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Den Staffelstab weitergegeben

Kita Lehnitz bekommt neue Chefin Den Staffelstab weitergegeben

Am Gründonnerstag ist ihr letzter Arbeitstag in der Lehnitzer Kita: Rita Kunath geht nach siebeneinhalb Jahren von Bord, hat sich als Leiterin einer kleinen Integrationskita in Neuruppin eine neue Herausforderung gesucht. So wie ihre Nachfolgerin aus Oranienburg in Lehnitz: Nadin Messinger.

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Rita Kunath (l.,47) und ihre Nachfolgerin Nadin Messinger (30).

Quelle: Enrico Kugler

Lehnitz. Ob es morgen ohne Tränen abgeht? Wahrscheinlich nicht. „Ich verabschiede mich eigentlich schon seit Tagen“, sagt Rita Kunath. Die Kinder haben ihr mehr als 70 Blumen überreicht, der Ortsvorsteher, der Elternverein bedankten sich, am Sonnabend hatte sie ihre Kollegen zur Party ins Wohnzimmer eingeladen. „Der Schlaf fehlt mir heute noch“, sagt eine vorbeikommenden Kollegin und lacht. Am Gründonnerstag ist für Rita Kunath nun der endgültig letzte Arbeitstag als Leiterin der Lehnitzer Kita. Nach siebeneinhalb Jahren verlässt sie das Haus mit derzeit 117 Kindern, hat sich eine neue Herausforderung gesucht, wird Leiterin der Integrationskita eines freien Trägers in Neuruppin.

Die 47-Jährige ist von Beruf Lehrerin und arbeitet seit 2003 als Erzieherin. Die Mutter dreier fast erwachsener Söhne hat zudem eine Ausbildung in Kita-Management und den Facherzieher für Psychomotorik in der Tasche. Zu Hause ist sie in Sachsenhausen und Trubel privat wie dienstlich gewohnt. Ob sie sich noch an den ersten Arbeitstag in Lehnitz erinnern kann? Und ob, meint sie. Es sei so ganz ohne Übergabe ein ziemlicher Sprung ins kalte Wasser gewesen. „Ich habe mich da so reingeschwommen.“ Wenn sie heute auf Zeit zurückschaut, habe sie vor allem die Zusammenarbeit mit den 17 Kolleginnen und einem Kollegen und den Eltern und dem Förderverein Mobilé schätzen gelernt. Rita Kunath fühlt sich irgendwie „mit Lehnitz inzwischen fest verwoben“. Schließlich ist sie im Kulturverein aktiv, organisiert auch 2016 die Jugendfeiern und der Weihnachtsmarkt ist ihr ans Herz gewachsen.

Und doch hat sie sich eine neue Herausforderung gesucht. „Die Arbeit in einer Integrationskita mit 30 Plätzen, das ist schon noch mal etwas ganz anderes.“ Zugleich freut sie sich, dass ihre Nachfolgerin nicht ins kalte Wasser geworfen wird: „Sie soll einen Start haben, wie ich ihn mir gewünscht hätte.“ Nadin Messinger übernimmt den Staffelstab am Dienstag nach Ostern. Sie lebt mir Partner und vierjährigem Sohn in Oranienburg-Süd und stammt aus Berlin. Die ausgebildete Erzieherin hat bisher in der Kita „Flax und Krümel“ gearbeitet, „als die Stelle ausgeschrieben war, habe ich mir gesagt: Versuch’s, pack die Chance beim Schopfe.“ Und es hat geklappt.

Mit heftigen Bauchschmerzen sei sie am Freitag zum ersten Arbeitstag erschienen. „Die waren in einer halben Stunde weg.“ Vor allem, weil das in Lehnitz praktizierte pädagogische Konzept genau das ist, was sie auch möchte: Hier betreuen die Erzieher die Kinder vom Krippen- bis zum Vorschulalter, es gibt ein Rotationsprinzip. „So kommt jeder mal aus dem Windelnwechseln raus, aber vor allem geht es uns darum, Brüche für die Kindern durch wechselnde Erzieher zu vermeiden“, begründet Rita Kunath. Brüche erlebten die Kinder in den Familien, bei Umzügen in einer Berufswelt, die von den Eltern viel Flexibilität fordert, oder später in der Schule schon genug.

Von Heike Bergt

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