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Zweite Runde in Debatte um Grundschulerweiterung

Zeuthen Zweite Runde in Debatte um Grundschulerweiterung

Das Rathaus Zeuthen will bei der Aufstellung des Bebauungsplans der Grundschule Zeuthen nun doch nur eine kleine Variante zur Abstimmung bringen. Geplant ist ein Hort- und Mensabau. Ein zweiter Bau von Klassenräumen wurde zuvor von der Gemeindevertretung per Beschluss abgelehnt.

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Blick auf den Campus der Grundschule am Wald in Zeuthen. Errichtet werden soll ein Hort- und Mensa-Gebäude.

Quelle: Oliver Becker

Zeuthen. Zweite Runde bei der Aufstellung des Bebauungsplan für die Grundschule am Wald in Zeuthen. Im jünsten Ortsentwicklungsausschuss wurde eine Vorlage mit einer Variante der Verwaltung vorgelegt. Sie sieht die Aufstellung einer Bebauungsfläche für den ersten Bauabschnitt vor – die Errichtung eines Hort- und Mensagebäudes auf dem Schulcampus. Eine zweite Variante – der Bau einer Zwillingsschwester mit weiteren Klassenräumen – ist vorerst vom Tisch. Letztere Variante wird von Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) gewünscht – sie ist aber von der Gemeindevertretung per Beschluss zuvor abgelehnt worden.

Beschluss im Dezember erwartet

In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung hatte Burgschweiger die Beschlussvorlage für die Aufstellung des Bebauungsplans der ausgelasteten Grundschule am Wald überraschend zurückgezogen. Zuvor hatte es im Ortsentwicklungs- und Hauptausschuss Streit über den Umfang der Schulerweiterung gegeben. Die Verwaltung hatte bei der Aufstellung des Bebauungsplans vorgeschlagen, die zu bebauende Fläche möglichst groß anzusetzen, um beide angedachten Ausbauschritte realisieren zu können. Mehrere Gemeindevertreter befürchteten, mit der großen Variante des Bebauungsplans handele das Rathaus gegen den Beschluss der Gemeindevertretung und ebne so den Weg für die mehrheitlich nicht gewollte Schulerweiterung. Anstelle des zweiten Ausbauschritts sollen Geld und Engagement in die Umsetzung eines Schulneubaus mit Eichwalde und Schulzendorf investiert werden, hieß es. In der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung Mitte Dezember soll eine Variante zum Beschluss vorgelegt werden.

Spielraum bei der Planung erhalten

„Es liegt nun eine kleinere Variante als die ursprüngliche große geplante Variante vor. Es sind Flächen reduziert worden“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Das Hort-Mensa-Gebäude solle realisiert werden. „Der zweite Bauabschnitt mit der Schaffung von Klassenräumen wollen die Gemeindevertreter wenn überhaupt zu einem späteren Zeitpunkt. Später kann man dann immer noch sehen, ob die jetzige Fläche dafür noch ausreicht oder man den Bebauungsplan nachträglich erweitern muss“, so die Rathauschefin. Der B-Plan gebe nur einen bestimmten Bereich und eine Fläche vor. Dann erst müsse eine konkrete Planung gemacht werden, wo das Gebäude am Ende steht. „Man muss sich einen Spielraum bei der Planung erhalten und das ist uns mit der jetzigen Variante gelungen“, sagte sie. In der nächsten Sitzung der Gemeindevertretung soll eine Variante zum Beschluss vorgelegt werden. Eine Verzögerung bei der Baurealisierung gebe es nicht. Es müsse eine europaweite Ausschreibung geben. „2017 brauchen wir den Aufstellungsbeschluss als Grundlage, um zügig die Ausschreibung und alle anderen Maßnahmen zu bewerkstelligen. Wenn alles klappt, können wir Anfang 2019 mit dem Bau beginnen“, sagte sie.

Große Erweiterung von Gemeindevertretern abgelehnt

„Die kleinere Variante ist jene, die wir in der Gemeindevertretung bereits beschlossen haben“, sagte Nadine Selch (CDU). Das Zurückziehen der Vorlage hätte für Verwirrungen gesorgt. Dieses Verhalten sei der Grund, warum man „mit der Arbeitsweise von Frau Burgschweiger nicht zufrieden“ sei, so Selch. Die Vorlage hätte den Bau weiterer Klassenräume befeuert, da sie auch Flächen für den zweiten Bauabschnitt vorsah. Dem Gemeindevertreterbeschluss, der im Vorfeld gefasst wurde, wäre mit der Vorlage nicht entsprochen worden, so die CDU-Frau.

Auch Karl Uwe Fuchs (FDP) und Dieter Karczewski (BfZ) hatten sich für die kleine Variante ausgesprochen und das Verhalten der Bürgermeisterin als unverständlich beschrieben. Sie lehnen die Erweiterung in der großen Variante ab, da sie massive Waldrodungen befürchten. Auch wird das Limit an Plätzen als erreicht angesehen.

Von Oliver Becker

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