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Zukunft Lindenstraße 4 weiter ungewiss

Eichwalde Zukunft Lindenstraße 4 weiter ungewiss

Landrat Stephan Loge (SDP) hat auf einen offenen Brief mehrerer Eichwalder Fraktionen geantwortet. Darin stuft er das Gebiet rund um die Badewiese und dem Ruinengrundstück Lindenstraße 4 als reines Wohngebiet ein. Er weist aber darauf hin, die Gemeinde sei selbst für die städtebauliche Planung zuständig.

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Gemeindeeigenes Grundstück an der Eichwalder Badewiese in der Lindenstraße 4 soll seit Jahren entwickelt werden.

Quelle: foto: Oliver Becker

Eichwalde. Im Dauerstreit um die Badewiese und das Nachbargrundstück in der Lindenstraße 4 hat sich Landrat Stephan Loge (SPD) zu Wort gemeldet. In seiner Antwort auf den im Dezember an den Kreis gesandten offenen Brief mehrerer Eichwalder Fraktionen teilt er die wiederholte Einschätzung der Behörden – dem Kreisentwicklungs- und Bauordnungsamt. Das Wohngebiet um die beliebte Badestelle stuft er als „reines Wohngebiet“ ohne Gewerbe ein. Damit verbunden sind höhere Anforderungen an den Lärmschutz, anders als bei einer Klassifizierung als „allgemeines Wohngebiet“.

Offener Brief an Landkreis

WIE, Grüne, CDU und SPD hatten den offen Brief verfasst und befürchten, damit werde eine touristische Aufwertung der Badewiese sowie ein Neubau in der Lindenstraße mit Restaurant, Bootshaus, Festsaal und Ferienwohnungen verhindert. Die Anwohnerinitiative „Pro Linde“ hatte das Schreiben als Einmischung in ein laufendes Verwaltungsverfahren kritisiert und den Erhalt der Badewiese in ihrer natürlichen Form gefordert.

Gemeinde in der Verantwortung

In seinem Antwortschreiben wies Landrat Loge allerdings darauf hin, dass es der Gemeinde selbst obliege, genau den Rahmen festzulegen, der eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung gewährleiste – wozu die Aufstellung von Bauleitplänen zähle. Einem Landrat stünde es nicht zu „bei einem ordnungsgemäßen Verfahrensablauf in die hoheitlichen Rechte der Gemeinde Eichwalde einzugreifen“, sagte er und schloss seine Fachämter mit ein.

B-Plan ausweiten

„Seit einem dreiviertel Jahr ist man mit dem Bebauungsplan und der Klassifizierung des Wohngebiets nicht vorangekommen“, kritisierte Alf Hamann (WIE). Das Rathaus habe immer auf die Unterstützung vom Landkreis gewartet, die man nicht bekomme. „Die Lösung besteht darin, dass die Gemeinde den B-Plan selbst festsetzt“, sagte er. Nun müsse man ein größeres Gebiet ausweisen, um dieses als allgemeines Wohngebiet einzustufen.

Dass der Eichwalder Bürgermeister Bernd Speer (parteilos) mit Kollegen aus der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu diesem Thema gesprochen habe, begrüßt Hamann. „Ich habe mich beraten lassen. Derzeit bereiten wir eine Vorlagen vor, wie wir mit dem B-Plan umgehen werden“, sagte Speer. „Wir wollen, dass die Grundstücke in der Lindenstraße allgemeines Wohngebiet sind, damit die Nutzung der Badewiese und der Spielgeräte weiter möglich ist“, sagte Birgitt Klunk (Grüne). Auch sie begrüßt die Diskussion um die Ausweitung des B-Plans.

Von Oliver Becker

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