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Ein Waldstützpunkt für die Kita

Eröffnung in Germendorf Ein Waldstützpunkt für die Kita

Die Kinder der Germendorfer Kita „Pusteblume“ hat seit Montagmorgen einen „Waldstützpunkt“. Rund 4000 Quadratmeter groß, steht darauf ein Bauwagen mit Lupen und Picknickdecken. Einmal in der Woche gehen die Kindern dorthin, um zu sehen und zu erforschen, was im Wald so kreucht und fleucht.

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Eröffnung des Waldstützpunktes am Montagmorgen durch Horst Eichholz.

Quelle: Heike Bergt

Germendorf. Wie wächst eine Pusteblume? Was krabbelt im Gras und was lebt eigentlich unter der Erde? All das können die Kinder der Germendorfer Kita „Pusteblume“ jetzt erkunden. Seit Montagmorgen besitzen sie einen „Waldstützpunkt“. Ein rund 4000 Quadratmeter großes Waldgrundstück, etwa 20 Minuten zu Fuß von der Kita entfernt. Zur Verfügung gestellt hat es Tierparkchef Horst Eichholz, der zur gestrigen offiziellen Eröffnung auch ein gelbes Band durchschnitt.

Seit zweieinhalb Jahren gibt es in der Kita wöchentlich einen Wald- und Wiesen-Tag“, so Kita-Chefin Kerstin von der Warth. Dann heißt es immer: Raus in die Natur! – von der es in Germendorf reichlich gibt. „Anfangs haben wir in der Nähe der Kita im Wald Hütten gebaut und uns mit Decken häuslich eingerichtet“, erinnert sich Initiatorin und Erzieherin Silke Gruner. Doch dann haben wir uns gefragt: Dürfen wir das eigentlich im Wald? Besser wäre ein eigenes Fleckchen Grün.

Sie sprachen Horst Eichholz an und der stellt kurzerhand ein Waldgrundstück aus eigenem Besitz zur Verfügung, das er vor drei Jahren erworben hatte. Zäunte es ein, versah es mit einer Tür und stellte einen alten Bauwagen drauf, in dem jetzt Lupen und Sammelschachteln, Picknickdecken und – unter Verschluss – Schnitzmesser, aber auch Tier- und Pflanzenbestimmungsbücher und Pinzetten liegen.

„Das war hier mal eine Ecke, wo jeder seinen Müll vom Hänger gekippt hat und es war ein Hundeauslaufgebiet“, erinnerte Eichholz. Bis das Schild mit einer Drohung „An die Müllschweine ...“ angebracht wurde. Seitdem war es vorbei mit der wilden Kippe. Eichholz ließ das Areal entrümpeln, in Abstimmung mit der Forst mit jungen Eichen zum Waldumbau unterpflanzen. Auch die Eltern legten bei einem Arbeitseinsatz am 22. April mit Hand an, säuberten das Areal und sind von der Idee des Waldstützpunktes für ihre Kinder begeistert. Nun ist es geschafft.

Am Montagmorgen tauchten Sonne und das zarte Grün von Gras und Birken das Areal in einen märchenhaften Zauber. Die Kinder machten sich sofort auf, und trugen Äste für ein „Nest“ zusammen. Sie spielten auch gern Lagerfeuer. Ganz ohne Feuer, so Silke Gruner.

„Was gibt es Schöneres, als den Wald zu jeder Jahreszeit neu erkunden zu können und wir nicht immer rufen müssen: Nein dort nicht, das dürft ihr auch nicht“, findet nicht nur Silke Gruner. Die mehr als 90 Mädchen und Jungen waren gestern begeistert, mal dicke Stämme zu schleppen, das Gras zu untersuchen und einen jungen Eichenbaum befühlen zu können.

Vom Waldstützpunkt gibt es auch einen Weg über die Wiese direkt zum Tierpark. Dort haben die Pusteblumenkinder freien Eintritt.

Von Heike Bergt

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