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Dahme-Spreewald Zusammenarbeit wird intensiver
Lokales Dahme-Spreewald Zusammenarbeit wird intensiver
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00:22 14.01.2016
200 Gäste tauschten sich beim Neujahrsempfang der Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf aus. Quelle: Uta Schmidt
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Schulzendorf

Die Zeichen stehen gut für eine erfolgreiche Zusammenarbeit in den drei Nachbargemeinden Eichwalde, Schulzendorf und Zeuthen. Das ist die einhellige Botschaft der Bürgermeister Bernd Speer, Markus Mücke (beide parteilos) und Beate Burgschweiger (SPD), die am Samstagvormittag gemeinsam zum traditionellen Neujahrsempfang 200 Gäste in die Mehrzweckhalle nach Schulzendorf eingeladen hatten. Vertreter aus der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Partnergemeinden in Polen und Tschechien sowie viele Ehrenamtler nutzten wie in den Vorjahren den Anlass zum Austausch von guten Jahres-wünschen und für Gespräche über wichtige Vorhaben und Projekte.

Dabei gaben die drei Gemeindechefs klar den Kurs fürs neue Jahr vor: „Wir sind eine Wachstumsgemeinde. Sehr viele Menschen wollen in unserer Kommune leben. Das stellt uns vor wichtige Fragen bei den Themen Wohnungsbau, Infrastruktur und Kinderbetreuung“, so Burgschweiger zu Herausforderungen in Zeuthen. Gleiche Themen würden die Verwaltungen und Kommunalpolitiker in Eichwalde und Schulzendorf beschäftigen. „Wir sind nicht nur bei der Verkehrsinfrastruktur eng miteinander verflochten. Da macht es Sinn, die Dinge gemeinsam anzugehen“, ergänzte Bernd Speer. Eichwalde, die kleinste Gemeinde im gemeinsamen Siedlungsraum, habe begrenzte Ressourcen und somit ein großes Interesse an einer engeren Zusammenarbeit.

Die Bürgermeister Bernd Speer (parteilos), Beate Burgschweiger (SPD) und Markus Mücke (parteilos) begrüßten die Gäste des Neujahrsempfangs. Quelle: Uta Schmidt

Wenn die drei Verwaltungschefs im neuen Jahr kommunalpolitische Herausforderungen zunehmend gemeinsam angehen wollen, läge dies am zeitgleichen Stemmen von finanzintensiven Projekten und dem Lösen von Problemen wie dem Ausbau der barrierefreien Bahnhöfe und Bahnquerungen in Zeuthen und Eichwalde sowie dem Bau von Kindereinrichtungen in allen drei Gemeinden. „Da ballt sich in kurzer Zeit viel zusammen, das uns strapazieren und überstrapazieren kann. Nur wenn wir gemeinsam in die Zukunft gehen, können wir das schaffen“, so Speer. Burgschweiger ergänzte, dass der Wille zur kommunalen Zusammenarbeit ebenso bei vielen Bürgern vorhanden sei und kündigte bereits eine gemeinsame Beratung der Gemeindevertreter aller drei Kommunen an. Dabei soll die Identität der Orte nicht auf der Strecke bleiben.

Hausherr Markus Mücke (parteilos) nutzte den Empfang, um Dank allen Ehrenamtler zu sagen, die sich derzeit vor allem bei der Bewältigung der Flüchtlingsaufnahme in den Orten engagieren. Er informierte darüber, dass sich die Initiative „Schulzendorf hilft“ gegründet habe, obwohl es in der Kommune „offiziell“ noch keine Flüchtlingsunterkünfte gibt. Ende des vergangenen Jahres beteiligten sich zudem zahlreiche Unterstützer aus allen drei Gemeinden an der großen Spendenaktion für Asylsuchende, die in Eichwalde initiiert worden war.

Brisante Themen wie Straßen- und Tunnelbau entlang der S-Bahntrasse, fehlende Kinderbetreuungsplätze und sozialverträgliche Wohnungen, aber auch Kultur und Umweltschutz zogen sich durch viele Gespräche der Gäste in der Mehrzweckhalle.

Kantor Christian Finke-Tange wünschte sich zum Beispiel ein vernünftiges Verkehrskonzept für die Gemeinde Zeuthen, die Eichwalderin Karin Peterson möchte 2016 als CDU-Gemeindevertreterin mehr Projekte gemeinsam mit den Bürgern bewegen und Holger Schwede vom Energieunternehmen Edis lobte das unternehmerfreundliche Klima in den Gastgeber-Kommunen. Auf dem Parkett herrschte ebenso Freude über das Wiedersehen mit langjährigen Bekannten. „Wir sind seit sechs Jahren Gäste beim Neujahrsempfang, planen bereits wieder gemeinsame Projekte im neuen Jahr“, erzählte Brygida Wroblewska aus der Partnergemeinde Kargowa. Der Gegenbesuch von Schulzendorfern werde erwartet.

Von Uta Schmidt

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