Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Lokales Eigenheim für die Gänse
Lokales Eigenheim für die Gänse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 13.10.2017
Für die Gänse hat der Ahrensdorfer Reinhard Zerning dieses Haus ohne Boden gebaut. So kann das Federvieh selbst in der Nacht Gras fressen. Quelle: Margrit Hahn
Anzeige
Ahrensdorf

Herbstzeit ist Kürbiszeit. Wer durch Ahrensdorf fährt, kann die wahrscheinlich schönsten Exemplare sehen. Auch Reinhard Zerning hat die Steinmauer wieder mit unterschiedlichen Kürbissen bestückt. Im vergangenen Jahr war die Ernte nicht so gut, dafür gibt es in diesem Jahr prächtigen Gewächse unterschiedlichster Formen und Farben.

Im Hause Zerning werden im Herbst verschiedene Kürbisgerichte aufgetischt. Dafür ist Ehefrau Marianne zuständig. Zu DDR-Zeiten wurde Kürbis nur süß-sauer eingeweckt, doch das gehört der Vergangenheit an. Inzwischen gibt es viele Rezepte. „Bei einem Erntefest haben wir mal Kürbisbowle getrunken, die wir zu Hause nachmachen wollten. Aber irgendwie ist dann nichts daraus geworden“, bedauert Reinhard Zerning. Er rechnet damit, dass die Nachfrage nach Kürbissen in den nächsten Tagen ansteigt; noch bis Halloween, dann ist eh Schluss. Jetzt in der Herbstzeit hat Reinhard Zerning einiges zu tun. Wobei der 63-Jährige froh ist, dass sein Sohn Christian seit 1. Februar dieses Jahres seinen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb übernommen hat.

Momentan steht die Herbstbestellung an. Das Wintergetreide muss angebaut werden. Zudem gibt es immer Sonderaufgaben für den gelernten Landmaschinen- und Traktorenschlosser mit Meisterausbildung. So hat er beispielsweise für seine Gänse ein eigenes Häuschen gebaut. Die drei mal vier Meter große Unterkunft für das Federvieh hat er skizziert und anschließend selbst gebaut. Er hatte schon lange überlegt, dass sich die Gänse im Stall in der Nacht nicht so wohl fühlen. Und so kam er auf die Idee mit dem Haus ohne Boden. Das hängt er an einen Traktor und zieht es immer dorthin, wo die Gänse tagsüber das Grüne noch nicht abgefressen haben. Dort können sie abends weiterknabbern.

Der Vorteil ist, dass dort kein Fuchs hineinkommt. Dem Haus, das mit Fenstern und Tür versehen ist, hat er einen schwedenroten Anstrich verpasst. Den Gänsen scheint es zu gefallen.

Allerdings ist für das Federvieh ein Ende in Sicht. Sie werden spätestens als Weihnachtsbraten verspeist. Die Nachfragen nach Gänsen, die artgerecht gehalten werden, ist groß. „Natürlich gibt es bei uns Weihnachten auch Gänsebraten. Traditionell mit Klößen und Rotkohl“, sagt Landwirt Zerning.

Ein weiterer Vorteil: Den ehemaligen Gänsestall kann Reinhard Zerning nun als Werkstatt nutzen. Auf dieser befinden sich, ebenso wie auf einem Unterstand, Solarmodule. „Als Landwirt muss man versuchen, sich zusätzliche Standbeine schafften ansonsten ist es schwer“, weiß der Fachmann aus Erfahrung.

Von Margrit Hahn

Der Erweiterungsbau des Oranienburger Finanzamtes wird nicht im Januar, sondern erst Ende Mai 2018 fertig. Die Jahrhundertflut hatte den Keller beschädigt. Die Mehrkosten belaufen sich auf rund 100 000 Euro.

05.10.2017

Bürgermeister wird trotzdem an der „Tafel“ arbeiten und am Freitag dort Lebensmittel an Bedürftige ausgeben. Auch der DGB Oberhavel ist vor Ort. Am 7. Oktober ist der „Welttag für menschenwürdige Arbeit“.

08.10.2017

Die Carl-Gustav-Hempel-Straße in Oranienburg bleibt bis zum 26. Oktober voll gesperrt.

05.10.2017
Anzeige