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Zur Wahrung der ökologischen Vielfalt

Naturpark Dahme-Heideseen Zur Wahrung der ökologischen Vielfalt

Bis 2020 muss eine Managementplanung für das Flora-Fauna-Habitat in dem 600 Quadratkilometer großen Naturpark Dahme-Heideseen vorliegen. Ansonsten drohen dem Land Brandenburg seitens der EU erhebliche Strafen. Ziel ist es, die ökologische Vielfalt in der Region zu erhalten und nicht nur die wirtschaftlich ertragreiche Flora und Fauna zu bewahren.

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Schafe beweiden einen Sandtrockenrasen in Klein Köris.

Quelle: Naturparkverwaltung/ Hans Sonnenberg

Prieros. „Bis 2020 muss die Managementplanung für das Fauna-Flora-Habitat stehen“, sagt der Leiter der Naturparkverwaltung Dahme-Heideseen, Gunnar Heyne. Dem Land Brandenburg drohten seitens der Europäischen Union sonst erhebliche Strafen.

Ziel dieses FFH-Projektes ist es, wildlebende Arten, deren Lebensräume und ihre europaweite Vernetzung zu sichern und zu schützen. Bereits 1992 verpflichteten sich die EU-Staaten, auf diese Weise die biologische Vielfalt in ihren Ländern zu wahren. Heyne charakterisiert dies allein für den 600 Quadratkilometer großen Naturpark Dahme-Heideseen als Mammutaufgabe, die mit den vier Mitarbeitern kaum zu bewältigen ist. Das erfordert, die einzelnen Gebiete – etwa Niedermoore, Binnensalzstellen oder Sandtrockenrasen – nicht nur zu benennen, sondern genau abzugrenzen. In jedem müssen die Arten kartiert und gegebenenfalls Maßnahmen zu ihrer Erhaltung eingeleitet werden. „Unser Grundsatz lautet dabei: Schutz durch Nutzung“, sagt Heyne. Besondere Anstrengungen werden dabei gegenwärtig auf die Erhaltung der in Brandenburg aufgrund der eiszeitlich geprägten Landschaft vorhandenen Sandtrockenrasen konzentriert.

Artenvielfalt soll erhalten werden

Dazu gehören unter anderem das Sutschketal, die Heideseen bei Groß Köris und die Dubrow. Hier soll die Artenvielfalt mit Sandstrohblume oder violetter Grasnelke erhalten und das zunehmende Verbuschen und Verwalden verhindert werden. Diesbezüglich werden unter anderem mit Schäfern neue Nutzungen gesucht. Selbst das in Brandenburg eigentlich streng verbotene Waldweiden erlebt auf diese Weise eine Renaissance. Aus Gründen des Naturschutzes wurde es mit Schafen und Ziegen in Absprache mit der Forst beispielsweise in Klein Köris wieder praktiziert. „Das dortige Ergebnis ist allerdings ernüchternd“, sagt Heyne, „die von uns gewollten Pflanzen tauchen dort nicht wieder auf. Möglicherweise müssen wir es jetzt mit anderen Tieren versuchen“.

Hans Sonnenberg von der Naturparkverwaltung schätzt, dass im Gebiet Dahme-Heideseen noch etwa 1500 Pflanzenarten vorhanden sind, von denen aber schon ein Drittel in ihrem Bestand gefährdet ist. Daher wird jetzt an einer Karte gearbeitet, in der alle Tafeln und Hinweisschilder auf besonders schützenswerte Landschaftsbestandteile im Naturpark Dahme-Heideseen verzeichnet sind. In seiner Gesamtheit wurde dies bisher nie erfasst. Außerdem wird sich das Jahrbuch 2017 der Naturparkverwaltung den etwa 50 uralten Bäumen in der Region widmen, von denen viele als Naturdenkmale ausgewiesen sind. Darunter befinden sich die Königseiche in der Dubrow, die Tanzlinde in Prieros sowie die alten Ulmen in Gussow. „Wir wollen all diese Schätze zielgerichtet erschließen“, sagt Sonnenberg. Als wichtig betrachtet er daher auch die Zusammenarbeit mit der Naturwacht sowie den Tourismusverbänden, so dass auch immer neue Wanderwege erschlossen werden. Erst jüngst sind diesbezüglich zwei neue Flyer unter dem Titel „Prieros – Liebe auf den zweiten Blick“ sowie „Unterwegs um die Seen zwischen Teupitz und Tornow“ erschienen.

Von Franziska Mohr

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