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Die ersten Mieter ziehen aus

Luckenwalde Die ersten Mieter ziehen aus

Das Wohngebiet auf der Burg in Luckenwalde soll in den kommenden Jahren aufwendig saniert werden. Der Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft „Die Luckenwalder“ sieht keinen Grund zur Eile. Je eher sich die Mieter aber zum Umzug entscheiden, um so größer ist die Auswahl an Wohnungen.

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Dieser Wohnblock auf der Burg in Luckenwalde wird saniert.

Quelle: foto: Hahn

Luckenwalde. Die ersten Mieter auf der Burg in Luckenwalde sind bereits ausgezogen. Von den rund 1400 Wohnungen mit 3000 Mietern, die die Wohnungsgesellschaft„Die Luckenwalder“ derzeit verwaltet, befinden sich 260 Wohnungen mitten im Zentrum auf der Burg. Die meisten sind nicht saniert. Dazu gehört auch der Wohnblock Burg 3-7, der 1987 gebaut und seitdem nicht auf Vordermann gebracht wurde. Er ist als erster an der Reihe. Die Bäder haben bis auf wenige Ausnahmen wie vor 30 Jahren den Toiletten-Spülkasten an der Decke. Die Wände im Treppenflur sind beschmiert und mit zerrissenen 80er-Jahre-Tapeten bestückt. Die Treppengeländer sind wacklig, der Hauseingang mit Graffiti verunstaltet.

Mieter bekommen Ersatzwohnungen angeboten

Deshalb hat sich die Wohnungsgesellschaft hat entschieden, zu sanieren. Horst-Ulrich König, Geschäftsführer der „Luckenwalder“ bestätigt, dass die ersten Mieter im vergangenen Jahr die Möglichkeit genutzt haben, sich in Ruhe eine neue Wohnung auszusuchen. „Je früher sich unsere Kunden entscheiden, sich eine alternative Wohnung anbieten zu lassen, desto größer ist die Auswahl in unserem Wohnungsbestand“, sagt König. Darüber hinaus werden leerstehende Wohnungen in naheliegenden Häusern der Wohnungsgesellschaft saniert, um sie den Mietern in der Burg anbieten zu können. In Anbetracht des langfristigen Projektplanes gäbe es laut Horst-Ulrich König keine Eile. Die die Mieter könnten sich in Ruhe auf die Veränderung einstellen.

Sanierung ist Mammutaufgabe

Gemeinsam mit den Architektengesellschaft Teske, Schwiede und Partner werden die Grundlagen für die späteren Ausschreibungen vorbereitet. „Der neue Planungsabschnitt beginnt Anfang 2018 und ist eine kleine Mammutaufgabe, die nach gut 18 Monaten fertig sein soll, wenn die im April 2017 beantragte Baugenehmigung keine unerfüllbaren Auflagen enthält“, so König.

Intern wird wir an der Finanzierung des Zukunftsprojektes „Die Burg“ gearbeitet. Die ersten Gespräche mit potenziellen Banken laufen gut, denn diese sehen die gute Entwicklung in den berlinnahen Regionen und besonders in Luckenwalde. Bei den Banken komme das Konzept, barrierefrei sowie barrierearme Wohnungen in differenzierten Größen und Grundrissen zu schaffen, gut an.

Mieter wünscht sich saubere Treppenhäuser

Fred-Peter Spielhagen wohnt seit fünf Jahren auf der Burg. „Die Nähe zum Stadtzentrum gefällt uns“, so der Luckenwalder. Er hat schon ein Gespräch mit der Wohnbaugesellschaft geführt und erfahren, dass er im Laufe des Jahres ausziehen müsste. „Wenn ich hier ausziehen, dann möchte ich wieder eine Zweieinhalbzimmerwohnung mit Dusche, denn die haben wir uns extra einbauen lassen“, sagt Spielhagen. Dass er nach den Sanierungsarbeiten wieder zur Burg zurückzieht, kommt für ihn nicht in Frage. Dafür gebe es zwei Gründe: „Zum einen aus Altersgründen nicht und zum anderen denke ich, dass die Miete nach der Sanierung kräftig ansteigen werden“, fügt er hinzu. Er könnte sich gut eine Wohnung in Bahnhofsnähe vorstellen. Er hofft, dass in der nächsten Wohnung die Reinigung der Treppenhäuser besser geregelt ist. „Hier auf der Burg sind die Hausflure sehr schmutzig und es wird nichts gemacht“, ärgert er sich.

Von Margrit Hahn

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