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Zwischen BER und der Lausitz

IHK-Präsident Peter Kopf Zwischen BER und der Lausitz

Nachdem sein Vorgänger Klaus Aha zum Jahresende aus Altersgründen aufgegeben hat, ist Peter Kopf amtierender IHK-Präsident. Der Cottbuser Unternehmer hat auch geschäftlich in der Region zu tun.

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Peter Kopf bei einem Besuch der IHK-Außenstelle in Schönefeld.

Quelle: Anja Meyer

Schönefeld. In diesem Jahr ist der Cottbuser Unternehmer Peter Kopf häufig im Norden des Landkreises Dahme-Spreewald unterwegs. Er repräsentiert die Industrie- und Handelskammer (IHK) bei öffentlichen Veranstaltungen, trifft sich mit Wirtschaftsministern und anderen Politikern oder zeichnet die besten Azubis eines Jahrgangs aus. Auch mit den Kammern in Potsdam und Frankfurt (Oder) steht er in engem Kontakt. Sein noch recht neues Ehrenamt bringt es mit sich: Mit Jahresbeginn wurde Peter Kopf zum Präsidenten der Cottbuser Kammer ernannt – er amtiert mindestens bis zur turnusmäßigen Neuwahl im kommenden Jahr.

Eigentlich liefe die Amtszeit seines Vorgängers Klaus Aha erst im September 2017 aus – aus Altersgründen hatte Aha jedoch bereits im Dezember 2015 das Amt aufgegeben. Die Wahl des amtierenden Präsidenten Peter Kopf erfolgte deshalb außerhalb des satzungsgemäßen Turnus.

Seit 2012 im Präsidium

Peter Kopf schätzt sein neues Ehrenamt. „Als Präsident beschäftige ich mich mit den großen wirtschaftlichen Zusammenhängen im Kammerbezirk“, sagt er. Zuvor engagierte er sich bereits seit 2000 in der Vollversammlung der IHK, seit 2012 sitzt er dort im Präsidium. Die Präsidentschaft der Kammer wird stets mit einem Mitglied aus der Vollversammlung besetzt.

Der 60 Jahre alte Peter Kopf stammt aus einer traditionsreichen Cottbuser Unternehmerfamilie: Sein Großvater Fritz Kopf gründete 1933 das gleichnamige Unternehmen für Heizungs- und Klimatechnik, nach Ende des Zweiten Weltkriegs baute Peter Kopfs Vater Hans Kopf den Betrieb wieder auf. 1972 wurde das Unternehmen verstaatlicht, Hans Kopf blieb zunächst Direktor des volkseigenen Betriebes und ging ein paar Jahre später in Invalidenrente. Zu DDR-Zeiten hatte Peter Kopf daher keine Pläne, mit in das einstige Familienunternehmen einzusteigen. Ihn zog erst nach Potsdam, wo er eine Berufsausbildung mit Abitur zum Anlagenmonteur absolvierte. Später studierte er an der Technischen Universität in Dresden Technische Gebäudeausrichtung auf Diplom.

In Dresden wurde Peter Kopf einige Jahre heimisch. Er spezialisierte sich auf Klimatechnik für Kulturbauten, dabei arbeitete der junge Ingenieur unter anderem an den Klimaanlagen des Dresdner Schlosses und der Semperoper. 1978 heiratete Peter Kopf dort seine Frau, eine Medizinerin. Das Ehepaar bekam zwei Kinder.

Familienunternehmen nach der Wende reprivatisiert

Als es nach der Wende die Möglichkeit gab, das einstige Familienunternehmen wieder zu reprivatisieren, zog die Familie ins brandenburgische Cottbus zurück. Peter Kopf, den die Selbstständigkeit stets mehr anzog als das Angestelltenverhältnis, leitete die Reprivatisierung. Am 1. Juli 1990 eröffnete er den Betrieb Kopf Heizungs- und Klimatechnik erneut, heute zählt das mittelständische Unternehmen rund 40 Mitarbeiter. Auch in der Region ist die Firma bekannt: Kopf hat hier viele Kunden und sogar ein Büro in Schönefeld. Der Betrieb baute zum Beispiel die Lüftungen in den Krankenhäusern in Ludwigsfelde und in Königs Wusterhausen.

Für Peter Kopf war es in der Anfangszeit der Reprivatisierung immer sehr wichtig, sich mit anderen jungen Führungskräften auszutauschen und ein Netzwerk aus Gleichgesinnten zu haben. Deshalb gründete er im Jahr 1992 die Wirtschaftsjunioren der IHK Cottbus, wo er bis zu seinem 40. Lebensjahr aktiv war. Später engagierte er sich in der Vollversammlung der Kammer. „Ich will mich ja nicht nur um meinen eigenen Betrieb kümmern, sondern auch um die wirtschaftlichen Belange im Kammerbezirk“, sagt er.

Sohn übernimmt den Betrieb

Als Präsident ist er mehr für die IHK unterwegs als er ursprünglich dachte. „Das ist eine sehr interessante Aufgabe für mich“, sagt er. Neben der Geschäftsführung seines Unternehmens funktioniert das nur, weil sein Sohn Matthias Kopf (33) den Betrieb in den kommenden Jahren in vierter Generation übernehmen wird. Der diplomierte Energiewirtschaftsingenieur übernimmt bereits seit seinem Studienabschluss der Diplom-Energiewirtschaft vor rund fünf Jahren viele Entscheidungen im Familienbetrieb. Peter Kopf schaut trotzdem mindestens einmal am Tag in der Cottbuser Firma vorbei – immerhin wohnt er direkt nebenan und hat es dementsprechend nicht weit.

Die wichtigsten Themen, mit denen IHK-Präsident Peter Kopf in seinem Ehrenamt aktuell konfrontiert ist, sind der Strukturwandel in der Lausitz und die industriellen Veränderungen, die der Flughafen BER mit sich bringen wird. Ihm ist es wichtig, dass sich das Umfeld entsprechend entwickelt und die Gewerbegebiete an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen werden.

Von Anja Meyer

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