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Dahme-Spreewald Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
Lokales Dahme-Spreewald Zur richtigen Zeit am richtigen Ort
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12:00 09.04.2016
Blitze mag Dagmar Jaschen besonders gerne. Wenn ein Gewitter aufzieht, muss sie mit der Kamera los und spekuliert auf den richtigen Moment – ohne Serienbildmodus. Quelle: Dagmar Jaschen
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Bestensee

Wenn der Tag selbst noch ganz müde ist, schaltet die innere Uhr von Dagmar Jaschen aus Bestensee um auf aufstehen, packen, loslegen. Wenig später steht sie mit Sack und Pack an ihrem Kahn am Pätzer Vordersee, so dass die Angler lästernd fragen: „Dagmar, willst du verreisen?“

Die Mittfünfzigerin hat indes nicht vor, den Amazonas zu bereisen. Sie hat ihren „Bestzonas“ direkt vor der Tür, zwischen Vorder- und Hintersee. Mit sachten Ruderschlägen lenkt Dagmar Jaschen ihr Boot in den Liepegraben. Wenn die Ruderblätter für einen Moment in der Luft schweben, bevor sie wieder ins Nass eintauchen, spitzt die Hobby-Fotografin ihre geübten Ohren. „Das war der Eisvogel“, flüstert sie. Dann zeigt sie weit oben in den Bäumen ein kaum sichtbares Nest. „Es gehört wahrscheinlich einem Rotmilan“, mutmaßt sie, die inzwischen Fotoapparat und Angel aus dem riesigen „Gepäck“ gekramt und bereit gelegt hat.

Dagmar Jaschen mit ihrer Kamera. Quelle: Andrea Müller

In diesen Tagen ist die Bestenseerin auf der „Jagd“ nach den Moorfröschen. Gekonnt biegt sie kurz vor der Mündung in den Hintersee in eine kleine Bucht am Liepegraben ab. „Hier sind sie normalerweise“, zeigt sie auf einen Flecken Sumpf zwischen Wasser und Land, umgeben von hohem Schilf. Es ist ganz still, wenn man absieht von dem Zirpen, Zwitschern, Pfeifen, Krächzen, Summen. Nur das Quaken fehlt. Aber Dagmar Jaschen hat Geduld. „Man darf nie erwarten, dass die Motive sofort da sind“, sagt sie. Warten und Geduld haben, gehören genauso dazu wie der Blick für das Foto, das Ensemble auf dem Bild, das richtige Licht und natürlich das Quentchen Glück, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein.

Diesem Glück ist die Bestenseerin fast täglich auf der Spur. „Ich kann nicht anders, ich brauche das“, erklärt sie.

Auch Füchse hat die Bestenseerin bereits vor die Kameralinse bekommen. Quelle: Dagmar Jaschen

Vor Jahren noch hätte sie nie gedacht, dass sie die Fotografiererei so faszinieren würde. So hat sie sogar vergleichsweise wenig Fotos aus der Zeit, als sie mit ihrem Mann noch zu DDR-Zeiten aus dem Rohbau im Schenkendorfer Weg ihr Haus gemacht hat und die beiden Kinder noch Kinder waren. Heute ist sie „Foto-Millionärin“. Jedes Jahr sind es Tausende neue Aufnahmen, die dazu kommen. Als ihr Computer kürzlich abstürzte und ihr ganzes Archiv weg war, hätte sie ihren Sohn umarmen können, der als Computer-Spezialist alles so eingerichtet hat, dass alles noch einmal auf seinem Rechner gesichert wird.

Angefangen hatte vor Jahren alles mit einem Foto-Wettbewerb auf der Suche nach der besten Aufnahme der Bestenseer Kirche bei Nacht. Dagmar Jaschen schoss eines mit der Digitalkamera des Sohnes – und gewann.

Eigentlich ist Dagmar Jaschen am liebsten in der Natur unterwegs. Für die Spiele der Netzhoppers macht sie jedoch regelmäßig Ausnahmen. Quelle: Dagmar Jaschen

Besonders lieb sind der Frau aber Aufnahmen aus der Natur. „Ich bin etwas menschenscheu, vielleicht hängt es damit zusammen“, überlegt sie und zeigt ihre schönsten Aufnahmen: Blitze, Füchsin mit Jungem, aber auch einen Schmetterball in einem Volleyball-Spiel mit den Netzhoppers. „Die fotografiere ich sehr gerne“, gesteht sie trotz ihrer Scheu. Da mache sie eben eine Ausnahme. Gewöhnlich mag sie nicht im Mittelpunkt stehen, zieht sich lieber zurück in ihr Boot mit der Fototechnik und dem Angelzeug. Manchmal hat sie dann so gleich zwei Sachen am Haken: Ein tolles Foto-Motiv und einen Hecht.

An diesem Morgen will ihr so richtig nichts vor die Kamera kommen. Nur ein hübscher Schmetterling, ein Pfauenauge, setzt sich gleich neben sie auf einen Zweig. Sie drückt ab, nimmt die Ruder in die Hand und paddelt zurück zur Anlegestelle. „Morgen wieder“, sagt sie.

Von Andrea Müller

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