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Lokales Ein „Tabatt“ unterm Hammer
Lokales Ein „Tabatt“ unterm Hammer
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18:58 05.11.2017
Der Glienicker Uwe Tabatt mit dem Oranienburg-Bild, das unter den Hammer kam und Tim aus dem Kinderhaus in Malz, dem das Geld zugute kommen wird. Quelle: Robert Roeske
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Oranienburg

Der Wunsch nach einer Tischtennisplatte kann nun auf jeden Fall in Erfüllung gehen. Und sicher bleibt auch noch etwas für einen vorweihnachtlichen Ausflug übrig. Die Versteigerung gestern Nachmittag im Oranienburger Schloss war ein großer Erfolg. Rund 70 Besucher drängten sich auf den Stühlen im Orangesaal. Gesucht wurde dort ein meistbietender Käufer mit Herz für die Kunst, die Stadt und vor allem bedürftige Kinder. Das Einstiegsangebot für das Bild „Oranienburger Spiegel“, das Uwe Tabatt auf Bitten der MAZ für den guten Zweck gemalt hatte, lag bei 500 Euro. In 50-Euro-Schritten ging es voran. Es war Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz, der mit 700 Euro das höchste Gebot abgab.

Rund 70 Gäste waren zur Auktion gekommen. Bäckermeister Plentz (vorn) gehörte dazu, ersteigerte das Bild und nahm es mit nach Hause. Quelle: Robert Roeske

Die Versteigerung war der Höhepunkt der Finissage der Ausstellung „Ein-Aus-Weit-Blick“ des Glienicker Künstler. Dessen Werke waren seit 18. Mai im Kreismuseum zu sehen. „Es ist ein typisches Tabatt-Bild, mit vielen Botschaften auf den zweiten Blick“, so Vize-Landrat Egmont Hamelow. 15 000 Besucher hätten sich in den vergangenen sechs Monaten für die Bilder des Glienickers, der seit 30 Jahren als Maler arbeitet, interessiert. „Schön, als noch lebender Künstler ins Museum gekommen zu sein“, freut sich dieser und hatte die Lacher auf seiner Seite. Er habe sich über das Interesse an seinen Bilder gefreut.

„Seine Malweise ist faszinierend. Man bemerkt schnell, hier wird nicht nur mit dem Pinsel gearbeitet“, so Manuela Vehma. „Er baut, spachtelt, schraubt und montiert. Die Freude am Materialexperiment ist zu spüren. Er macht aus fast allem Kunst“, so die Kreismuseumschefin.

Zu „den Kindern, die jede Hilfe verdienen“, so Hans-Joachim Laesicke, gehört auch Tim. Der Zehnjährige lebt seit 4,5 Jahren im Malzer Kinderhaus an der Dorfstraße. Mit seiner Schwester Pauline. „Wenn alles weiter so gut läuft, können sie wieder zurück nach Hause nach Berlin. Ein schönes Beispiel, das wir nicht oft haben“, freut sich MSV-Geschäftsführerin Gabriela Wolff. Tim lernt das Spiel auf dem Akkordeon, seit er in Malz lebt. Am Sonntagnachmittag gab er eine Kostprobe und erntete donnernden Applaus.

Die Versteigerung, bei der Laesicke in bekannt-unterhaltsamer Art den Hammer schwang, ging dann zügig voran: Peter Heydenbluth und Frank Bommert boten mit, aber Karl-Dietmar Plentz ließ sich das Kunstwerk nicht nehmen: „Ich bin Oranienburger, das Bild spiegelt meine Heimatstadt. Im Café an der Bernauer Straße sollen alle etwas davon haben.“

Insgesamt kamen mit weiteren Spenden von den Gästen 1108 Euro zusammen. „Eine wirklich tolle Summe. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mitgesteigert haben“, so MAZ-Redaktionsleiter Sebastian Morgner.

Von Heike Bergt

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