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Eigenheim für die Gänse

Ahrensdorf Eigenheim für die Gänse

Der Ahrensdorfer Landwirt Reinhard Zerning hat sein Unternehmen zwar abgegeben, doch zu tun gibt es immer noch genug für ihn. Für das Federvieh hat er ein Zuhause gebaut, um die Tiere vor unliebsamen Besuchern zu schützen.

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Für die Gänse hat der Ahrensdorfer Reinhard Zerning dieses Haus ohne Boden gebaut. So kann das Federvieh selbst in der Nacht Gras fressen.

Quelle: Margrit Hahn

Ahrensdorf. Herbstzeit ist Kürbiszeit. Wer durch Ahrensdorf fährt, kann die wahrscheinlich schönsten Exemplare sehen. Auch Reinhard Zerning hat die Steinmauer wieder mit unterschiedlichen Kürbissen bestückt. Im vergangenen Jahr war die Ernte nicht so gut, dafür gibt es in diesem Jahr prächtigen Gewächse unterschiedlichster Formen und Farben.

Im Hause Zerning werden im Herbst verschiedene Kürbisgerichte aufgetischt. Dafür ist Ehefrau Marianne zuständig. Zu DDR-Zeiten wurde Kürbis nur süß-sauer eingeweckt, doch das gehört der Vergangenheit an. Inzwischen gibt es viele Rezepte. „Bei einem Erntefest haben wir mal Kürbisbowle getrunken, die wir zu Hause nachmachen wollten. Aber irgendwie ist dann nichts daraus geworden“, bedauert Reinhard Zerning. Er rechnet damit, dass die Nachfrage nach Kürbissen in den nächsten Tagen ansteigt; noch bis Halloween, dann ist eh Schluss. Jetzt in der Herbstzeit hat Reinhard Zerning einiges zu tun. Wobei der 63-Jährige froh ist, dass sein Sohn Christian seit 1. Februar dieses Jahres seinen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb übernommen hat.

Momentan steht die Herbstbestellung an. Das Wintergetreide muss angebaut werden. Zudem gibt es immer Sonderaufgaben für den gelernten Landmaschinen- und Traktorenschlosser mit Meisterausbildung. So hat er beispielsweise für seine Gänse ein eigenes Häuschen gebaut. Die drei mal vier Meter große Unterkunft für das Federvieh hat er skizziert und anschließend selbst gebaut. Er hatte schon lange überlegt, dass sich die Gänse im Stall in der Nacht nicht so wohl fühlen. Und so kam er auf die Idee mit dem Haus ohne Boden. Das hängt er an einen Traktor und zieht es immer dorthin, wo die Gänse tagsüber das Grüne noch nicht abgefressen haben. Dort können sie abends weiterknabbern.

Der Vorteil ist, dass dort kein Fuchs hineinkommt. Dem Haus, das mit Fenstern und Tür versehen ist, hat er einen schwedenroten Anstrich verpasst. Den Gänsen scheint es zu gefallen.

Allerdings ist für das Federvieh ein Ende in Sicht. Sie werden spätestens als Weihnachtsbraten verspeist. Die Nachfragen nach Gänsen, die artgerecht gehalten werden, ist groß. „Natürlich gibt es bei uns Weihnachten auch Gänsebraten. Traditionell mit Klößen und Rotkohl“, sagt Landwirt Zerning.

Ein weiterer Vorteil: Den ehemaligen Gänsestall kann Reinhard Zerning nun als Werkstatt nutzen. Auf dieser befinden sich, ebenso wie auf einem Unterstand, Solarmodule. „Als Landwirt muss man versuchen, sich zusätzliche Standbeine schafften ansonsten ist es schwer“, weiß der Fachmann aus Erfahrung.

Von Margrit Hahn

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