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Zukunft der Badewiese bleibt unklar

Eichwalde Zukunft der Badewiese bleibt unklar

Sie ist die einzige frei zugängliche Badestelle am Zeuthener See weit und breit: die Badewiese in Eichwalde. Seit langem plant die Gemeinde, das Gelände in einen Uferpark mit Steg, Gastronomie und Ferienbungalows zu verwandeln – und stößt damit auf Widerstand der Anwohner.

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Die Nutzung der beliebten Badeweise als Erholungs- und Sportgelände gestaltet sich rechtlich schwierig.

Quelle: Josefine Sack

Eichwalde. Ein Uferpark, Ferienwohnungen, Umkleiden oder ein Bootsverleih? Die Badesaison neigt sich dem Ende zu und noch immer ist unklar, wie die Badewiese am Zeuthener See in Eichwalde künftig aussehen soll. Geht es nach Bürgermeister Bernd Speer (parteilos), könnte die Umgestaltung des Geländes im kommenden Jahr beginnen. Ob es bis zum Start der Badesaison 2017 klappt, wollte der Verwaltungschef aber nicht versprechen: „2017 ist ein ehrgeiziges Ziel“, gibt Speer zu bedenken.

Die Gemeinde hatte das brachliegende Grundstück in der Lindenstraße 4 samt Bauruine aus einer Zwangsversteigerung für 600 000 Euro erworben und so die Voraussetzung für die intensivere Nutzung für Freizeit, Sport und Begegnungen geschaffen. Aktuell sei man dabei, die Badewiese „planerisch anzugehen“. Doch das Bebauungsplanverfahren (B-Plan) läuft schleppend. Grund dafür sind laut Speer rechtliche Unklarheiten. Stadtplaner hatten Anfang dieses Jahres verschiedene Varianten für die Badeweise vorgestellt. Ein Vorschlag sah eine Wasserstation mit einer 30 Meter langen Steganlage, einem Bootsverleih, Ferienbungalows in Holzbauweise, einem Restaurant mit Seeterrasse, einen Mehrzweckraum sowie Parkplätzen vor.

Bürger haben Bedenken

Bürger, Vereine und Behörden konnten in einem Beteiligungsverfahren Stellung zum Vorhaben der Verwaltung nehmen. Aus den Einsendungen geht hervor: Viele haben angesichts der geplanten Umgestaltung der seit mehr als 100 Jahren öffentlichen zugänglichen Badestelle Bedenken. Sorgen bereiten den Anwohnern etwa die Lärmbelästigung und die stärkere Verkehrsfrequentierung rund um den Strand.

Damit der B-Plan juristisch Bestand hat, soll nun geklärt werden, wie „schutzbedürftig“ das Baugebiet tatsächlich ist, erläutert Speer. Die Verwaltung lässt prüfen, ob es sich bei der Siedlung rund um die Badwiese nach der Baunutzungsverordnung um ein „reines Wohngebiet“ – ein Baugebiet, das nur dem Wohnen dient – oder um ein „allgemeines Wohngebiet“ – ein Baugebiet, das vorwiegend dem Wohnen dient und außer Wohnhäusern auch Läden, Gaststätten und Gemeinschaftseinrichtungen erlaubt – handelt. Denn je nach Art des betroffenen Umfelds gelten andere Richtwerte, etwa für Nutzung, Lärmschutz und Verkehr. „Dieser Klärungsbedarf verzögert das B-Plan-Verfahren“, teilt Speer mit. Wie das betroffene Baugebiet einzuordnen ist, wolle man im Oktober endgültig klären. Danach stehen weitere Beteiligungsverfahren an, so der Bürgermeister.

Badegäste sind geteilter Meinung

Und was sagen die Badegäste zum Streit um ihren Strand? „Die Idee mit dem Clubhaus finde ich gut“, sagt eine Rentnerin, die regelmäßig zum Schwimmen an den See kommt. Aber sie hat auch Verständnis für die Einwände der Anwohner. „Wenn hier am Wochenende 30 Kinder im Wasser sind, hört man das schon“, sagt sie. Die Zeuthenerin weiß, wovon sie spricht. Sie selbst wohnt in der Havellandstraße gleich um die Ecke. An heißen Wochenende finde man schon jetzt kaum einen Parkplatz. Mit der Neugestaltung der Wiese könnte das noch schlimmer werden, befürchtet sie. Dann wäre es mit der Idylle am Strand ganz vorbei.

Von Josefine Sack

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