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Lokales Die „MINT-Überflieger"
Lokales Die „MINT-Überflieger"
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00:21 18.09.2017
Standortleiter Wolfgang Eck mit den Besten: Julie Dörffel und Dimitri Robert vom Curie-Gymnasium Hohen Neuendorf und Marie-Elisabeth Makohl vom Eduard-Maurer-OSZ Hennigsdorf (v. l.) Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Von wegen Männerdomäne! Zwei Schülerinnen nahmen am Freitagabend einen Schüler in die Mitte bei der Vergabe des Runge-Schülerpreises von Takeda, der im Saal an der Bykstraße zum ersten Mal verliehen wurde. Und zwar an die drei Schüler mit dem besten Notendurchschnitt in den Fächern Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik der 9. und 11. Klassen von Oberschulen und Gymnasien in Oberhavel. Der Arzneimittelhersteller erinnert damit an den Chemiker und Erfinder Friedlieb Ferdinand Runge und unterstreicht zugleich, wie wichtig fundierte naturwissenschaftliche und technische Kenntnisse für Mitarbeiter von morgen sind. Auch bei Takeda. Alle drei Preisträger bekamen je 500 Euro.

Professor Peter Oehme würdigte eingangs den großen Sohn der Stadt, der chemische Verbindungen wie Anilin und Koffein analysierte. Man müsse nicht gleich als Wissenschaftler in seine Fußstapfen treten, aber Azubis des Pharmaunternehmens berichteten den Schülern, wie die Ausbildung läuft, um Pharmakant, Chemielaborant oder Mechatroniker bei Takeda zu werden. Derzeit bildet das Unternehmen 60 Azubis in diesen Berufen aus, und natürlich ist die Hoffnung da, dass sich auch diese jungen „MINT-Überflieger“ für eine Ausbildung interessieren.

Zu denen, die ihre Ausbildung im Unternehmen bereits mit Bravour gemeistert haben, gehören Andrea Hopp (Chemielaborantin), Marco Hedicke (Pharmakant) und Christian Galle (Elektroniker). Sie haben ihre Ausbildung 2017 beendet, vorfristig und mit ausgezeichneten Leistungen. Auch sie wurden gewürdigt.

„Ihr seid bestes Beispiel dafür, dass Leistung sich lohnt“, so Ludger Weskamp. „Und die Zeiten, dass MINT-Fächer, Jungsfächer waren, sind auch vorbei.“ Seit 2015 hat Takeda am Standort 100 Millionen Euro investiert, beschäftigt 760 Mitarbeiter. Nicht immer sei ein Studium der Königsweg, auch eine Ausbildung lohnt sich, warb der Landrat.

Von Heike Bergt

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