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Lokales Ende in Sicht
Lokales Ende in Sicht
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00:20 10.11.2017
Hier auf der Baustelle für die Ortsumfahrung Thyrow wird ordentlich rangeklotzt. Ende kommenden Jahres soll hier der Verkehr rollen. Quelle: Margrit Hahn
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Thyrow

Große Bagger schaufeln tiefe Löcher für Fundamente in das Erdreich. An anderen Stellen sind die Brückenpfeiler schon in die Höhe gewachsen. Der Ausbau der B101 an der Ortsumfahrung Thyrow nimmt immer deutlichere Formen an. Aktuell laufen plangemäß die Brücken- und Streckenbauarbeiten. Bis Ende 2017 sollen die Arbeiten an den Brückenbauwerken der Ortsumfahrung im Wesentlichen abgeschlossen werden. Die Fertigstellung der Ortsumgehung Thyrow ist für Ende 2018 geplant.

Sofern die Witterung es zulässt, laufen die Arbeiten in den Wintermonaten weiter. Wie Lutz Günther vom bundeseigenen Fernstraßenbauunternehmen Deges auf MAZ-Anfrage mitteilt, werden insgesamt rund 11 000 Kubikmeter Beton eingebaut. Die Kosten der Baumaßnahme betragen aktuell rund 39 Millionen Euro. Die Verkehrsfreigabe soll unmittelbar nach dem Bauende erfolgen – Ende 2018. Insgesamt wurden dann zehn Bauwerke errichtet; zwei Überführungsbauwerke, eine Doppelbogen-Grünbrücke in Holzbauweise und sieben Unterführungen.

Bereits im Mai 2015 erfolgte der Baubeginn des letzten, 5,1 Kilometer langen B101-Ausbauabschnittes und -Lückenschlusses. Laut Günther gibt es derzeit keine Verzögerung im Bauablauf. Das scheint allerdings nur für den aktuellen Stand zu gelten. Der geplante Fertigstellungstermin liegt zwölf Jahre hinter der ursprünglich vertraglichen Vereinbarung.

Der Landkreis Teltow-Fläming fordert eine Entschädigung für den Zeitverzug vom Bund. So waren beispielsweise Reptilien sowie die Bodenbrüter Fasan, Wachtel und Feldlerche bereits innerhalb des Planfeststellungsverfahrens im Baufeld der Ortsumgehung entdeckt worden. Zauneidechsen mussten im Frühjahr und Herbst des Jahres 2015 eingesammelt und auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes im Glauer Tal wieder ausgesiedelt werden. Schon das sorgte für Verzug. Bis Ende kommenden Jahres wird sich der Autoverkehr noch auf der alten B101 zwischen Trebbin und Kerzendorf auf zwei Spuren über eine enge Allee und mitten durch Thyrow hindurchquälen.

Die Anwohner und Verkehrsteilnehmer erhoffen sich von der Ortsumfahrung Thyrow eine erhebliche Entlastung der Ortslage Thyrow und eine zügigere Verbindung nach Berlin. Die B101 gehört neben den Autobahnen A9 und A13 zu den wichtigsten Straßen zwischen Berlin und Südbrandenburg.

Von Margrit Hahn

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