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Dahme-Spreewald Zugbrücke soll endlich saniert werden
Lokales Dahme-Spreewald Zugbrücke soll endlich saniert werden
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07:12 08.09.2017
Die Zugbrücke in Groß Köris wurde 1958 in Betrieb genommen. Derzeit wird sie tagsüber alle zwei Stunden für den Bootsverkehr geöffnet. Quelle: Karen Grunow
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Groß Köris

Für die dringend sanierungsbedürftige Groß Köriser Zugbrücke sieht es schon mal gut aus: Die Rückmeldungen zum Antrag auf Fördermittel aus dem EU-Programm Leader waren dieses Mal positiv. Das Konzept rund um die Zugbrücke gehört zu den insgesamt 14 Projekten, die der Spreewaldverein als vorauswählendes Gremium aus der jüngsten Antragsrunde für eine Förderung empfohlen hatte. Allerdings, so betont Frank Löffler, Bauamtsleiter im Amt Schenkenländchen, liegt ein Zuwendungsbescheid noch nicht vor, der Förderantrag dafür läuft momentan.

Klappt alles wie erhofft, so könnten 673 000 Euro für die Sanierung des technischen Denkmals kommen. „Dies wären bei positiver Würdigung des Antrags drei Viertel der insgesamt zuwendungsfähigen Investitionskosten in Höhe von rund 897 000 Euro“, so Frank Löffler.

Außergewöhnlicher Straßenbelag: Das Pflaster der Seebadstraße in Groß Köris besteht aus Löptener Ziegeln. Quelle: Karen Grunow

Ideenwettbewerb lief bereits 2015

Für den Ort ein Meilenstein, denn seit Jahren schon wird daran gearbeitet, nicht nur die Brücke wieder auf Vordermann zu bringen, sondern rund um den Bereich mit Kirche, Seebadstraße und Badestelle am Schulzensee eine reizvolle Ortsmitte zu kreieren. „Es ist Teil der In-Wert-Setzung der Ortsmitte“, sagt der Groß Köriser Gemeindevertreter Reinhard Geister, der einen 2015 ausgerufenen Ideenwettbewerb zur Gestaltung der Ortsmitte koordiniert und die Wettbewerbsjury geleitet hatte. Grundlage der derzeitigen Planungen sind die Ideen des Berliner Landschaftsarchitekten Siegfried Bacher, der zwar den Wettbewerb nicht gewonnen hatte, aber später von den Gemeindevertretern favorisiert und ausgewählt worden ist.

Wie Frank Löffler berichtet, sollen in der nächsten Leader-Bewerbungsrunde weitere Anträge für Bausteine des Konzepts zur Ortsmittenentwicklung eingereicht werden. Stichtag ist der 29. September. „Hierzu gehören die Sanierung der Seebadstraße sowie die Revitalisierung des Badestrandes an der Seebadstraße; die Maßnahmen sollen wegen des engen räumlichen und thematischen Zusammenhangs als gemeinsames Projekt beworben werden“, so Löffler.

Gemeinde scheiterte bereits mit zwei Anträgen

Einbezogen in das eigentliche Zugbrücken-Konzept ist auch das Brückenwärterhäuschen beziehungsweise dessen Garten. Bacher schlägt verschiedene Optionen vor. So könnte der Uferbereich so gestaltet werden, dass auch Kanus und Ruderboote anlegen können. Dafür müsste das Ufer ein bisschen versetzt werden, um einen möglichst niedrigen Ein- und Ausstieg gewährleisten zu können. Es soll Fahrradstellplätze geben, ein Rastplatz könnte auf der Wiese entstehen und ein barrierefreier Zugang dorthin führen. Geprüft werden muss nun auch, so Reinhard Geister, inwieweit sich das Öffnen der Zugbrücke vollends automatisieren ließe.

Zweimal bereits waren Gemeinde und Amt mit ihrem Antrag auf Fördergelder für die Sanierung der Brücke gescheitert. Daraufhin wurde das Konzept verändert im Hinblick auf die Gestaltung des Umfelds. „Es geht darum, dass man das technische Denkmal auch erleben kann“, betont Geister.

Die endgültige Entscheidung über den ersehnten Zuwendungsbescheid wird nun im Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Luckau getroffen.

Von Karen Grunow

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