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Eichwalder Badewiese Zukunft offen

Seit rund 100 Jahren wird die Eichwalder Badewiese am Ufer des Zeuthener Sees von Anwohner für allen möglichen Freizeitvergnügungen genutzt. Seit die Gemeinde versucht, diese Nutzung rechtlich festzuschreiben, tun sich allerdings Probleme auf. Darüber, wie die Wiese künftig aussehen soll, stritten nun Anwohner, Freunde und Politiker. Ergebnis: offen.

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Die Badewiese in Eichwalde.

Eichwalde. Selbst in diesen frostigen Tagen lässt die Zukunft der Badewiese die Eichwalder Bürger nicht ruhen. Am Freitagabend trafen sich Anwohner, Freunde der Badewiese und Gemeindevertreter in der „Villa Mosaik“, um über unterschiedliche Gestaltungsideen für das beliebte Areal am Zeuthener See zu diskutieren.

Drei Varianten, die im derzeitigen Auslegungsverfahren von den Planern vorgestellt werden, erhitzten die Gemüter.

Gemeindevertreter und Mitglied der Badewiesen-Initiative Alf Hamann (WIE-Fraktion) informierte rund 30 Diskussionsteilnehmer zunächst über die Geschichte der Ufergestaltung am Zeuthener See.

Die Gemeinde hatte im Jahr 2007 das Grundstück Lindenstraße 4 und eine Bauruine erworben und so die Voraussetzung für eine intensivere Nutzung für Freizeit, Sport und Begegnungen geschaffen. 2013 beschloss der Gemeinderat die Aufstellung eines Bebauungsplans, um die Freizeitnutzung mit den Bedürfnissen der Anwohner in Einklang zu bringen. „Das war zwar vernünftig, erweist sich jetzt aber als problematisch“, so Hamann. Denn das erforderliche Lärmgutachten habe die Hürden einer Freizeit- und Sportnutzung erhöht. Demnach wäre die Badewiese, die seit über 100 Jahren in der Gemeinde öffentlich zugänglich ist und der Erholung dient, als solche kaum noch genehmigungsfähig. Vor allem das Spielen auf der Volleyballwiese und am Basketballkorb erweise sich als nicht vereinbar mit den Ruhezeiten der Anwohner.

Architekt und Stadtplaner Stefan Bolck hatte verschiedene Lösungen erarbeitet, mit denen die Gestaltung des Areals einschließlich des Grundstücks Lindenstraße 4 „gerichtsfest“ gemacht werden kann, so Hamann. Die Freunde der Badewiese favorisieren demnach eine Variante, bei der die Wiese in bisheriger Form erhalten bleibt, aber mit einer Lärmschutzwand versehen werden soll.

„Dem könnte man zustimmen, aber ohne eine Lärmschutzwand“, sagte Hamann. Die Variante zwei, dargestellt als „Uferpark“ mit Gebäuden, sowie Variante drei mit einer stark verkleinerten Badewiese und Gebäuden als Randbebauung lehnen die Mitglieder der Initiative hingegen ab. „Das sind keine Optionen für alle die, die bisher für den naturbelassenen Status gekämpft haben“, so Hamann.

Dennoch könne auch er sich eine kleine Lärmschutzwand etwa an einem Biergarten vorstellen. Für eine wassersportliche Nutzung mit Bootsausleihe, Standgastronomie, Umkleidemöglichkeiten hätten sich die Freunde der Badewiese seit Langem eingesetzt.

Diesem Vorschlag folgten die Teilnehmer der Informationsrunde. Ihre einhellige Meinung: Sport, Spiel und Unterhaltung sollten auf der beliebten Fläche wie bisher möglich sein. Zudem solle die Badewiese nicht verkleinert oder eingeschränkt werden. Sabine Peter kritisierte eine mögliche dreigeschossige Bebaubarkeit. Eine von der CDU vorgeschlagene Videoüberwachung auf dieser Fläche war bereits im Fachausschuss abgelehnt worden. Der Einsatz einer Sicherheitsfirma zur Badesaison 2016, um mehr Ruhe und Ordnung herzustellen, wird noch diskutiert.

Ramona Brühl aus Schulzendorf kündigte an, dass auch Bürger aus der Nachbargemeinde die Nutzung der Badewiese in der jetzigen Form befürworten würden.

Über die geäußerten Meinungen im Bebauungsplanverfahren werden die Eichwalder Gemeindevertreter mit dem Planer nach der Auslegung erneut beraten. Verschiedene Vorschläge können dann möglicherweise miteinander kombiniert und erneut zur Diskussion gestellt werden.

Die Würfel zur endgültigen Gestaltung der Fläche sind noch lange nicht gefallen. Noch bis zum 12. Februar können Bürger und Betroffene ihre Bedenken und Anregungen zu diesem Vorhaben im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung im Bauamt der Gemeinde äußern.

Von Uta Schmidt

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