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Lokales Dosenschießen mit Schlauch
Lokales Dosenschießen mit Schlauch
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05:10 06.06.2016
Nils (2.v.l.), Mike Bernhardt (3.vl.) und Monique Wolf (4.v.l.) mit weiteren Feuerwehr-Mitgliedern. Quelle: von Schell
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Telz

Der Tag der offenen Tür, den der Feuerwehrverein Florian Telz am Sonnabend organisiert hat, war ein voller Erfolg. Bei schönstem Sommerwetter kamen viele Besucher zum Feuerwehrhaus in der Dorfaue. „Von 14 bis 24 Uhr war hier was los“, sagt Monique Wolf vom Florian-Verein.

Zu sehen waren die Einsatzwagen, etwa das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W), das seit 2001 im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Telz ist. „Es stellt die Wasserversorgung bei Brandeinsätzen sicher“, erklärt Ortswehrführer Mike Bernhardt. Mit dabei waren Feuerwehrleute aus Gallun, die ihren Rüstwagen für technische Hilfeleistung vorführten. Auch die alte Handdruckspritze, die die Telzer Feuerwehr 1934 geschenkt bekam, war zu bestaunen.

„Es gab Mini-Erste-Hilfe-Kurse für Kinder“, erzählt Mike Bernhardt. Dabei wurden den Kindern Verletzungen geschminkt und so behandelt, als wären es echte. Außerdem wurde den Kindern gesagt, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen. „Reanimation mit Herzmassage können sie nicht leisten. Aber sie können Erwachsene ansprechen und um Hilfe bitten.“

Eine aufgeschminkte Kopfverletzung wird von Mike Bernhardt verbunden. Quelle: von Schell

Natürlich konnten sich die Mädchen und Jungen auch mit Kinderschminken und Hüpfburg amüsieren. „Dosenschießen mit Pumpe und Schlauch sowie ein Rasensprenger sorgten für Erfrischung“, sagt Monique Wolf. Und am Abend spielte eine Live-Band, die bis Mitternacht für gute Laune sorgte. Es war seit vielen Jahren wieder einmal der erste Tag der offenen Tür, den die Freiwillige Feuerwehr Telz veranstaltet hat. „Wir wollten den Einwohnern und Interessenten eine Feuerwehr zum Anfassen präsentieren“, sagt Mike Bernhardt. Es sei wichtig, mit den Menschen in Kontakt zu bleiben. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Feuerwehr überall mit Personalproblemen zu kämpfen hat. „Vielleicht können wir ja jemanden überzeugen, bei uns tätig zu werden.“ Das Gleiche gilt mit dem Blick auf den fehlenden Nachwuchs.

Ein treues Mitglied hat die Feuerwehr Telz aber schon im vergangenen Jahr gewonnen: Nils, geistig behindert, 19 Jahre alt, aus der benachbarten Wohnstätte der Berliner Stadtmission. „Nils darf zwar keine Einsätze mitfahren, aber bei einfachen Diensten hilft er, wo er kann“, erzählt Monique Wolf.

Von Dietrich von Schell

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