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Dahme-Spreewald Zwei Bauabschnitte auf der A12 fertig
Lokales Dahme-Spreewald Zwei Bauabschnitte auf der A12 fertig
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00:31 16.10.2015
Bis Ende Oktober gibt es in den Baustellenbereichen auf der A 12 noch kleinere Einschränkungen. Quelle: Thomas Mattuschka
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Auf der von vielen Lkw-Fahrern augenzwinkernd nur „Warschauer Chaussee“ genannten Autobahn A 12 wird am Dienstag das sanierte Teilstück zwischen Neu-Waltersdorf und Briesenluch in Richtung Berlin offiziell für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Bereits am 30. September konnten in dieselbe Richtung auch die Bauarbeiten zwischen dem Dreieck Spreeau und dem Skabyer Torfgraben beendet werden (MAZ berichtete). Zur Freude der Kraftfahrer sind damit der erste und der dritte Bauabschnitt der 2013 begonnenen Sanierung der insgesamt 17,3 Kilometer langen Strecke zwischen dem Dreieck Spreeau und der Anschlussstelle Fürstenwalde West pünktlich noch vor Beginn des Winters abgeschlossen. Bis Ende Oktober müssen sich die Autofahrer allerdings noch auf kleinere Verkehrseinschränkungen einstellen, da die Leiteinrichtungen für die Baustelle noch zurückgebaut werden.

Die Anschlussstelle Friedersdorf ist umgebaut und verfügt jetzt über eine vorschriftsmäßige Beschleunigungsspur. Auch den 500 Meter langen und fünf Meter hohen Lärmschutzwall für die Anwohner in Friedrichshof stellten die Bauleute noch in der vorigen Woche fertig.

Zahlen und Fakten

Schon 1934 wurde mit dem Ausbau der Autobahn zwischen dem Berliner Ring und Frankfurt (Oder) begonnen. Nach der Wende wurde diese alte Reichsautobahn immer wieder repariert. 1993 begann die schrittweise Sanierung der A 12.

Ab 2013 wurden die letzten 17,3 Kilometer zwischen dem Dreieck Spreeau und der Anschlussstelle Fürstenwalde West in Angriff genommen. Zu diesem Projekt gehören der Umbau der Anschlussstellen Friedersdorf und Storkow, die Erneuerung von fünf Autobahnbrücken und die Errichtung von drei Lärmschutzwänden.

Die Baukosten belaufen sich auf mehr als 60 Millionen Euro.

„Sicherheit hat auf dieser Transitstrecke zwischen Moskau, Warschau, Berlin und Rotterdam Priorität“, sagt Thomas Mattuschka, Sachgebietsleiter Bauüberwachung Autobahn Süd vom Brandenburgischen Landesbetrieb Straßenwesen. Daher seien Baustellen auf der A 12 mit die einzigen in Deutschland, an denen bewusst eine Winterpause eingelegt wird. Im Frühjahr 2016 wird der zweite Bauabschnitt vom Skabyer Torfgraben bis Neu-Waltersdorf einschließlich des Umbaus der Anschlussstelle Storkow begonnen. Die Ausschreibung läuft gerade.

Insgesamt betragen die Baukosten von Spreeau bis Fürstenwalde mehr als 60 Millionen Euro. Bisher wurden 41 Millionen Euro verbaut. 2,5 Millionen Euro davon kamen von der EU. „Das ist gut investiertes Geld, mit dem die Verkehrssicherheit auf der A 12 wesentlich erhöht wird“, sagt Mattuschka. Dabei verweist er auf die bisher fehlenden Randstreifen, auf denen künftig auch Lkw Platz finden, sodass sie bei Pannen nicht den rollenden Verkehr behindern. Außerdem werden die Schutzplanken auf dem Mittelstreifen von 75 Zentimeter auf 1,10 Meter erhöht, sodass auch Schwerlasttransporter bei Unfällen nicht durchbrechen und den Gegenverkehr gefährden. Dennoch wird auch künftig in Richtung Frankfurt (Oder) auf der A 12 die zulässige Geschwindigkeit fast durchgängig auf 120 Kilometer pro Stunde begrenzt bleiben. Mattuschka begründet dies vor allem damit, dass sich in dieser Richtung fast 20 Prozent mehr Unfälle ereignen als in Richtung Berlin. „Offenbar will so mancher Lkw-Fahrer erst die Grenze erreichen, ehe er sich schlafen legt“, sagt der Sachgebietsleiter.

Bis 2018 soll der Ausbau der A 12 abgeschlossen sein. Sechs Fahrspuren wird es aber auch dann nicht geben, weil die Strecke durchschnittlich „nur“ etwa 37 000 und nicht mindestens 60 000 Fahrzeuge passieren. Als ökologischer Ausgleich für die Sanierung des 17 Kilometer langen Autobahnabschnitts werden nahe der A 12 2,1 Hektar entsiegelt sowie 68 Hektar Wald aufgeforstet und ökologisch umgebaut.

Von Franziska Mohr

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