es. Letztere waren allerdings original Thüringer. Die stellvertretende Vereins-Chefin Ramona Schwanebeck lässt es sich nicht nehmen, in jedem Jahr die Würste von einer Traditionsfleischerei in ihrer ehemaligen Heimat zu holen. Ihre Töchter Madeleine und Sandra, beide im Dirndl, verkauften auf dem Fest Lose für die Tombola. Es gab attraktive Preise zu gewinnen, die von einer Gefrierkombination bis zum Spaten reichten. „Dass so ein kleiner Gartenverein ein solches Fest organisiert, das ist prima“, meinte Erich Schwanebeck. Der Großvater der Familie reist mit seiner Frau jedes Jahr zum Herbstfest extra aus Lauchhammer an.

Reinhold Schröder war zum ersten Mal dabei. Der Königs-Wusterhausener hat seit einem Jahr eine Parzelle im „Inselblick“. Fast jeden Tag ist der Rentner in seinem Garten. Holger Neujahr und seine Mitstreiter wünschen sich mehr Gäste aus Niederlehme und Umgebung. „Über den Heimatverein haben wir die Bürger eingeladen, sich am Kürbiswettbewerb zu beteiligen, leider wurde es kaum angenommen“, bedauerte er. Aber er gibt nicht auf und hofft im nächsten Jahr auf mehr Zuspruch. Übrigens, die Gartenfreunde entschieden beim Dirndl- und Lederhosen-Casting am Abend, alle Trachtenträger zum Sieger zu küren.

Von Heidrun Voigt

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