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Zurück geholt ins Dorf

Zuhause in Brusendorf-Boddinsfelde Zurück geholt ins Dorf

Das alte Meisterhaus der historischen Ziegelbrennerei in Boddinsfelde – einem Ortsteil von Brusendorf – wird saniert. Nach langem Kampf mit dem kreislichen Bauamt hat Peter Schober die Genehmigung erhalten, hier seinen Firmensitz der Alenko GmbH zu errichten sowie drei Wohnungen entstehen zu lassen. Rund 450 000 Euro nimmt der Unternehmer dafür in die Hand.

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Peter Schober baut das Meisterhaus der historischen Ziegelbrennerei in Boddinsfelde wieder auf. Seine Firma und drei Wohnungen werden hier Platz finden.

Quelle: Andrea Müller

Boddinsfelde. Der Haken bohrt sich tief in das Geflecht unter dem Putz. Mit einem Ruck wird er heraus gezogen. Jede Menge Staub, Stroh und Deckenstücke fallen krachend herunter. „Hier muss erst einmal alles raus“, erklärt Peter Schober. Er will das älteste Haus von Boddinsfelde zu seinem neuen Firmensitz der Alenko GmbH machen. Das Unternehmen beschäftigt sich und zehn Mitarbeiter mit regenerativen Ideen, dem Beheizen und Kühlen von Räumen. Momentan sitzt es in noch im Dorfkern von Brusendorf.

Innen muss erst einmal alles raus

Innen muss erst einmal alles raus. Das ist eine sehr mühevolle Arbeit. Hier in der oberen Etage wird später das Büro der Alenko GmbH einziehen.

Quelle: Andrea Müller

Schober hatte einen schweren Start mit seinem Projekt. Die Baubehörde des Landkreises wollte seinem Vorhaben nicht zustimmen. (die MAZ berichtete). Denn das Haus befinde sich im Außenbereich. Erst nach langen Verhandlungen wurde zugestimmt. Schober musste mit den Stadtverordneten von Mittenwalde im Rücken eine Außenbereichssatzung erstellen lassen; die Abgeordneten ihr zustimmen. „Das hat mich ein hübsches Sümmchen zusätzliches Geld gekostet“, sagt der Unternehmer, der der ganzen Sache bis heute nicht so recht folgen kann. Denn zum einen sei es das Meisterhaus der alten Ziegelei und somit das älteste Haus des Ortes, um das sich erst später die anderen Häuser geschart hätten. Zum anderen sei es ja sein Anliegen, das Gehöft nicht weiter dem Verfall zu überlassen, sondern es wieder herzustellen.

Auf dem Hof in der Boddinsfelder Wilhelm-Pieck-Straße wurde bei den Erdarbeiten  dieser alte Brunnen wieder entdeckt

Auf dem Hof in der Boddinsfelder Wilhelm-Pieck-Straße wurde bei den Erdarbeiten dieser alte Brunnen wieder entdeckt. Er wird später das Areal zieren.

Quelle: Andrea Müller

Schober will künftig Wohnen und Arbeiten trennen. Er lebt mitten in Brusendorf. Das Gehöft dort hatte er ebenfalls wieder aufgebaut. In einem der Gebäude befindet sich sein Firmensitz. Mit der Fertigstellung des alten Meisterhauses in Boddinsfelde werde der umziehen. Zusätzlich zum Büro sollen hier drei Wohnungen entstehen. Vor dem inneren Auge Schobers ist bereits fertig, was der Bauplan im Detail vorzeichnet. Doch bis dahin werde nach Schobers Einschätzung noch mindestens ein Jahr vergehen. „Bis zum Winter soll das Haus aber ein neues Dach, eine schützende Fassade und neue Fenster haben“, meint er und ist sehr zuversichtlich, dass es genauso kommen wird.

Links befindet sich das alte Stallgebäude

Links befindet sich das alte Stallgebäude. Voraussichtlich werden hier Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder etc. geschaffen.

Quelle: Andrea Müller

Dann erfolge der Innenausbau. Gegenwärtig werde erst einmal alles gründlich entkernt. Büro wie Wohnungen sollen später mit den modernen Heizsystemen ausgestattet werden, die im Sommer kühlen und im Winter heizen können. Momentan wird der Keller isoliert. Rings ums Haus ist ein Graben gezogen. Gleichzeitig werden alle Medien ins Haus verlegt. Vom Nebengebäude wurden das Dach und eine Etage abgetragen. Das sei eine der Voraussetzungen für die Baugenehmigung gewesen. Das soll künftig nur noch als Carport genutzt werden. Im alten Stall könnten Unterstellmöglichkeiten für die künftigen Bewohner geschaffen werden. Ganz sicher ist sich Schober hier in der Verwendung noch nicht.

Der Keller wird von der Feuchtigkeit isoliert

Der Keller wird von der Feuchtigkeit isoliert. Gleichzeitig kommen alle Medien in das Haus, die künftig gebraucht werden wie Wasser, Strom, Telefon.

Quelle: Andrea Müller

Ungefähr 450 000 Euro nehme der Unternehmer für die Sanierung in die Hand. Einen großen Teil der Arbeiten übernähmen seine eigenen Leute. Für andere wurden Subunternehmer beauftragt, darunter Mitarbeiter vom Ingenieurbüro Barth aus Rangsdorf.

Von diesem Nebengebäude wurde das Dach und eine Etage abgetragen

Von diesem Nebengebäude wurde das Dach und eine Etage abgetragen. Künftig soll es als Carport dienen.

Quelle: Andrea Müller

Auf dem Hof des Gehöfts wurde bei den Erdarbeiten ein alter Brunnen wieder entdeckt. Der wurde inzwischen frei gelegt und soll künftig das Areal zieren. Peter Schober freut sich mit seinen Nachbarn in der ebenfalls wieder aufgebauten alten Schule und dem sanierten Reitgut, dass hier wieder ein Stück Geschichte Boddinsfeldes aufersteht. Schober hat das Haus gewissermaßen zurück ins Dorf geholt.

Im Inneren sieht es derzeit noch schlimm aus

Im Inneren sieht es derzeit noch schlimm aus. Die Nässe hat reichlich Schaden in dem alten Gebäude angerichtet. Aber alles wird beseitigt und wieder schick gemacht.

Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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